Montag, August 03, 2015

DIE ZEIT: "Chefinnen sind keine Bereicherung"

Die ZEIT hat Marion Büttgen interviewt – die Leiterin der Studie über weibliche Führungskräfte, über die Genderama vor einigen Tagen berichtete. Dabei scheinen die üblichen männerfeindlichen Vorurteile zunächst einmal aus dem Weg geräumt zu werden:

Dass Männer stärker ausgeprägte dunkle Persönlichkeitseigenschaften als Frauen haben, war ein Vorurteil und stimmt nicht.


Büttgen zeigte sich davon "überrascht" davon, dass Frauen "kein bisschen weniger narzisstisch, machiavellistisch und psychopathisch" als Männer seien. Dieselbe Verblüffung kennt man sonst von Forschern, die zum x-ten Mal herausgefunden haben, dass häusliche Gewalt keineswegs überwiegend von männlichen Tätern ausgeht. So richtig mag sich Büttgen aber nicht vom misandrischen Weltbild verabschieden: In der Normbevölkerung könne es durchaus sein, dass Frauen "empathischer und kommunikativer" seien. Und die Interviewerin der ZEIT will die Studie natürlich auch in ihrem Sinne interpretiert sehen. Aus der Formulierung, dass Frauen ebenso "durchsetzungsstark" seien wie Männer macht sie:

Also machen Unternehmen mit Frauen an der Spitze keinen besseren oder schlechteren Griff. Das wird den Befürwortern der Gleichstellung gefallen, den Frauenquoten-Gegnern dafür gar nicht.


Marion Büttgen steigt gerne darauf ein. Wenn die von ihr untersuchten Frauen dieselben negativen Eigenschaften haben wie Männer, dann kann das plötzlich nur noch daran liegen, dass die Unternehmen nur "männliche" Frauen nach oben kommen lassen, während in der allgemeinen Bevölkerung Frauen selbstverständlich weiter die besseren Menschen sind:

Wenn es immer heißt, mehr Frauen in der Führung täten Unternehmen gut, müsste es bedeuten, dass auch andere, typische Frauen in diese Positionen kommen sollten.


Die Personalabteilungen sind meist fest in Frauenhand, da die weiblichen Eigenschaften wie Empathie, ein größeres Kooperationsbedürfnis oder höhere Kompromissfähigkeit dort eben gefragt sind.


Man muss bei solchen Passagen unweigerlich an einen rassistischen Wissenschaftler denken, der in einer Untersuchung herausgefunden hat, dass Weiße Schwarzen keineswegs charakterlich überlegen sind, und jetzt mit aller Macht versucht, seine Forschungsergebnisse in sein bisheriges Weltbild einzupassen. Büttgen kommt einerseits um die Ergebnisse ihrer Studie nicht herum:

Frauen in Führungspositionen sind noch weniger verträglich als Männer, zeigt die Studie. Sie setzen im Team-Meeting ihren Kopf gegen die Interessen der anderen durch und gehen einem Streit nicht aus dem Wege.


Andererseits macht sie schon in den nächsten Sätzen ungerührt weiter Propaganda für die sexistische Frauenquote und spekuliert, unterstützt von der Interviewrin, fröhlich drauflos:

Männer wollen in ihrer Symbiose vermutlich nicht gestört werden.

Vermischtes vom 3. August 2015

Eine neue Studie bestätigt bisherige Erkenntnisse: Mädchen erhalten bessere Noten, wenn sie von Frauen unterrichtet werden. Genau deshalb geht die Feminisierung des Unterrichts immer mehr zu Lasten von Jungen.

Die medizinische Uni Graz vergibt für Diplomarbeiten, Masterarbeiten oder Dissertationen aus den Fächern Humanmedizin, Zahnmedizin und Pflegewissenschaft ein Preisgeld in der Höhe von 3000 Euro, wenn diese Schriften einen Gender-Bezug haben.

Stephanie Edelmann berichtet, wie das gegenwärtig starke Interesse von Frauen an "Retro-Sexismus" Feministinnen zum Rasen bringt.

Jennifer Schaffer hat die Begründerin des Twitter-Hashtags #giveyourmoneytowomen interviewt. Selbstverständlich war Schaffer von dem Konzept, für Dinge wie "emotional labor" bezahlt zu werden, begeistert.

Und zuletzt die Website der Woche: I Hate All Men.

Sonntag, August 02, 2015

Vermischtes vom 2. August 2015

Verlage und Buchhandel scheinen die Hoffnung aufgegeben zu haben, männliche Leser für Romane interessieren zu können. Jedenfalls liest man in den Vorschauen für die literarische Herbstsaison nur noch von "Leserinnen".


Felicitas von Lovenberg berichtet in der Frankfurter Allgemeinen.

Roland Tichy hat den Eindruck, dass die neue Gender-Ideologie an unseren Schulen insbesondere türkischstämmigen Zuwanderern schwer zu schaffen macht:

Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass dies gerade türkische Familien zerreißt. Viele Mitglieder schaffen es, sich irgendwie dem Gender-Mainstreaming anzupassen, mitzuschwimmen, mitzumachen, und wenn es nur vorgetäuscht ist. Längst wird hier ja eine amoralische Assimilierung im rot-grünen Mainstream erzwungen, der sich sonst so gegen sozial notwendige Integration wehrt. (...) Genau an dieser Stelle steht das Eingangstor für einen neuen, radikalisierten Islam. Hier finden die Haßprediger offene Ohren, wenn sie von der Dekadenz der westlichen Gesellschaft sprechen, von den Gefahren, die für Familien, Frauen und Kinder von dieser vermeintlich zivilen Gesellschaft ausgehen.


Allerdings durchzieht den Artikel eine geradezu groteske Hysterie, etwa wenn Tichy von einer "amtlich beabsichtigten und beförderten Traumatisierung von Kindern" spricht oder phantasiert, dass "Töchter weinend von der Schule nach Hause kommen". Ich kenne keinen einzigen Fall, wo so etwas vorgekommen ist. Stattdessen höre ich aus den Kreise von Pädagogen wie Lucas Schoppe, dass zwischen den Phantasien der Gender-Ideologen und der praktischen Arbeit an den Schulen ein gewaltiger Unterschied besteht. Wenn Tichy & Co. rhetorisch ein paar Grade runterfahren würden, würden sie vielleicht ernster genommen.

Die Huffington Post veröffentlicht den Bericht einer jungen Frau, die erklärt, wie es dazu kam, dass sie ihren Vater fälschlich des sexuellen Missbrauchs beschuldigte. "Man bekommt inzwischen regelrecht Angst, Vater einer Tochter zu werden" hieß es in dem Facebook-Posting, das mich auf diesen Fall aufmerksam machte.

