Sonntag, September 25, 2016

Vermischtes vom 25. September 2016

1. Genderama hat schon des öfteren thematisiert, wie sehr in Berichten Mädchen als Opfer hervorgehoben und wie sehr im Vergleich dazu Jungen als Opfer unsichtbar gemacht werden. Man kann sich diesen Mechanismus immer wieder selbst vergegenwärtigen. Schauen Sie doch mal, wann in diesem Artikel über jahrzehntelangen Missbrauch an einer Darmstädter Grundschule – die Opfer waren durchgehend Jungen – zum ersten Mal auch das Wort "Jungen" auftaucht.



2. Durch die Medien wird aktuell der Fall von Jenna Behrends gejazzt, die über angeblichen Sexismus in der CDU klagt. Christian Schmidt sagt alles Nötige dazu.



3. Die Badische Zeitung hat der Genderforscherin Gabriele Dietze und dem Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera dieselben zehn Fragen gestellt.



4. Die Post. Einer meiner Leser schreibt mir:

Kennst Du eigentlich diesen Film schon? Auf Youtube leider nur der Trailer. Aber die Dku ist komplett auf Netflix verfügbar und enorm anschaulich. All die Dinge über männliche Geschlechterrollen die man die letzten Jahre (bzw. schon immer) bei Genderama fand, werden da enorm plastisch bestätigt.

Ich wünschte ich könnte das [auf der Facebookseite von Ministerin] Schwesig posten. Aber sie würde es wohl eh ignorieren. Unter dem Trailer gibts natürlich auch wieder Kommentare, dass Männer nicht heulen sollen, sich männlich verhalten sollen und das sonst so Übliche.

Samstag, September 24, 2016

Vermischtes vom 24. September 2016

1. Heute erscheint mit dem Buch "Harry Potter und das verwunschene Kind" ein Nachfolgeband von Joanne K. Rowlings Harry-Potter-Heptalogie im deutschen Buchhandel. Aus diesem Anlass anylsiert der Gymnasiallehrer und Blogger Lucas Schoppe das Vaterbild dieser Romanreihe.

Ironischerweise pflegt Daniel Radcliffe, der Filmdarsteller von Harry Potter, derweil die Männerrechtsbewegung als Feindbild.



2. Die Organisation PLAN sei nicht die einzige Gruppe dieser Art, die Jungen und Männer bei der Opferhilfe ausblende, argumentiert das Blog uepsilonniks. Dasselbe treffe auf die Organisation ChildFund zu.



3. Das männerpolitische Blog Alles Evolution berichtet über die geplante Deutschlandpremiere von Cassie Jayes offenbar fairen Dokumentarfilm über die Männerrechtsbewegung. Spendenstand bei der Aktion, ihn in einem Berliner Kino zu zeigen: derzeit 675 von den benötigten 2360 Euro. Kommt Leute, macht mit! Mit etwas Glück besteht sogar die Chance, dass feministische Protestler für zusätzliche Abendunterhaltung sorgen. :-)



4. In Ottawa hat die erste Konferenz kanadischer Männerrechtler stattgefunden. Sie wurde begleitet von Protesten des antimaskulistisch ausgerichteten Revolutionary Student Movement. Dessen Angehörige fordern, dass Männerrechtlern wo immer möglich öffentlicher Raum verweigert werden sollte, insbesondere an Universitäten. Die Männerrechtler bieten ihren Kritikern einen offenen Dialog an.



5. Das männerpolitische Blog Toy Soldiers antwortet einer Feministin, die darüber klagt, dass Feminismus immer noch mit Männerhass gleichgesetzt werde.



6. Das liberale Magazin "Reason" berichtet:

Remember that University of Oregon study about how historical depictions of glaciers have somehow undermined the cause of feminism? This one might actually be more absurd.

The syllabi for college-level STEM courses — science, technology, engineering, and mathematics — are "gendered" because they promote the idea that knowledge can be ascertained through reason. This is a masculine concept that hurts women's feelings and makes it difficult for them to succeed.

That's according to "Are STEM Syllabi Gendered? A Feminist Critical Discourse Analysis" of the STEM syllabi at one Midwestern university. The discourse was authored by the University of North Dakota's Laura Parson, and published in The Qualitative Report earlier this year.


Hier geht es weiter.



7. Triggerwarnung: Morton Shapiro, Präsident der US-amerikanischen Northwestern University, stellt klar: Alle, die die Existenz von Mikroaggressionen leugneten, seien "Idioten", und alle, die die Notwendigkeit von Triggerwarnungen bestritten, seien "Wahnsinnige".



8. Brad Pitt müsse sich darauf gefasst machen, nach seiner Trennung von Angelina Jolie von den Medien durch die Mangel gedreht zu werden, prophezeit der als "Männerrechtler" vorgestellte Journalist Martin Daubney.



9. Beweisen die vom FBI wiederhergestellten E-Mails Hillary Clintons, dass sie korrupt oder anderweitig für das Amt der US-Präsidentin nicht geeignet ist? Die amerikanische Öffentlichkeit wird es erfahren – aber natürlich erst nach der Wahl.



10. Die Post. Vorgestern hatte ich die Kritik Lucas Schoppes an einer Polemik Martin Rosowskis, Vorsitzender des Bundesforums Männer, verlinkt, in der eine diffuse Gruppe von Männern – offenbar solche, die politische Forderungen nach Menschenrechten und Gleichberechtigungen stellen – als "Jammer-Männer" denunziert wurden. Schoppe hatte darauf hingewiesen, welches reaktionäre Männerbild Rosowskis Gepolter zugrunde liegt: "Der Vorwurf knüpft an traditionelle Männerbilder an. Zum Ideal des soldatischen Mannes passt das Jammern zum Beispiel gar nicht."