Wie wehrt man sich gegen Social Justice Warriors – eine Gruppe, die häufig auch Männerrechtler drangsaliert? Die SJW-Watch nennt einige Tipps.

Zuletzt der Ansatz zu einer maskulistischen Filmkritik: Gestern Abend war ich in Ant-Man. Cooler Film. Das findet der schwarze Männerechtler TJ Sotomayor auch. Allerdings störte Sotomayer ein einzelner Aspekt des Filmes so, dass er ihn als "Angriff auf Männer- und Väterrechte" bezeichnet: Die Hauptfigur Scott Lang wird zum Begehen von Verbrechen getrieben, weil er als Ex-Knacki keinen Job findet und nur durch Kriminalität das Geld zusammenbekommen kann, durch das allein er würdig ist, Kontakt zu seiner Tochter haben zu dürfen. Der Film normalisiere Sotomayor zufolge diese unselige Denkweise; er stelle sie unhinterfragt als gegeben und damit vernünftig hin. Ich sehe diesen Aspekt des Filmes nicht so düster, sondern empfand es gerade als erfrischend, dass ein "unterhaltsprellender Vater" als Held gezeigt wird, der seine Tochter nicht aus Böswilligkeit, Verantwortungslosigkeit oder mangelnder Liebe finanziell zu kurz kommen lässt, sondern weil er gegen die gesellschaftlichen Zwänge keine Chance hat. Nachdem die Superheldenfabriken Marvel und DC in diesem Sommer ihr gesamtes Comic-Programm umkrempeln, um sozialen Gruppen wie Frauen, Homosexuellen und ethnischen Minderheiten gerechter zu werden, fände ich es sehr erfreulich, wenn in diesem Genre auch vermehrt die Probleme thematisiert werden, mit denen ganz normale Männer in unserer Gesellschaft zu kämpfen haben.

Lesermail (sexistischer Anti-Gewalt-Workshop "Wehr dich!")

Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Die Frankfurter Allgemeine berichtet sehr wohwollend über einen vollkommen sexistischen Workshop.

Hier ein paar Perlen:

"'Wenn zwei Männer aneinandergeraten, nie dazwischengehen!', rät Oliver Dreber, der die Führung leitet. Die Gefahr sei zu groß. Zudem sei bei männlichen Widersachern oft nur schwer zu erkennen, wer Täter und wer Opfer sei."

"Mit den Teilnehmern spielt er an diesem Tag noch zwei weitere Szenarien durch: einen Beziehungsstreit, in dem der Mann die Frau angreift, und eine Belästigungssituation, bei der ein Mann eine ihm offenbar unbekannte Frau sexuell bedrängt."

"Dann könne man die Frau am Ellenbogen aus der Konfliktzone herausziehen, ohne dem Täter dabei den Rücken zuzuwenden. Auf eine Diskussion mit dem Mann solle sich der Helfer auf keinen Fall einlassen."

Und dann findet sich noch das:

"Michael Fischer, Vater von drei Kindern, sagt, er nehme stellvertretend für die ganze Familie teil. Sein 13 Jahre alter Sohn beginne, sich allein in Frankfurt zu bewegen. Jungen seien besonders gefährdet, in gewaltsame Auseinandersetzungen hineinzugeraten, deshalb wolle er sich vorbeugend informieren. Aus dem gleichen Grund nimmt auch eine Mutter mit ihren drei Söhnen an dem Rundgang teil."

Ehrlich gesagt frage ich mich hier, wie bescheuert man sein kann, sich für so einen Kurs anzumelden, wenn man um seinen Sohn besorgt ist. Schon die Webseite des Kurses zeigt doch, dass es dem Betreiber nicht um das Wohlergehen von Personen männlichen Geschlechts geht: Man findet dort eine sich an Frauen richtende Anzeige ("Viele Gründe, um als Frau zu lernen, sich schnell und effektiv zu verteidigen"), einen "Women for Leadership"-Workshop und natürlich der Hinweis darauf, ein "Agent of Change" der HeForShe-Kampagne zu sein.

Der User Kai Vogelpohl, der sich über dieses Täter-/Opferschema beschwerte, bekam übrigens folgende Antwort vom Kursleiter:

"Werter Herr Vogelpohl, natürlich gibt es kein Schema, dass sich über Alle legen ließe. Wir weisen in dem Kurs ausdrücklich daraufhin, dass Zivilcourage mit Aufmerksamkeit beginnt. Und diese beinhaltet gleichfalls ein richtiges Erfassen der Situation und damit auch eine weitestgehende Opfer-/ Tätertypisierung.[...]"

Herr Vogelpohls Entgegnung darauf:

"Das sehe ich, besonders weil die beiden anderen Situationen genau nach diesem vorgefassten Täter/Opfer-Schema aufgebaut sind und die Situation zwei sich prügelnder Frauen z. B. überhaupt nicht auftaucht (das waren z. B. die letzten beiden Situationen die ich im öffentlichen Raum erlebt habe). Ich unterstelle Ihnen nicht, dass Sie da erst gar nichts analysieren; in dem ganzen Text steht nichts von Analyse! Und in eine Situation, die sich aufgebaut hat, noch ehe sie dort evtl. eingetroffen sind, können Sie im Nachhinein nicht mehr mittels 'weitestgehender Opfer-/Tätertypisierung' analysieren, denn das ist ja gerade der Mumpitz! Sie könnten, wenn Sie es denn wollten, schauen, auf wessen Seite Sie sich schlagen um die Situation zu beruhigen, das darf dann auch gerne die der Frau sein, aber wer Täter (und somit Erstagressor) ist, wie sich die Situation überhaupt soweit hochgeschaukelt hat, können Sie nicht leisten, wie auch ... Und eben da ist der Mumpitz!"

Zu guter Letzt: Die Jugendarbeitslosigkeit von jungen Männer und Frauen weisen divergierende Trends auf: Die der Männer steigt, die der Frauen fällt. Dennoch werden Feminist(inn)en weiterhin behaupten, dass aufgrund der männlichen Privilegien das schlechtere Abschneiden von Jungen in der Schule folgenlos bleibt (denn sind nicht die DAX-Vorstände noch immer frauenfreie Zonen?) und deshalb auf diesem Gebiet nichts getan werden muss. Außer natürlich Jungen in die Berufe, die man den Mädchen nicht mehr zumuten will, zu schubsen.

Samstag, August 01, 2015

Vermischtes vom 1. August 2015

Am Frankfurter Flughafen gibt es jetzt Frauenparkplätze, die größer, schöner und näher an den Terminals sind, als die Parkplätze für den minderwertigen Rest. Die Reaktion von feministischer Seite auf diese neue Extrawurst ist klar, weil Feministinnen nur eine Reaktion kennen – Empörung über diesen frauenfeindlichen Sexismus:

Geraldine Herbert, editor of Wheels for Women magazine (...) said: 'It's very patronising for women to be singled out in this way. All this does is reinforce the stereotype that women are bad at parking.'

Ms Herbert said that all parking spaces needed to be increased in size to accommodate larger, modern vehicles. She branded the women-only spots as 'sexist parking spaces'.


Irgendwie frauenfeindlich ist dann garantiert auch das: Eine der größten Banken Australiens zahlt weiblichen Angestellten jedes Jahr 500 Dollar mehr, um die "Lohnlücke" auszugleichen. Soll mal keiner sagen, dass Feministinnen nicht sehr erfolgreich damit sind, mit ihren getürkten Statistiken eine immer weiter gehende Besserstellung von Frauen durchzusetzen.

Felicita Kocks Artikel über sexuelle Gewalt in der "Süddeutschen Zeitung" ist ein "Schlag ins Gesicht aller männlichen Opfer" argumentiert "Gerhard" auf den Seiten des Blogs "Geschlechterallerlei".

Gelungener ist da in der "Süddeutschen" schon ein Artikel über Kindesentzug: "Ich wollte einfach ein guter Vater sein". Lesenswert für jeden, der wissen will, welche erschreckenden Absurditäten hierzulande zu Lasten von Männern möglich sind. Wenn das schon der "Süddeutschen" auffällt ...

Wegen der Kritik der AfD an Gender-Mainstreaming unterstellen Grüne wie Volker Beck der Partei, auf NPD-Kurs zu sein. (Für die SPD sei die AfD nun "erst recht" unwählbar geworden, heißt es in dem Artikel. Wo genau liegt der Unterschied zu der Zeit vor dieser Kritik?) Skrupel, einen großen Teil der Bevölkerung zu halben Neonazis zu erklären und damit den Rechtsextremismus in gefährlicher Weise zu verharmlosen, scheint Beck nicht zu haben. Eine Kritik an der Gender-Ideologie, die in einer liberalen Gesellschaft selbstverständlich legitim ist, versucht der Grünen-Politiker auf diese Weise zu tabuisieren. Auf NPD-Kurs ist dann offenbar auch der Fuldaer Bischof Algermissen, der Gender Mainstreaming scharf verurteilt sowie diese Neuerscheinung auf dem Buchmarkt: Genderismus – Der Masterplan für die geschlechtslose Gesellschaft. Ob sämtliche Genderkritiker bei diesem Thema auch wirklich durchblicken und z.B. begreifen, dass Gender-Mainstreaming als die politische Betonung von Geschlechtsunterschieden und die universitären Genderstudien mit ihrem Versuch der Nivellierung von Geschlechtsunterschieden zwei einander inhaltlich stark zuwiderlaufende Strömungen desselben ideologischen Lagers sind, sei mal dahingestellt.

Das Neueste aus der Debatte um Prostitution: Hunderte von Menschenrechtsorganisationen, Sexarbeitern und ihren Mitstreitern weltweit fordern die Promi-Frauen auf, die Klappe bei einem Thema zu halten, von dem sie keine Ahnung haben. Dass diese Promi-Frauen zwischen Alice Schwarzer und Meryl Streep so tun, als würden sie sich im Feld der Sexarbeit besser auszukennen als die Sexarbeiterinnen selbst, betrachten viele als absurd.

The letter was signed by 180 advocacy organizations, including international groups such as the Global Alliance Against Traffic in Women, La Strada International, and The International Gay and Lesbian Human Rights Commission; American nonprofits such as the Sex Workers Outreach Project, the New York Anti-Trafficking Network, the National Center for Transgender Equality, and St James Infirmary; and an array of sex-worker rights and feminist groups from around the world, including the English Collective of Prostitutes, the Kenya Sex Workers Alliance, the Polish Federation of Women and Family Planning, Lady Mermaid's Bureau (Uganda), EMPOWER (Thailand), the Association of Hungarian Sex Workers, the Collective of Sex Workers and Supporters (Taiwan), the Sex Work Association of Jamaica, the Dutch Union of Sex Workers, and India's massive Durbar Mahila Samanwaya Committee. In addition to these groups, more than 600 individuals signed on to the letter.


Bislang finde ich in den deutschen Medien keine Artikel über diesen offenen Brief und rechne auch nicht mit einer breiten Berichterstattung.

Zuletzt: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ein Männergesundheitsportal online gestellt, das vor allem bei urologischen Fragen wie diesen weiterhelfen soll: Kommen Männer in die Wechseljahre? Welche Maßnahmen beugen Harnwegsinfekten bei Männern vor? Wie machen sich Prostata- und Hodenkrebs bemerkbar? Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale, erklärt zu dem neuen Angebot: "Wenn Männer sich zu heiklen Themen wie Inkontinenz oder Erektionsstörungen informieren, dann am ehesten zunächst auf anonymem Wege im Internet. Das Männergesundheitsportal reagiert auf diesen Bedarf, indem es seriöse, verlässliche Antworten auf viele Männerfragen liefert."

Freitag, Juli 31, 2015

Studie der Uni Hohenheim: "Machtbesessen: Frauen im Chefsessel sind unverträglicher als Männer"

Für Ideologen, die Frauen für die besseren Menschen halten und eine Welt ohne Männer für das Paradies, kommt es diese Woche wirklich dick auf Genderama. Erst die Friedrich-Ebert-Stiftung ("Frauen sind sexistischer als Männer"), dann eine Konferenz zur häuslichen Gewalt in Glasgow ("Frauen kontrollierender und aggressiver als Männer") und jetzt das:

Universität Hohenheim: Befragung von 500 Führungskräften zeigt, Deutschlands Chefinnen sind nicht besser als die Chefs. Im Gegenteil.


Hier erfährt man mehr. Wobei selbst diese Pressemitteilung der Studie die üblichen männerfeindlichen Klischees nicht zurückhalten kann:

Zwar könne man nicht sagen, dass alle weiblichen Führungskräfte narzisstische, rücksichtslose und männliche Charaktereigenschaften besitzen, betont Prof. Dr. Büttgen.


Ein Grund: "Frauen müssen hier oftmals größere Opfer bringen als Männer – vor allem was Familie betrifft."