Dazu schreibt mir nun einer meiner Leser:

Richtig, zu Soldaten passt jammern normalerweise nicht. (Ich halte JAMMERN auch ansonsten für Unsinn. Mit ein Grund weshalb mich die Feministen (m/w) mit ihrer Opferattitüde so anöden.) Soldaten beschweren sich und zwar sehr deutlich, wenn ihnen eine Ungerechtigkeit unterkommt. Zum Ideal des soldatischen Mannes gehört, dass er Unrecht sieht und bekämpft, und dass er den Mund aufmacht. So habe ich das jedenfalls in meinem Dienst gelernt und gehalten. Es geht hier um das Ideal, nicht darum, was sich manche darunter vorstellen.

Im Übrigen, Soldaten leben gerade nicht das "traditionelle" Männerbild. Das zeigt den Mann, der sich für seine Familie abarbeitet und dafür mit Sex belohnt wird. Soldaten (Frauen und Männer) halten, wenn es ernst wird, den Kopf für die gesamte Bevölkerung hin. Das haben sie geschworen und gelobt.

Das ist eine andere Haltung als die, die sich Klein Fritzchen vorstellt.

Dazu kommt, dass Schoppe über SS und Himmler redet, aber dabei aufs Heute zielt. Das ist eine unzulässige Verknüpfung. Das heutige soldatische Ideal ist weit vom nazistischen entfernt. Wir waren und sind die regulären Streitkräfte eines Parlaments, nicht eines Führers. Ideologie ist etwas Feines, wenn man etwas braucht um sich daran festzuhalten, aber man sollte schon drauf achten, in welcher Zeit man lebt.

Donnerstag, September 22, 2016

Vermischtes vom 22. September 2016

1. Im Oktober läuft in amerikanischen Kinos der Film "The Red Pill" an, den die preisgekrönte Dokumentarfilmerin Cassie Jaye über die Männerrechtsbewegung erstellte. Sobald klar wurde, dass es sich bei diesem Film nicht um die insbesondere von vielen Feministinnen gewünschte Denunziation dieser Bewegung handelt, versiegte jegliche finanzielle Unterstützung dafür. Cassie Jaye konnte ihren Film letztlich durch eine Spendenaktion über die Plattform Kickstarter retten.

Eine für uns besonders relevante Frage lautet aber: Wird dieser Film auch in deutschen Kinos zu sehen sein? Da sich für ihn wegen seines politisch unerwünschten Themas – die Männerbewegung sachlich und differenziert darzustellen – kein Verleih gefunden hat, schien das zunächst nicht der Fall zu sein. Allerdings hat Cassie Jaye Interessierten die Möglichkeit angeboten, selbst eine Vorführung zu organisieren.

Für eine Deutschlandpremiere von "The Red Pill" in einem Berliner Kino sammelt jetzt der Männerrechtler Sebastian Wessels auf Kickstarter Spenden.

Damit sowohl die Filmproduzenten als auch das Kino honoriert werden können, ist eine Gesamtsumme von 2.360 Euro nötig. Wenn dieses Finanzierungsziel bis zum Montag den 10. Oktober erreicht wird, würde der Film am Montag, dem 14. November 2016 um 20 Uhr im Cinemotion-Kino in Berlin-Hohenschönhausen gezeigt werden.

Sämtliche weiteren Informationen findet man hier.

Außer über die verlinkte Website kann man auch über mich einen Kontakt zu Sebastian Wessels herstellen.



2. Vor einigen Tagen schwadronierte Martin Rosowski, der Vorsitzende des staatlichen Bundesforums Männer, gegen sogenannte "Jammer-Männer". Gemeint waren offenbar Männer, die über negative Erfahrungen berichten – etwa als Opfer häuslicher Gewalt von den Behörden nicht ernst genommen zu werden – oder sich politisch für die Rechte dieser Männer zu engagieren wie es die maskulistische Bewegung tut. "Der Vorwurf knüpft an traditionelle Männerbilder an", kommentiert der Gymnasiallehrer und Blogger Lucas Schoppe Rosowskis Polemik. "Zum Ideal des soldatischen Mannes passt das Jammern zum Beispiel gar nicht". Ausführlicher wird Schoppe im aktuellen Beitrag seiner Artikelreihe "Wie der Dialog der Geschlechter an die Wand gefahren wurde": Jammer-Männer und Friedens-Frauen.



3. N-tv berichtet:

Es klingt unfassbar: Eine Mutter betäubt ihre kleine Tochter, damit sich ihr Lebengefährte an dem Mädchen vergehen kann. Nach einem umfangreichen Geständnis des Paares fällt das Gericht sein Urteil. Einer der beiden muss noch nicht mal ins Gefängnis.


Hm, wer von den beiden Missbrauchstätern mag das wohl sein, die Frau oder der Mann? Wenn Sie die Spannung nicht mehr aushalten, erfahren Sie die Antwort hier.



4. Emily Crockett stellt auf der linken News-Website Vox eine Fraktion der Männerrechtsbewegung vor, die sie akzeptabel findet. Sie firmiert unter dem Kürzel MensLib:

It features discussions about topics like the cavalier treatment of male rape in pop culture, or how homophobia is toxic to male friendships, or how to improve services for men who are victims of abuse. And it features real-world activism, like compiling a list of resources for men, holding fundraisers for advocacy groups, and organizing community volunteer events.


Crockett interviewt den Gründer von MensLib, Matthew Hodges. Er berichtet:

Our policy at MensLib is we're not throwing shade at feminists, and we're also trying not to throw too much shade at the men’s rights movement. I think, fundamentally, there are many individuals within the men’s rights movement who genuinely care about men's issues.

(...) But the tactics the men’s rights movement has decided to use — in many ways, it’s the dark mirror image of what we do. It’s a lot of focus on anger and outrage, a lot of focus on pointing fingers and line drawing. This very "us versus them" or "you're with us or you're against us" mentality.