Männer sind also offenbar mehr von Natur aus scheiße, Frauen weil sie nun mal Opfer sind. Man muss die Forschungsergebnisse eben nur in das gewohnte Wahrnehmungsraster pressen, dann passt das schon. Es dürfte noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis dieses Weltbild ernsthaft bröckelt. Und ohne eine Männerrechtsbewegung, die die herrschenden Diskurse verändert, klappt das womöglich nie.

Vermischtes

Männliche Bewerber kämpfen mit Vorurteilen titelt die Schweizer Zeitung "20 Minuten" und berichtet von der Diskriminierung junger Männer zum Beispiel bei der Lehrstellensuche.

Buzzfeed stellt die US-amerikanische Studentenberaterin Hanna Stotland vor, die jungen Männern hilft, die wegen "sexuellen Fehlverhaltens" von der Uni geflogen sind. Ihr Geschäft blüht. Sotland betrachtet das aktuelle System als zutiefst problematisch: "Ich bin eine leidenschaftliche Feministin. Aber da ist nichts Feministisches an Inkompetenz." (Der eine oder andere könnte hier widersprechen.)

Wolfgang Wengers Blog des linken Maskulismus zerpflückt auf ironische Weise einen mehr als misslungenen Nachrichtenartikel über sexuellen Missbrauch durch eine Frau: Wer ist das Täter?

Als den neuesten feministische Trend feiert die "Aargauer Zeitung" grell leuchtend gefärbte Achselhaare:

Egal, ob man es gutheisst oder nicht, Körperbehaarung ist untrennbar verbunden mit Feminismus. Wenn frau ihr Schamhaar rasiert, gilt sie quasi als Sklavin des Patriarchats. Also ist das Stehenlassen der Haare eine mächtige Waffe im Kampf gegen die Männergesellschaft und die (von ihr geforderten) gängigen Schönheitsideale.


Jawohl! Und ihr behauptet ernsthaft, für den Feminismus gäbe es keine Existenzberechtigung mehr.

Um so bedauerlicher ist es, dass sich die Zahlen, mit denen diese Bewegung auftrumpfen möchte, häufig als heiße Luft entpuppen. Der Blogger Stefanolix zerpflückt gekonnt den Zahlenzauber feministischer Statistiken.

Manche Feministin macht da lieber gleich ganze Sachen und produziert "heiße Luft" im wörtlichen Sinne. So erklärt die Bloggerin Allison Hope in einem aktuellen Blogbeitrag: Furzen ist meine geheime feministische Waffe, die jedes Mal funktioniert.

Vermutlich wird selbst das die Aargauer Zeitung oder eine andere Postille demnächst als "mächtige Waffe im Kampf gegen die Männergesellschaft" feiern. Trotzdem hat es diese Gaga-Bewegung aus unerfindlichen Gründen immer schwerer. Laura Meyers etwa stellt zehn prominente Frauen vor, die den Feminismus zurückgewiesen haben.

Die Kritik an dieser Ideologie und ihren Steigbügelhaltern in der Politik wächst weiter:

Gerd Maas, ein Gastautor bei Roland Tichy, ist fassungslos über den neuen Trend an amerikanischen Unis: Sex nur per Formular. Maas sieht darin die Aufgabe eines mündigen Menschenbildes sowie die Kriminalisierung des eigenverantwortlichen zwischenmenschlichen Umgangs und sagt für die Zukunft "reinen Horror" voraus.

Die liberale, männerfreundliche Equity-Feministin Cathy Young erklärt, warum das sogenannte Ja-heißt-Ja-Gesetz nicht funktionieren kann, um echte sexuelle Gewalt zu bekämpfen.

Alexandra Belopolsky tritt im Berliner Tagesspiegel Alice Schwarzer und Co. entgegen: Sex-Arbeit ist kein Verbrechen.

Die Soziologin und Professorin Lauren Sardi spricht die Doppelmoral Barack Obamas an, wenn er Genitalverstümmelung an Frauen in Afrika anprangert, während sie an Männern zuhauf in den USA stattfindet:

What most people don’t know, however, is that infibulation, which includes the complete removal of external female genitalia and a suturing of the vaginal opening, occurs in less than 1 percent of all documented cases of FGM, according to the World Health Organization. By far, the most common form of FGM involves a procedure in which only the female foreskin is removed.

Does this sound familiar? It should, because it’s the most common surgical procedure performed in the United States without anesthesia, without informed consent, and without any valid medical reason — except that it’s routinely performed on baby boys shortly after birth. Most people in the United States would cringe at the thought of anyone comparing any type of FGM to male circumcision. But the reality is that both procedures share much in common.


Und sogar beim Deutschlandradio bricht man aus den ideologischen Vorgaben aus: Dort kritisiert die Schriftstellerin Kerstin Hensel das "Amazonenheer",

das sich den Namen GENDER auf die Harnische geschrieben hat. Das Problem ist nicht der Gedanke, sondern die radikale Ideologie, mit der dieses Heer ein Gleichheitskonzept auf alles stülpt, was seinen Reiz, sein Leben aus Unterschieden bezieht. Die Gendermainstreamenden haben einen Beistandspakt geschlossen mit Political Correctness, Sprachsäuberern sowie deren Wächtern, mit Religionsmissionaren, Anti-Aufklärern aller Couleur, militanten Veganern und sonstigen Entsagungsfanatikern.


Sieht so aus, als hätten immer mehr Menschen dieses Theater allmählich satt. Die Aufgabe der maskulistischen Bewegung kann es da nur sein, diesen Irrsinn nicht zu kopieren. Wir werden uns also weder die Nasenhaare bunt färben, noch Furzen als mächtige Waffe einsetzen, "die jedes Mal funktioniert".

Lesermail (Lob und Preis)

Einer meiner Leser schreibt mir zu diesem Leserbrief über die Behandlung von Jungen bei der Vergabe von Schulzeugnissen

Es geht noch besser: Nachdem bei der Abschlussfeier meines Sohnes die Zeugnisse an alle Schülerinnen und Schüler verteilt worden waren, kam eine Frau auf die Bühne um die besten Leistungen des Jahres zu würdigen.

Sie drückte ihr Bedauern darüber aus, dass die besten Leistungen von Jungs erbracht worden waren.

Der Festsaal nahm es schweigend hin.

Donnerstag, Juli 30, 2015

Freispruch für Karl Dall – Klägerin zieht Vorwurf der Vergewaltigung zurück

Viele Medien berichten, darunter der Schweizer Blick.

Vermischtes vom 30. Juli 2015

Prostitution sei gegen die Menschenrechte tönen aktuell wieder prominente Frauen, die der feministischen Ideologie anhängen, darunter Lena Dunham, Meryl Streep und Kate Winslet. Auch die deutsche "Emma" ist mit im Boot. Sie alle greifen die Menschenrechtsorganisation Amnesty International an, die sich für die Entkriminalisierung von Prostitution einsetzt, um Sexarbeiterinnen vor Diskriminierung zu schützen. Ähnlich wie bei der vor einigen Jahren von Alice Schwarzer hierzulande angestoßenen Debatte, verwahren sich die Sexarbeiterinnen gegen ihre vermeintlichen "Beschützerinnen": Lena Dunham & Co. sollten aufhören, sich in diese Debatte einzumischen, mit der sie nichts zu tun hätten.

Das evangelikale Nachrichtenmagazin Idea berichtet vom Landesparteitag des baden-württembergischen Landesverbandes der Alternative für Deutschland. Dieser fasste den einstimmigen Beschluss, Gender Mainstreaming als politisches Leitprinzip staatlichen Handelns "auf allen Ebenen unverzüglich und ersatzlos zu streichen". Sämtliche Gesetze und Vorschriften im Sinne der Gender-Ideologie seien ersatzlos zurückzunehmen, alle Stellen für Gleichstellungsbeauftragte zu streichen und die Förderung sogenannter "Gender-Studien" an den Hochschulen und Universitäten einzustellen.

Während bei einer Anhörung des US-Senats über sexuelle Gewalt an Hochschulen wie vorhergesehen die Befürworter fairer Prozesse praktisch keine Stimme hatten, gibt es hierzu einen Vorstoß in der anderen Regierungskammer der USA: dem Repräsentantenhaus. Dort reichten drei republikanische Abgeordnete jetzt ein Gesetz ein, das die faire Behandlung von Beschuldigten sichern soll. Bürgerrechtler zeigten sich von dieser Initiative sehr angetan.

Drei Mitglieder der Studentenverbindung, die in einem Artikel des Magazins "Rolling Stone" fälschlich der Gruppenvergewaltigung bezichtigt wurde, haben jetzt eine Verleumdungsklage gegen das Magazin angestrengt. Sie berichten von Anfeindungen durch Familienmitglieder, Freunde und Kollegen nach dem Artikel, die es ihnen unmöglich gemacht hätten, sich auf ihre Arbeit oder Ausbildung zu konzentrieren. Derweil nimmt der Redakteur, unter dessen Verantwortung der rufmörderische Artikel Sabrina Erdelys erschienen ist, schon mal seinen Hut. Fragen, ob dieser Abschied etwas mit dem Skandalartikel zu tun habe, werden ausweichend oder gar nicht beantwortet.

Auf Telepolis berichtet Bettina Hammer über die schwedische Notfallklinik für männliche Opfer sexueller Gewalt.

Der bekannte Atheist Richard Dawkins fordert eine feministische Revolution in der islamischen Welt. Als Folge dieses Aufrufs wird er dafür angegriffen, ein weißer Mann zu sein.

Im kanadischen Ontario verklagt eine Frau ihren Arbeitgeber, weil sie keinen bezahlten Mutterschutzurlaub erhalten hat, um einen Hund zu adoptieren.

Hier findet man einen Ratgeber mit "sieben Schritten, um einen Mann zum Feministen zu machen". Wenn ich das lese, bekomme ich Lust, einen Ratgeber mit sieben Schritten zu schreiben, um eine Frau zur Maskulistin zu machen, frage mich aber schon beim ersten Buchstaben: "Hm, klingt dieses Konzept nicht ein ganz klein wenig manipulativ und narzisstisch?"

Eine neue Analyse enthüllt, welche Suchbegriffe Frauen bei Online-Pornos am häufigsten benutzen. Na gut, James Deen war klar, aber woher kommt auf einmal dieses starke Interesse an Stiefschwestern?

Und zuletzt der alle paar Tage fast schon obligatorische Blick nach Indien: Ankush Bahuguna erklärt die 11 Wege, mit denen einige Frauen den Feminismus für jeden ruiniert haben.

Lesermail (Lob und Preis)

Einer meiner Leser schreibt mir:

Nach dem Studium bin ich jetzt an einer Realsschule in Süddeutschland. Heute war Zeugnisvergabe. Zudem gab es Preise und Lob Auszeichnungen. Von der 5. bis zur 9. (dreizügig) sind dies etwa 15 Klassen, pro Klasse ca. drei bis vier Preise und zwei bis drei Belobigungen. Unter den Empfängern waren keine fünf Jungs.

Lesermail (Bülent Arinc)

Viele deutsche Medien, beispielsweise der STERN, berichten heute über einen angeblichen "sexistischen Ausfall" des stellvertretenden türkischen Ministerpräsidenten Bülent Arinc:

Bei der Parlamentsdebatte zu den Einsätzen der Armee gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sowie gegen militante Kurden war Arinc am Mittwoch gerade dabei, die Angriffe auf Kurden-Stellungen im Irak zu verteidigen, als eine Abgeordnete der Kurden-Partei HDP ihn lautstark kritisierte. "Seien Sie still!", sagte Arinc zu der Abgeordneten, "Sie als Frau, seien Sie still!" (...) Die HDP und auch die säkulare Oppositionspartei CHP forderten eine Entschuldigung von Arinc. "Wir als CHP verurteilen diese sexistischen, diskriminierenden und beleidigenden Kommentare scharf", erklärte Vize-Parteichefin Selin Sayek Böke. Solch eine Äußerung, die die Frauenrechte verletze, unter dem "Dach des Parlaments" zu tätigen, sei "inakzeptabel".


Mein Leser informiert mich über eine Position in dieser Debatte, die in den deutschen Leitmedien bezeichnenderweise nicht genannt wird. (Glaubt man der Darstellung dieser Leitmedien, besteht die im Internet nach dieser Äußerung entbrannte "heftige Debatte" ausschließlich aus den Äußerungen einer Seite; die Meinung des anderen Lagers dieser "heftigen Debatte" kommt in sämtlichen von mir gesichteten Artikeln erst gar nicht vor.) Mein Leser schreibt hierzu:

Ein guter Freund, Kurde geboren in der Türkei, hat mir das so erklärt: Das war kein Angriff auf die Frau, weil sie eine Frau ist. Sondern das war eine klare Antwort darauf, dass keine Frauen unter den Soldaten an der Front sind, und da hat er ihr quasi den Mund verboten, über das Leben der Männer zu entscheiden.