It really does just come down to tactics. If you're spending all of your time being belligerent or outright hostile or hateful online, that's what you're going to get back. Which, ultimately, is bad for men as individuals, because it's just not healthy to be that angry all the time. It's also unhelpful for men's issues — because if that's the face of men's issues advocacy, then nobody's going to take men's issues seriously.

We did a demographic survey not too long ago, and it showed that about 70 percent of our members identify strongly or very strongly with the label "feminist." And something like 35 percent of our members are women. So it's not like women aren't taking men's issues seriously, either.

We look at feminism as, in general, a movement for the equality of the genders. And that means that men have a place at that table too, because there are gendered issues that impact men. And the framework of feminism, the analytical lens of looking at gender roles, dissecting them, deconstructing them if they're unhealthy — that's just as applicable to men's issues as it is to a lot of women’s issues.

The men’s rights movement is much more in the "feminism is a bad word" camp. They like to treat it as a monolith and say if you identify as a feminist, that means you must co-sign everything Andrea Dworkin ever said. (...) As soon as you say, "I think feminism has some good ideas," somebody is going to mail you a copy of the Scum Manifesto and start yelling about how feminists think all men are rapist pigs. That's just not the case at all.

But if you treat it like a monolith like that, of course everybody who identifies as feminist is going to be upset when you're saying, "You're a dyed-hair, thick-glasses-wearing, bra-burning man hater." If you start out insulting everybody who could possibly identify with that term, then yeah, they're not going to take you seriously, and they're certainly not going to take your issues seriously.


Das Interview ist viel ausführlicher, als ich hier sinnvoll zitieren kann. Ich halte es für lesenswert. Auch wenn man mehreren Passagen nicht zustimmen wird, bietet Hodges eine durchaus interessante Perspektive auf das Thema Männerpolitik.



5. Einen asiatischen Klassenkameraden um Hilfe im Mathe-Unterricht zu bitten zählt den US-amerikanischen Genderstudien zufolge inzwischen als Mikroaggression.

Mittwoch, September 21, 2016

Vermischtes vom 21. September 2016

1. Von der Wochenzeitung "Freitag" wurde am 12. Mai 2000 die damalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) befragt, ob sie auch Männerhäuser plane. Ihre Antwort: "Nein, Männerhäuser planen wir nicht. Ich denke, das ist auch nicht nötig! Wenn Männer keine Gewalt anwenden, brauchen sie auch keinen Zufluchtsort."

Aktuell berichtet Die Welt:

Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, können in Sachsen künftig in spezielle Einrichtungen flüchten. Vom Herbst an soll es Schutzwohnungen in Dresden und Leipzig geben, später soll auch eine in Chemnitz hinzukommen, wie die Landesfachstelle Männerarbeit am Montag mitteilte. (...) Das Thema erfahre meist eine gesellschaftliche Diskriminierung, erklärte Gleichstellungsministerin Petra Köpping (SPD). Der geschlagene oder erschöpfte Mann passe häufig nicht in das Rollenbild.


Wow. Nicht mehr als 16 Jahre hartnäckige Aufklärungsarbeit durch die Männerrechtsbewegung waren nötig, damit die SozialdemokratInnen beginnen, ihr veraltetes Rollenbild zu überdenken – wobei die letzten fünf Jahre aus dem direkten Umfeld der SPD erbitterte Attacken auf unsere Bewegung gefahren wurden. Heißt das, wir haben vielleicht nur noch ein Jahrzehnt vor uns, bis die Spezialdemokraten uns Maskulisten als eine soziale Bewegung anerkennen, die entgegen der bisherigen SPD-Polemik gerade nicht reaktionär, sondern der Zeit deutlich voraus ist?

In dem "Welt"-Artikel heißt es weiter.

Häusliche Gewalt könne nicht nur in einer traditionellen Ehe, sondern auch in einer homosexuellen Partnerschaft vorkommen.


Auch das wissen wir seit Jahrzehnten. Aber als der Soziologe Professor Amendt darüber sprach, wurde er von den Radikalfeministen Hinrich Rosenbrock und Ilse Lenz als homophob verleumdet – ein Vorgehen, das selbst einen bemerkenswerten Grad an Homophobie verrät.

Weiter heißt es in der "Welt":

Eine neue Kampagne "Mann, gib dich nicht geschlagen" soll Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu suchen. Mit Hilfe von Plakaten sollen auch Ärzte, Beratungsstellen und Opferhilfen sensibilisiert werden. Im Doppelhaushalt 2017/18 sind für die Betreuungs- und Beratungsangebote zum Schutz vor häuslicher Gewalt rund 3,6 Millionen Euro eingeplant, davon rund 100.000 Euro für betroffene Männer.


Letzeres ist bei näherungsweise gleicher Opferverteilung unter den Geschlechtern weiterhin ein Witz. Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns, um die Gleichberechtigung endlich herzustellen.



2. Wir bleiben bei den Sozialdemokraten. Diese suchten aktuell einen Bundestagskandidaten per Stellenanzeige. Weniger als ein Viertel derjenigen, die sich meldeten, waren Frauen. Die gläsernen Decken des unterdrückerischen Patriarchats erweisen sich mal wieder als undurchdringlich.



3. Bei der Berlinwahl hat der AfD-Politiker Kay Nerstheimer ein Direktmandat gewonnen, steht aber auch in der Kritik, weil er Schwule und Lesben als "degenerierte Spezies" bezeichnete. Das scheint allerdings noch eine seiner harmlosesten Ansichten zu sein.