Das türkische Heer hat übrigens 3,1% Frauenanteil, alle freiwillig im Gegensatz zu zwangsrekrutierten Männern. Und wie in fast jedem Heer mit Frauen kommen die nicht an die Front.

Mittwoch, Juli 29, 2015

Lesermail (maskulistische Analyse weist Sexismus deutscher Medien nach)

Heute Morgen veröffentlichte Genderama eine Lesermail "Max Kuckucksvaters", in der es hieß:

Spiegel-Online vermeldet himmelhochjauchzend, dass tatsächlich ein 16-jähriges Mädchen einen bedeutenden Fund gemacht hat. Sie fand einen alten Zahn. "Frankreich: 16-Jährige findet 560.000 Jahre alten Menschenzahn" Doch wer weiter im Text ließt, dem wird auffallen, dass sie nicht alleinig die Finderin war, wie mit der Titelzeile und in der Texteinleitung suggeriert wird. Sie fand den Zahn zusammen mit einem auf dem Foto nicht viel älter wirkenden Jungen namens Valentin Loescher, der im Text schlicht als Helfer betitelt wird.


Zwei Genderama-Leser haben sich diese Geschichte etwas gründlicher angesehen.

Der eine schreibt mir:

Interessant wird es, wenn man andere Berichterstattungen zum Thema liest, z.B. im Guardian, wo es heißt:

"Valentin Loescher, 20, was volunteering alongside Camille Jacquey, 16, on his first summer archaeological dig at the Arago cave near Tautavel, when he discovered the tooth. Loescher, a history of art student from Metz, told France Television that while Jacquey was on a break he had been carefully brushing a mound of soil in his excavation area that featured lots of remains of large animals, when he found the small remains of a tooth."

Also nicht nur, dass er nicht ihr Helfer war – er hat offenbar allein weiter gearbeitet und den Zahn gefunden, während sie gerade mal eine Pause gemacht hat.


Der andere Genderama-Leser hat eine Recherche via Google vorgenommen und schreibt mir dazu:

Ich hatte nicht die Zeit, um allen Ergebnissen nachzugehen, aber wer die Namen der beiden jugendlichen Hobbyarchäologen googelt, kann sich schnell ein Bild davon machen, dass auf deutschen und österreichischen Webseiten grundsätzlich das Mädchen als Finderin groß herausgestellt wird, während Seiten aus anderen Ländern überwiegend von beiden Jugendlichen als Finder sprechen. Beim englischen Guardian und auf der französischen Seite francetvinfo.fr wird der Junge als Finder genannt, auf der französischen Seite wird sogar ein Interview mit dem Jungen veröffentlicht, in dem er davon erzählt, wie er den Zahn ausgegraben hat. In einem weiteren französischen Artikel wird der Junge sogar zitiert mit: "Je ne joue pas au Loto, mais je devrais peut-être" (etwa: "Ich spiele kein Lotto, aber ich sollte es in Zukunft vielleicht tun.").

Beim kanadischen Fernsehsender CBC sind es wieder beide. Ebenso auf der Schweizer Seite watson.ch. Auch die spanische Seite La Nueva Espana spricht von zwei Jugendlichen als Findern. Ebenso die spanische Seite Faro de Vigo.

Auf den deutschen Seiten der Welt sowie von n24, n-tv, der Nordwest-Zeitung und so weiter wird durchweg das Mädchen als Finderin genannt.

Auch in Schweden ist auf Feminismus noch Verlass. Hier war es wieder das Mädchen, der Junge wird im Artikel gar nicht erst erwähnt. Nur wer sich die Fotoserie ansieht, erfährt von ihm aus den Bildern und Bildunterschriften. Als Quelle ist bizarrerweise der Guardian (bei dem der Junge als Finder genannt wird) angegeben und verlinkt. Der Link führt allerdings auf keinen Guardian-Artikel, man landet einfach wieder auf demselben schwedischen Artikel.

In der Daily Mail hat auch das Mädchen den Zahn gefunden. In der Bildunterschrift unter dem Foto von den beiden, wo also die Existenz des Jungen schlicht nicht mehr zu leugnen ist, werden sie dann doch noch als die gemeinsamen Entdecker dargestellt.


Mich als studierten Medienwissenschaftler begeistert und fasziniert diese Analyse. Sie macht bewusst, dass die immense Prägung deutschsprachiger Artikel im Sinne der feministischen Ideologie nicht allein durch die einseitige Gewichtung von Argumenten geschieht, sondern bereits mit der Wiedergabe scheinbarer "Tatsachen" bei so einfachen Dingen wie einem gefundenen Zahn beginnt.

In früheren Genderama-Blogbeiträgen hatte ich ja bereits darauf hingewiesen, dass deutschsprachige Artikel zwar immer wieder Mädchen als Opfer besonders hervorheben (Beispiel Boko Haram), aber wenn in englischsprachigen Originalbeiträgen von "Jungen" als Opfer die Rede ist, deutsche Journalisten das gerne als "Kinder" übersetzen.

Die gleichlautenden Darstellungen in den unterschiedlichsten deutschen Medien beruhen darüber hinaus meines Erachtens darauf, dass sie sich auf dieselben Agenturmeldungen beziehen, die von Journalisten in der Regel nicht mehr gegenrecherchiert werden. Wenn also etwa Sexistinnen in der dpa das Mädchen zur Finderin erklären, dann gerinnt dies hierzulande zu massenmedialer Wirklichkeit – noch effektiver als so mancher ähnlich tendenziöse Quatschbeitrag in der Wikipedia.

Lesermail (Gendersprech in der Evangelischen Kirche)

Einer meiner Leser schreibt mir heute:

Die zum Teil absurden Gendersprechgeschichten sind den meisten bekannt. Neben Unterstrich, Stern und dergleichen und den Hornscheidt'schen X-Wörtern und den "Professorinnen" als Bezeichnung auch für männliche Professoren an der Uni Leipzig haben sich nun auch im Bereich der Nordkirche in der evangelische Kirche die Sprachpanscher eingefunden. Das Gebiet der Nordkirche umfasst im Wesentlichen die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Es ist also durchaus eine erkleckliche Anzahl von kirchlichen Arbeitnehmern betroffen.

Bei der Nordkirche gilt der "Kirchliche Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag". Zunächst dachte ich, das ist ein Druckfehler, und es seien "ArbeitnehmerInnen" gemeint. Aber falsch. Der Tarifvertrag ist absichtlich so bezeichnet, wie sich aus seinem § 1 ergibt.

Abs. 1 lautet: "Dieser Tarifvertrag gilt für Arbeitnehmerinnen, die in einem Arbeitsverhältnis zu Mitgliedern des Verbandes kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger in Norddeutschland (VKDA) stehen und für die nicht der Kirchliche Tarifvertrag Diakonie (KTD) gilt."

Absatz 2: "Alle in diesem Tarifvertrag verwendeten weiblichen Personen-, Berufs- und Funktionsbezeichnungen umfassen auch die jeweils männlichen."

Vertragpartner sind der Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger Nordelbien (VDKA-NEK) und die Gewerkschaft Kirche und Diakonie – VKM-NE der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirke Hamburg und Nord.

Ich gehöre ver.di an und finde diesen Neusprech, der an die oben erwähnte Professorinnengeschichte der Uni Leipzig erinnert, äußerst peinlich!


Und ich bin letztes Jahr aus der Evangelischen Kirche ausgetreten, weil sie sich immer mehr zu einer Art Untersektion der Grünen entwickelt hat. Aber selbst ich bin überrascht, dass das jetzt sogar schon Tarifverträge betrifft.

Lesermail (sexistische Medien)

"Max Kuckucksvater" schreibt mir heute:

Spiegel-Online vermeldet himmelhochjauchzend, dass tatsächlich ein 16-jähriges Mädchen einen bedeutenden Fund gemacht hat. Sie fand einen alten Zahn. "Frankreich: 16-Jährige findet 560.000 Jahre alten Menschenzahn"

Doch wer weiter im Text ließt, dem wird auffallen, dass sie nicht alleinig die Finderin war, wie mit der Titelzeile und in der Texteinleitung suggeriert wird. Sie fand den Zahn zusammen mit einem auf dem Foto nicht viel älter wirkenden Jungen namens Valentin Loescher, der im Text schlicht als Helfer betitelt wird.

Dass in Melbourne eine Frau zu 6 Jahren Haft wegen sexuellen Mißbrauch eines 12-Jährigen verurteilt wurde, davon ist hingegen nichts zu lesen. Dass, obwohl es eine herausstechende Nummer ist, denn sie gebar zu alledem ein Kind von ihm ...

"taz"-Redaktion reagiert "erstaunlich aggressiv" auf Lann Hornscheidt

Am 20. Juli war Profx Lann Hornscheidt zur Blattkritik in der taz-Redaktionskonferenz. (...) Während der Blattkritik in der taz war zumindest der Ton, mit dem auf Hornscheidts Kritik reagiert wurde, zum Teil erstaunlich aggressiv.


Hier erfährt man mehr.

Propaganda über "Rape Culture" an US-Hochschulen Folge eines fetten Betrugs

Der Alarmismus in den USA über eine angeblich beängstigend hohe Rate sexueller Übergriffe an den Hochschulen des Landes beruht zu weiten Teilen auf den Statistiken eines inzwischen sehr prominenten Akademikers namens David Lisak, der mit seinen Thesen starken Einfluss auf die Regierung Obama und die führenden Zeitungen des Landes ausübte. Dabei wurde der Text, dem Lisak seine Berühmtheit verdankt, nie kritisch überprüft – bis jetzt. Nun stellt sich heraus, dass dieser Text weder auf Lisaks eigenen Forschungen beruhte, noch dass Lisak seine Inhalte zutreffend wiedergab. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Artikeln über diesen Skandal:

Blake Neff: Zentrale Studie über sexuelle Übergriffe an Unis als irreführend entlarvt

Linda LeFauve: Experte über Vergewaltigungen an Unis kann grundlegende Fragen über seine Quellen nicht beantworten

Robby Soave: Wie eine einflussreiche Studie über Vergewaltigungen an Unis die Debatte verzerrte

Megan McArdle: Die Debatte über Vergewaltigungen an Unis braucht bessere Zahlen

Ashe Schow: Studie über Serienvergewaltiger an Unis widerlegt

David Lisak und Mitarbeiter seines Instituts antworten auf Nachfragen und Bitten von Journalisten um Klarstellung nicht.

Dass sich so viele Menschen auf David Lisaks fragwürdige "Erkenntnisse" verlassen haben, dürfte eine Erklärung dafür sein, dass selbst die wildesten Märchen über Vergewaltigungen wie etwa die berühmte Ente des Magazins "Rolling Stone" so bereitwillig geglaubt wurden.

Inzwischen bittet eine landesweite Vereinigung von Hochschulleitern, von den neuen Gesetzen über Sex an Hochschulen Abstand zu nehmen, die von einer ausufernden Definition sexueller Gewalt ausgeht und der zufolge Sex nur legitim ist, wenn beide Partner jeden einzelnen Schritt vorab begeistert bejahen. Als besonders problematisch gilt, dass bald jedes College seine eigene Definition von "sexueller Gewalt" anlegt, so dass Studenten immer weniger durchblicken, was sie im Bett machen dürfen und was nicht.

Der feministisch geprägten New York Times zufolge stellen Studenten vor dem Sex allerdings ohnehin nicht die Fragen, die sie den neuen Verordnungen zufolge stellen müssten:

"The policy has changed but nobody knows," said Carol Stenger, a sex educator who directs the university’s Advocacy Center for Sexual Violence. (...) The biggest challenge Ms. Stenger faces, she says, is addressing the alcohol question because men and women think the situation is a wash when both are inebriated. "It makes me crazy," she said. "They ask, ‘Am I still a victim?’ Yes!"


Quintessenz des Artikels: Die Ideologen tun alles Menschenmögliche um durchzusetzen, wie Sex ihrer Ansicht nach gefälligst abzulaufen hat. Und die Mehrheit ihrer Zielgruppe interessiert sich nicht einmal dafür.

Friedrich-Ebert-Stiftung: "Frauen sind sexistischer als Männer"

Ein hübscher Artikel auf "Geschlechterallerlei".

Konferenz zur häuslichen Gewalt: "Frauen kontrollierender und aggressiver als Männer"

Contrary to the overwhelming perception in society, numerous studies and statistics recently published from a variety of disparate sources have indicated that women are more likely to be verbally and physically aggressive to their partners than men, and are increasingly participating in serious acts of violence against other men, women, the elderly and children.

The findings were presented to a symposium on "intimate partner violence" (IPV) at the British Psychological Society’s Division of Forensic Psychology annual conference in Glasgow.


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Vermischtes vom 29. Juli 2015

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat eine Resolution zum Schutz der Familie verabschiedet. Zu den Ländern, die dagegen stimmten, gehört Deutschland.

Die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" berichtet ausführlich, wie inzwischen schon Kleinkinder mit Ritalin ruhiggestellt werden. Es dürfte sich weit überwiegend um Jungen halten.