4. Radiotipp für heute: Ab 17.05 Uhr läuft auf in der Sendereihe SWR2-Forum ein Talk zu dem Thema Zwischen Rechtspopulismus und Tugendterror – Wie können Hochschulen die Meinungsfreiheit schützen? Die Diskussionsgrundlage stellt bemerkenswert differenziert dar, wie knifflig die Situation ist:

Die AfD ist in Deutschland angekommen - nicht nur in den Parlamenten, sondern auch an den Hochschulen: Ob in Düsseldorf, München oder Münster - an immer mehr Universitäten gründet die Partei eigene studentische Gruppen. In Kassel hat sie sogar einen Sitz im Studentenparlament. Dass auch Professoren in der Öffentlichkeit rechtspopulistische oder sogar fremdenfeindliche Positionen vertreten, stellt Hochschulleitungen vor ein Problem: Wie lässt sich der rechte Einfluss auf dem Campus begrenzen, ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken? Gleichzeitig schwingen sich linke Studenten zu Tugendwächtern auf. Im Namen einer "Political Correctness" haben sie vermeintlichem Rassismus und Sexismus den Kampf ansagt. Ist dieser moralische Rigorismus, der festlegt, was gesagt und gedacht werden darf, mit einem offenen wissenschaftlichen Diskurs vereinbar?


Man braucht sich die Debatte nicht live anzuhören; diese Talks stehen kurz danach auf der eben verlinkten Website online.



5. In einem aktuellen Tweet argumentiert Donald Trump Junior: "Wenn ich eine Schüssel voll mit Schokoladenbonbons hätte und Ihnen sagen würde, dass drei von ihnen tödlich sind – würden Sie eine Handvoll probieren? Das ist unser Problem mit den syrischen Flüchtlingen." Prompt reagierten zahllose Menschen mit Empörung auf diesen heimtückischen Rassismus. Das Problem dabei: Dieselbe Riesenempörung blieb aus, als genau diese Rhetorik zwei Jahre zuvor von Feministinnen gegen Männer verwendet wurde. Denn feministischen Menschenhass zu kritisieren führt nur dazu, dass man als "antifeministisch" und "antiemanzipatorisch" gebrandmarkt wird. (Näheres erklärt Ihnen auf Nachfrage bestimmt gerne Thomas Gesterkamp, Andreas Kemper oder Sebastian Scheele.) Immerhin machen einige wenige Kommentatoren der Schokobonbon-Debatte darauf aufmerksam, bei welcher Ideologie sich Trumps Junior hier so begeistert bediente. Das tun das männerpolitische Blog Toy Soldiers und die News-Website Bloomberg.



6. David Seymour, der Vorsitzende der neuseeländischen Partei ACT, fordert ein Ministerium für Männer:

"Men are doing worse than women in just about every imaginable social statistic," Mr Seymour says.

(...) Mr Seymour says there are a range of men's issues that need to be brought to the table too, and if "demographic ministers" need to stick around then men should be represented.

"If you're seriously saying that being higher in suicide statistics, higher in imprisonment rates, higher in mental health statistics and lower in educational attainment for men are not worth addressing, but income differential for women is worth addressing, then I don't think you're part of a 21st century debate about gender."

(...) "If we're going to be serious about gender issues and take it as a 21st century issue rather than a 1970s issue, then we should be looking at issues such as equal pay across a whole range of issues for both genders, rather than this old fashioned view that it's entirely about women's liberation," he says.


Von ihrer politischen Positionierung ist Seymours Partei ACT mit der deutschen FDP vergleichbar.



7. Die Diskriminierung von Männern in Indiens Zügen ist noch immer irre.

Dienstag, September 20, 2016

Vermischtes vom 20. September 2016

1. In einem aktuellen Blogbeitrag knüpft der Väterrechtler Franz-Jörg Krieg an das dominierende Genderama-Thema der letzten Woche an: das Versagen staatlicher Instanzen, wenn es um häusliche Gewalt gegen Männer geht. Ein Auszug:

Obwohl wissenschaftlich und empirisch die Gewaltbereitschaft von Frauen und deren Hang zur gewaltorientierten Lösung von Konflikten als nicht geringer als bei Männern bewertet wird, wird im politisch korrekten Kontext ausschließlich von männlicher Täterschaft und weiblichem Opfertum ausgegangen. Alle öffentlich genannten Zahlen sind in diesem Zusammenhang ideologisch motiviert und werden der realen Situation nicht gerecht.

Die Polizei ist ausschließlich profeministisch durch entsprechende Organisationen und Personen "weitergebildet" und geht immer von einem männlichen Täter aus, was in der Konfrontation mit einer realen Situation eine realistische Einschätzung schon im Ansatz verhindert. Und selbst wenn im Einzelfall klar werden sollte, dass die Gewalt von der Mutter des Kleinkindes ausging, wird aus rein praktischen Erwägungen der Vater der Wohnung verwiesen, weil die Mutter die Kontinuität der Versorgung des Kindes zuhause weiterhin sicherstellt und der Vater zum Verdienen des gemeinsam verbrauchten Geldes eh das Haus verlassen muss.

Frauenförderposteninhaberinnen, ganz besonders Frauenbeauftragte, meinen aber immer, durch die Platzverweiszahlen ein Abbild der Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft zur Hand zu haben und scheuen sich auch nicht, diesen Kurzschluss in den Medien öffentlich zu präsentieren. In Karlsruhe führte dies dazu, dass nachgewiesen wurde, dass die Gewaltbereitschaft von Karlsruher Männern einen bedrohlichen Weltspitzenplatz einnimmt, weil der Anteil gewalttätiger Männer in Karlsruhe um das Tausendfache höher liegt als bei Karlsruher Frauen. Die Karlsruher Frauenszene war nicht in der Lage, zu erkennen, dass diese Annahme nicht beweist, wie gewalttätig Karlsruher Männer sind, sondern allein, wie dämlich die Beweisführung ist.