Eine neue Studie ergibt: Die geringe Zahl von Frauen in technischen Fächern und Berufen sind nicht Diskriminierung durch Männer zu verschulden. Überraschende Erkenntnis: Die Frauen sind für die gestellten Anforderungen einfach nicht gut genug. (Für feministische Leser empfiehlt sich hier vielleicht eine kleine Zigarettenpause, um mit dieser Vorstellung überhaupt erst mal klarzukommen.) Außer der Diskriminierungsthese können nach der aktuellen Studie die folgenden bisherigen Spekulationen über den Frauenmangel im Technik-Bereich zum Altpapier:

Some say that putting up sci-fi posters and leaving tins of coke about puts women off; others that women are just simply repelled by nerds; others that the problem - specifically for very attractive women - is that they fail to mention the fact that they're very attractive during job interviews.


"Return of Kings" ist zwar eine antimaskulistische Website, enthält aktuell aber einen interessanten Beitrag über Entwicklungen in Schweden, über die man sonst nur in schwedischsprachigen Artikeln lesen kann: Eine schwedische Uni wurde der Diskriminierung männlicher Schüler für schuldig befunden.

Könnte in Deutschland natürlich nie passieren. Oder doch? Einen "Studienbeginn ohne Männer" feiert die Ernst-Abbe-Hochschule in Jena. Das Blog "Kritische Wissenschaft" kommentiert.

So geht es auch, ja, so sollte es sein: Ein Journalist des Magazins "Forbes" bittet den Nobelpreisträger Tim Hunt um Verzeihung, weil er sich von Feministinnen dazu verleiten ließ, bei der Hexenjagd auf Hunt mitzumischen. Die wenigsten Kollegen dieses Journalisten haben so viel Stil.

Die in Videospielen gezeigten Frauen hätten komplett "unnatürliche" Körpermaße, behaupten Feministinnen. Die Ernährungsexpertin Nadja Hermann stellt klar, wie es sich tatsächlich verhält.

Die berühmte Feminismus-Kritikerin Camille Paglia hat der Zeitschrift "Salon" ein ausführliches Interview gegeben, in dem sie auch auf die Zustände an amerikanischen Hochschulen und dabei insbesondere Emma Sulkowicz "Matratzen-Feminismus" zu sprechen kommt. Viele von Paglias Gedanken lassen sich auf den deutschen "Aufschrei!"-Feminismus übertragen.

Julie Borowski antwortet auf den feministischen Sexismusvorwurf an Klimaanlagen.

Und zuletzt ein Videoexperiment: Mark Dice wollte herausfinden, ob Studentinnen und Studenten bereit sind, eine sexistische Petition zu unterschreiben, die forderte, Männer deutlich höher zu besteuern als Frauen.. Ratet mal, wie das so lief ...

Videoserie: Warum hassen Menschen den Feminismus?

Sargon of Akkad has an excellent video series on the reasons why people take issue with feminism. He presents a thorough explanation of the problems within feminism as an ideology and with its adherents. Some feminists may object to Sargon’s tone, however, he comes across as fair. He does not paint all feminists as the Borg. He acknowledges that different feminists think different things. Yet he also notes that the voices we hear tend to come from the authoritarian, anti-male element of the movement.


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Dienstag, Juli 28, 2015

Vermischtes vom 28. Juli 2015

Die FAZ berichtet aus Großbritannien: Eine 34jährige Frau hat einen Pädophilen-Ring angeführt. Britische Richter sprachen sie unter anderem der Vergewaltigung schuldig, auch soll sie Kinder als "sexuelles Spielzeug" missbraucht haben. Der Ring, an dem auch zwei Männer und eine weitere Frau beteiligt waren, soll zehn Jahre bestanden haben. Auch andere Medien berichten, darunter die BBC.

In den USA tobt derweil immer noch die Debatte um eine grotesk ausufernde Definition von sexueller Gewalt an den Hochschulen sowie die Scheinverfahren gegen beschuldigte Männer. "Wir haben in vielen dieser Fälle verteidigt und wissen daher, wie unfair sie sind" berichten Rechtsanwälte der renommierten Washington Post:

The unfairness of these proceedings is also, by now, well-documented. You have the right to an attorney, but your attorney can’t talk during the hearing. You can’t cross-examine your accuser. You often can’t even submit questions for the "court" to ask your accuser during the hearing — no matter what your accuser says.

And that’s if you’re lucky enough to get a hearing. Many schools, prodded by the Department of Education, are moving to a "single investigator" model. In this model, a school outsources the entire investigation to a third-party firm, which will alone decide guilt or innocence.


Man sollte nicht erwarten, dass Studenten den neuen Regeln über "einvernehmlichen Sex" folgen erklärt die Rechtsanwältin Wendy Kaminer im Boston Globe. Dabei spricht sie an, dass die neuen Gesetze einseitig gegen Männer gerichtet sind, aber irgendwann auch von Männern gegen Frauen verwendet werden dürften:

Someday, male students will have the nerve to accuse females of failing to obtain consent in strict compliance with the rules. It will be bad for affirmative consent regimes, but good for sexual equality.


Morgen soll eine Anhörung des US-Senats zu diesem Thema stattfinden. Allerdings wurden die Menschen, die zu dieser Anhörung eingeladen wurden, sehr einseitig ausgewählt:

To the dismay of due process advocates, the hearing panels are stacked against fair hearings for students.


Und schließlich: Wir Männerrechtler sind nicht die einzigen, über die sich Journalisten wie zuletzt Sebastian Witte (SWR) den abenteuerlichsten Quatsch zusammenspinnen. Über seine Erfahrungen mit seinen Kollegen, sobald er selbst zum Thema ihrer Berichterstattung wurde, weiß der renommierte Journalist Glenn Greenwald zu sagen:

Over the past two years, there’s been extensive media coverage and public discussion of both the Snowden story and the building of First Look Media/The Intercept, in which I’ve been very personally involved. So much of what has been said and still gets said about those things — not just by random online commenters and conspiracy-mongers but by the largest and most influential media outlets — is just plainly wrong: not "wrong" in the sense of resting on unpersuasive opinions or even casting a misleading picture, but "wrong" in the sense of being factually, demonstrably false.


Die Qualität unserer Leitmedien ist generell auf einer sehr niedrigen Schwundstufe angelangt. Wir Männerrechtler merken das nur besonders stark, weil in unserem Fall zu journalistischer Inkompetenz eine massive Ideologisierung in diesem Berufsfeld hinzutritt.

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