Die Staatsanwaltschaften sehen es flächendeckend als ihre vornehmste Aufgabe an, Mütter davor zu bewahren, aus dem Familienrecht ins Strafrecht rüberwandern zu müssen. Allein aus diesem Grund sind auch gröbste Kindesmisshandlungen und Gewalttaten von Müttern gegen Väter wie Kindesentziehung, Missachtung des Sorgerechts und Umgangsboykott nicht strafrechtlich relevant. Selbst diejenigen Straftaten, die als Delikte im Strafgesetzbuch aufgeführt sind, wie Vortäuschen einer Straftat und Kindesentziehung mit List, die erfahrungsgemäß immer wieder von Müttern verübt werden, müssen von diesen nie verantwortet werden, weil Staatsanwaltschaften Mütter wie Kinder oder Behinderte als nicht strafrechtlich verantwortlich behandeln. Während sie Väter auch ohne unzureichende Begründung vor den Strafrichter zerren, meinen sie immer, dass Mütter entweder keine strafrechtlich relevante Tat begangen hätten oder dass deren Verfolgung nicht von öffentlichem Interesse sei.

Kein Wunder, dass sie damit eklatant zur Kaschierung weiblicher Täterinnenschaft beitragen.

Fast alle öffentlich geförderten Beratungsorganisationen bedienen die politisch korrekte Doktrin von der alleinigen männlichen Täterschaft. Sich von diesen als von weiblicher Gewalt betroffener Vater beraten zu lassen, würde so viel bedeuten, als wolle man von der Frauenministerin verlangen, sich auch als Männerministerin bezeichnen lassen zu wollen.


Währenddessen versucht das Bundesforum Männer, einerseits weiter auf Zeit zu spielen, und fordert nach 35 Jahren der Forschung über männliche Opfer häuslicher Gewalt, die das Bundesforum kaum zur Kenntnis genommen hat, "mehr Forschung" und klagt über"stereotype Bilder von Männern als Gewaltopfer". Andererseits beginnt der ständige Druck von uns bösen Männerrechtlern doch allmählich zu wirken, und selbst dem Bundesforum zufolge müsse "eine bundesweite Beratungs- und Hilfestruktur für betroffene Männer in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, Gewaltbetroffenheiten und Krisen auf- und ausgebaut werden". Das fordere ich seit 15 Jahren. Als ich diese Forderung aber noch letztes Jahr vor einem Ausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags erhob, gab es seitens des ebenfalls anwesenden Vorsitzenden des Bundesforums keine Unterstützung sondern Gegenwind. (Ein entsprechender FDP-Antrag wurde dann auch mit den Stimmen von Rot, Grün und Orange abgelehnt.) Hier bahnt sich im Bundesforum also womöglich eine Kehrtwende an, die es ohne kontinuierlichen maskulistischen Druck nie gegeben hätte.

Gestern Abend berichtete MDR Kultur über die erste Männerschutzwohnung in Mitteldeutschland. Tristan Rosenkranz und Gleichmaß e.V. werden in dem Beitrag erwähnt.



2. Themawechsel: Die Edition F berichtet, wie zwei Frauen sich als Callgirls das Studium finanziert haben und warum sie bis heute bei dem Job geblieben sind: "99 Prozent der Männer haben mich respektiert und waren mir dankbar", berichtet eine von ihnen.



3. Der Trend des Marvel-Comic-Verlags, bekannte Superhelden durch Frauen zu ersetzen, schreitet voran. Nach Thor werden demnächst auch die Helden der Serien "Iron Man", "Hulk" und "Hawkeye" weiblich sein.



4. Die Publizistin Kira Davis ist komplett verwirrt, wie mittlerweile eigentlich die politisch korrekte Haltung gegenüber dem primären männlichen Geschlechtsorgan aussieht: "Modern feminism has become such a hodgepodge of beliefs and activism, I can hardly make out anymore how we’re supposed to feel about penises these days." Der Artikel ist in Gänze lesenswert.



5. Im US-Bundesstaat Arizona kann man inzwischen als Missbrauchstäter gelten, wenn man seinem Baby die Windeln wechselt.



6. Der Kampf gegen sexuelle Übergriffe schreitet in den USA voran. So lässt die kalifornische Universität Berkeley Studenten inzwischen Verträge unterzeichnen, dass sie mit keinem Klassenkameraden anbändeln werden:

The class contract (...) specifies that doing so would create an unsafe and potentially chilling environment, and violate the class’s guarantee of "mutual trust and respect." The student instructors (...) also say all that intra-class sex could ruin the class’s reputation.

The contract is so airtight, it requires students to report even thinking about another classmate in a sexual way: "This includes any disclosure of the desire to hook-up to a classmate or facilitator," the clause reads. Since these are college students, that probably happens quite a lot.




7. An einer anderen US-amerikanischen Universität gilt es inzwischen als Mikroaggression, wenn man Überraschung zeigt. Der Autor des Artikels kommentiert: "Thoughtful conservatives wonder how an ideologically unsound, anti-free trade, anti-entitlement-reform, anti-NATO, vulgar loudmouth buffoon like Trump could have become so popular with rightists. This is why."



8. Ein Autor des geschlechterpolitischen Blogs "Shedding of the Ego" kommentiert den Umstand, dass Donald Trump bei seinen Plänen zum Mutterschaftsurlaub die Väter außen vor lässt:

you heard right folks, the conservative candidate, the one who is supposed to roll back all of the gynocentrism in government that is supposedly 100% the fault of liberals and liberals only is going to tax MEN to provide women with a benefit that men will not be able to gain access to.

Men will carry the burden, women will enjoy the privilege. Can some one direct me to where the fingerprints of the globalist cultural marxists are on this one?

Fear not however, the mental gymnastics will be jumped, his supporters will say that trump "has to do this if he wants to get elected" or some other such bullshit, or they’ll just default to saying Hillary is worse, as though it matters at this point.


Andere Medien, die beklagen, dass Trump Männer diskriminiere, sind das Magazin Fortune, die Eltern-Community Scary Mommy und die Washington Post.



9. Der konservativ-libertäre Feminismuskritiker und Donald-Trump-Fan Milo Yiannopolous erklärt, warum er Genitalverstümmelung bei Jungen für eine gute Idee hält.



10. Für den britischen Guardian ist die Flüchtlingskrise ein feministisches Thema, weil unter den Notleidenden auch viele Frauen sind. Nach derselben Logik wäre die Flüchtlingskrise auch ein maskulistisches Thema.



11. Jeannette Hagen wurde in der männerpolitischen Szene vor allem durch ihr hochgelobtes Buch Die verletzte Tochter bekannt, worin sie das Problem der Vaterentbehrung behandelt. Inzwischen ist sie Mitglied des Fachbeirats der von Genderama unterstützten Initiative Gleichmaß e.V.. Auch ihr aktuell erscheinendes Buch Die leblose Gesellschaft hat das Potential, eine wichtige Debatte voran zu bringen.

Das Buch behandelt ein bemerkenswertes Phänomen der Gegenwart: Während es Deutschland und den Deutschen so gut geht wie seit 25 Jahren nicht mehr und selbst nach der Aufnahme von einer Million Flüchtlingen im letzten Jahr keiner von uns deshalb auch nur eine Bratwurst weniger essen musste, werden wir kontinuierlich mit Texten bombardiert, die den Eindruck erwecken, dass unser Land nach der Aufnahme dieser Menschen vor dem Zusammenbruch stehe. Welches emotionale Problem verbirgt sich hinter der enormen Feindseligkeit und der mangelnden Empathie, sobald es um Menschen geht, die Folter und Bürgerkrieg entkommen sind? Warum werden Bürger, die statt hämische Beiträge zu bloggen, sich für eine möglichst schnelle Integration der Flüchtlinge engagieren, als Psychotiker mit einem narzisstischen Helfersyndrom verunglimpft? Warum werden ehrenamtliche Flüchtlingshelfer von Rechten so massiv angepöbelt, dass sie sich schließlich von dieser Aufgabe zurückziehen? Und warum lassen sich so viele Menschen von dieser medialen Stimmungsmache zwischen "Cicero" und "Junger Freiheit" einfangen, in der Menschlichkeit als Störung erscheint, die die deutsche Nation zu schwächen droht?

Im Klappentext von Die leblose Gesellschaft heißt es zu diesem Thema:

Tagtäglich konfrontieren uns die Medien mit dem Leid und der Not der Flüchtlinge: Wir sehen verzweifelte Eltern und Kinder, die ihr Leben auf dem Mittelmeer riskieren. Gestrandete Menschen, die nach der Schließung der Balkanroute wochenlang in Schlamm und Dreck an Europas Grenzzäunen ausharren. Doch anstatt Mitgefühl zu demonstrieren, zu handeln und zu helfen, schauen viele Menschen einfach weg. Sie schneiden sich von ihren Emotionen ab – und halten damit das Elend konsequent aus ihren Wohnzimmern fern.

In ihrem aufrüttelnden Buch geht Jeannette Hagen der Frage nach, warum sich so viele Menschen in unserem Land nicht mehr von dem Leid der Flüchtlinge berühren lassen und stattdessen mit Angst, Aggression und Abwehr reagieren. Dabei blickt die Autorin, die als systemischer Coach tätig ist, unter anderem auf die bis heute nicht vollzogene Aussöhnung mit unserer nationalsozialistischen Vergangenheit und erklärt die immer wiederkehrenden Wirkmechanismen von abgespaltenen Gefühlen. Aber Jeannette Hagen zeigt auch: In der gegenwärtigen Situation liegen große Chancen, wenn wir bereit sind, Visionen zuzulassen und menschlich zu handeln.


Das Buch erscheint im Europa-Verlag, der es mit folgenden Sätzen vorstellt:

Angekündigt als Debatten-Buch, verspricht es doch vielmehr als das. Leser, die sich für Empathie, Gesellschaftsfragen, den Umgang mit verdrängten oder unterdrückten Emotionen interessieren, werden auf ihre Kosten kommen. Darüber hinaus erfahren wir, was die aktuelle Stimmungslage im Land mit unserem über Generationen entwickelten Gefühlshaushalt zu tun hat - und wie jeder Einzelne Wege findet, um an seinem Mitgefühl zu arbeiten.

Jeannette Hagen war als Journalistin nicht nur im griechischen Idomeni und auf Lesbos unterwegs - sie verfolgt gesellschaftliche Debatten wie die Flüchtlingsthematik mit klugem Auge und geschärfter Feder nicht von Schreibtisch, sondern dort, wo die Geschichten entstehen und Schicksale greifbar sind. Diese Frau weiß - anders als viele grau-schlaue Herren der Theoriefraktion - wirklich, wovon sie spricht.

Nein, es ist kein weichgezeichnetes Gefühlsduselei-Buch. Es geht ans Eingemachte. Warum lassen sich Menschen von polarisierender Sprache einfangen? Warum hören wir einander so wenig zu? Sind vielen von uns die Millionen von leidenden Menschen so egal, dass wir sie einfach gedanklich wegdrücken? Warum tun wir das?


Jeannette Hagen engagiert sich auch selbst in der Flüchtlingshilfe auf Lesbos und in Idomeni. Ein Interview mit ihr findet man hier.

Sonntag, September 18, 2016

Vermischtes vom 18. September 2016

1. Die "Welt" stellt das Bündnis Doppelresidenz vor, in dem sich der Verein Väteraufbruch für Kinder und der Verband berufstätiger Mütter zusammengeschlossen haben.



2. Die Märkische Zeitung berichtet über eine Programmkonferenz der SPD zum Thema Familie:

Es gab (...) auch Kritik an Schwesigs Ideen. So seien die Rechte von Vätern, deren Kinder bei der Mutter leben, nach wie vor unzureichend. "Ich fühle mich von Manuela überhaupt nicht vertreten", sagte ein getrennt lebender Vater von drei Kindern. Er empfinde sich als Vater "vollkommen diskriminiert". Er halte es auch für populistisch, dass Väter immer wieder dargestellt würden, als hätten sie kein Interesse an ihren Kindern.




3. Einer aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamtes zufolge sind noch immer nur 21 Prozent der Studenten von Fächern wie Fachs Ingenieurswissenschaft und Bauwesen Frauen. Jahrzehnte millionenschwerer Förderungen bringen die meisten studierenden Mitglieder des weiblichen Geschlechts bis heute nicht dazu, sich für ein Fach zu entscheiden, mit dem man deutlich mehr verdient als mit typischen Frauenfächern.



4. Während wir Männerechtler uns in der letzten Zeit über eine stärkere Medienpräsenz freuen durften, bleibt das Interesse der Medien am vielfach notorisch untätigen Bundesforum Männer gering – was gäbe es von dort auch zu berichten? Jetzt hat dessen Vorsitzender Martin Rosowski (SPD) selbst einen Artikel für die "Zeit" verfasst. Darin übernimmt er einerseits Positionen, die wir Männerrechtler seit zwei Jahrzehnten vertreten, hält es aber andererseits für nötig, uns kontinuierlich zu bashen, indem er uns "Argumentationsklischees" und "emotionale Reflexe traditioneller Männer" unterstellt sowie als "Jammer-Männer" attackiert. Durchdachter sind die Antworten, die Rosowski im Kommentarbereich von den Lesern seines Beitrags erhält. Dort bleibt der Beifall für seine kruden Angriffe erwartungsgemäß aus. Einige Beispiele:



Nette Fantasien, die hier geäussert werden. Das vorherrschende Wirtschaftssystem ist auf maximale Ausbeutung von menschlicher und hier immer noch vornehmlich männlicher Arbeitskraft ausgerichtet. Um die im Artikel aufgeführten Dinge umzusetzen, müssten 30 Jahre neliberaler Reformen aufgehoben und durch etwas Neues ersetzt werden.




In der Praxis ist das Bundesforum eine vom Frauenministerium geförderte Institution, die sich nur genau so weit für Männer einsetzt, solange man nicht bei den mächtigen Frauenverbänden aneckt. Männerpolitik die durchaus auch einmal im Widerspruch zur Frauenpolitik steht, traut sich das Bundesforum überhaupt nicht.

Obwohl sich der Verein formal als Interessenverband für Jungen, Männer und Väter bezeichnet, vermeidet er Stellungnahmen zu aktuell drängenden und auf Lösungen wartenden Problemen. Die teilweise skandalösen Lebenswirklichkeiten von getrennt lebenden Vätern werden tabuisiert, ebenso die Sorge vieler Männer wegen möglicher Benachteiligungen durch Quotenregelungen im Berufs- und Universitätsbetrieb. Jungs als Bildungsverlierer? Kein Thema beim Bundesforum Männer.

Letztlich macht somit auch das Bundesforum Frauenpolitik und blockiert darüberhinaus Finanzmittel für die vielen kleinen Institutionen, die sich wirklich für Männer einsetzen und kein Feigenblatt des Establishments sind. Das Bundesforum gehört aufgelöst.




Die aktive Vaterrolle, peinliches Geschwätz in einem Land, in dem Väter schon das Umgangsrecht einklagen müssen. Wieviele Frauen treten Erziehungszeiten ab? Eben.

Man kann seine Fortpflanzungschancen nicht nachhaltiger schädigen, als wenn man die Rolle des Hausmanns anstrebt. Und das Jungen in Schule und Uni schlechter abschneiden kann auch nur an der verdummenden Wirkung des Y-Chromosoms liegen.




Ein Text, der sich mit Rollenstereotypen beschäftigt, beklagt sich zugleich über "Jammer-Männer" und fordert damit ein traditionelles Rollenbild ein. Ein Beweis, dass die Emanzipation weiterhin einseitig und eindimensional gedacht wird.

Wenn mir Frauen auf ihrem Emanzipierungsweg den Mittelfinger zeigen und das als Selbstbefreiung zelebrieren, kann ich als Mann ebenfalls den Frauen den Mittelfinger zeigen und mich demnächst zwei Stunden weinend auf die Straße stellen.

Das nennt sich Emanzipation. Das sollte man dann auch von Männern akzeptieren. Alles andere ist ein Doppelstandard. Ein ziemlich unreflektierter dazu.




Der Artikel wurde von Martin Rosowski, dem Vorsitzenden des Bundesforums Männer, geschrieben. Das Bundesforum Männer wird vom Frauenministerium finanziert.

Kritiker des Bundesforums Männer äußern häufiger die Behauptung, dass das Bundesforum Männer nur existiert, um die Anliegen "echter" geschlechterpolitischen Verbänden mit dem Schwerpunkt Männer, Jungen und Väter zu ignorieren (die an einer Beteiligung an dem Bundesforum Männer ausgeschlossen wurden), da man ja bereits mit dem Bundesforum Männer ein Sprechrohr für Männer hat.

Martin Rosowski selbst steht wegen Beleidigung und übler Nachrede in der Kritik.




Ich unterstelle der Autorin, dass sie zumindest versucht hat, einen nicht sexistischen Beitrag zum Thema Gleichstellung zu verfassen. (....) Leider ist es dennoch gescheitert.

Jede Bewegung braucht moralische Unterstützung. Nicht nur von denen, die aktiv Politik betreiben, sondern auch von Leserbriefschreibern und Gesprächspartnern im Alltag. Denn nur so haben auch die Aktiven das Gefühl, dass sie nicht alleine da stehen.

Neben vielen Argumenten ist da immer auch etwas jammern bei. Es ist ja auch gerechtfertigt zu klagen, wenn einem Unrecht wiederfährt. Das tun Frauen schließlich auch. Zu Recht.

Warum heißt es dann in Richtung Männer: "Die Gesellschaft braucht keine Jammer-Männer"?

Weil auch diese relevant sind, wenn es darum geht, etwas in die Öffentlichkeit zu tragen. Was liegt dem Feminismus näher, als alle gegenteiligen Meinungen mundtot zu machen? Das war in den letzten Jahrzehnten doch Standard. Bestes Beispiel war Ester Vilar. Daran hat sich nichts geändert. Nur die Methoden sind subtiler geworden.

Solange so viele Feministinnen einen solch sexistischen und z.T. faschistischen Duktus pflegen und so lange es ein ganzes Ministerium gibt, welches ausschließlich die Belange von Frauen fördert, kann es kein ernsthaftes Miteinander geben.


Man sieht: Deutschlands Männer sind heute schon viel weiter, als es das Bundesforum vermutlich jemals sein wird.



5. Das männerpolitische Blog Toy Soldiers zerlegt den Washington-Post-Artikel einer Feministin, die ihre Söhne öffentlich abkanzelt, weil sie nicht an den Mythos einer "Rape Culture" glauben. Fazit des Artikels:

Allard’s sons heard what she had to say and they are not convinced. It has nothing to do with a lack of courage. Her ideas are moronic and abusive. No right-minded parent would inflict this on their children. Yet it takes a special kind of narcissism, arrogance, entitlement, and hate publicly humiliate your own children for click-bait. What an absolutely horrible parent.


Und genau wegen solcher Frauen haben immer mehr Menschen ein ernsthaftes Problem mit einem derartigen Feminismus.



6. Donald Trump hat eine Women's Empowerment Tour begonnen.



7. News speziell zum Thema Kuckuckskinder gibt es heute hier.

Freitag, September 16, 2016

Vermischtes vom 16. September 2016

1. Wenn immer irgendwo Männer im Durchschnitt erfolgreicher sind als Frauen, ist der Sexismus-Vorwurf nicht weit. Auch Bereiche wie klassische Musik bleiben von diesem Mechanismus nicht verschont. Christian Holst erklärt, warum der Klassikbetrieb keinen Geschlechterkampf braucht. In dem Artikel wird unter anderem der berühmte Dirigent Daniel Barenboim mit der Frage zitiert, ob es in Orchestern nicht sogar allmählich Zeit für eine Männerquote ist.



2. "Wenn ich etwas Feminismuskritisches schreibe", berichtet Harald Martenstein, "kommt jedes Mal mindestens eine Mail, in der meine Entlassung gefordert wird. Diesmal kamen zwei Mails, in denen mir Prügel angedroht wurden."



3. Der britische Telegraph fragt: Is Our Society Doing Enough to Help Young Fathers?



4. Jody Allard leidet in der Washington Post: My Teen Boys are Blind to Rape Culture. Der Artikel erinnert uns daran, dass die meisten von uns es mit ihrer eigenen Mutter vergleichsweise gut getroffen haben. Immerhin wurden wir nicht in einer der meistgelesenen Zeitungen unseres Landes als moralisch und ideologisch unzureichend vorgeführt.



5. Mit "Schattenseiten der Gleichheit" setzt sich die Daily Mail auseinander und fragt: Warum sind so viele Frauen von heute derart aggressiv? Ein Auszug:

Research has (...) found that women are significantly more likely to be verbally and physically aggressive to men than vice versa — something physicians are seeing more of in their clinics.

'We are treating more women than ever who are struggling to regulate their emotions and express themselves appropriately,' says Dr Monica Cain, a counselling psychologist at London's Nightingale Hospital.

So what is causing the red mist to descend for so many women? And why is this anger afflicting so many upstanding women, the sort you might hope would be immune to, or too ashamed of, having outbursts?

Some experts suggest women believe that such outward displays of aggression allow them to seize the initiative from traditionally dominant men. Whether it's in the workplace or around the dining table, shouting, swearing or throwing things are increasingly viewed as valid methods for women to assert themselves.

Dr Elle Boag, social psychologist at Birmingham City University, says: 'Women feel aggression is a form of empowerment. It has become so commonplace that it's not even shameful.'

(...) Frustration at not being able to live up to modern society's high standards is also making many women angry, says Dr Cain. 'Women today expect to have everything, and have it quickly, which results in anger,' she says.




6. Die News-Website "Inquisitr" veröffentlichte gestern einen Artikel über Men's Rights Activism and the Mad Rush to Victimhood. Dessen zentrale These wird in der Überschrfit schon klar: Das Opfer-Abo muss Frauen vorbehalten bleiben. Wenn Männer über Diskriminierungserfahrungen sprechen ist das "mad", "toxic", "misogynist" und "pathetic". Außerdem: "rape culture". Gegen Ende des Artikels entlarvt sich die Autorin als eine von vielen Feministinnen, die sich einfach nur nach dem starken Mann und Beschützer aus einer mythisierten Vergangenheit sehnen:

The world doesn’t need your victimhood, my brothers. It needs your strength. (...) And, it needs you to be strong enough to listen to women, to hear our grievances, and facilitate our solutions without trying to dismiss them or making it all about you. Be heroes. Be strong enough to hold the space for our collective grief and protective enough to fight for the changes we know we need.




7. Das australische Bundesamt für Statistik will aktuell keine Männer mehr einstellen, weil von Männern häufiger häusliche Gewalt ausgehe.



8. Zuletzt: Eine neue Staffel von South Park hat begonnen.

kostenloser Counter