Donnerstag, Oktober 23, 2014

Neue Studie: Männer, nicht Frauen, am häufigsten Opfer von Online-Belästigung

Eine neue Studie bestätigt das Ergebnis einer früheren Untersuchung:

Young women, those 18-24, experience certain severe types of harassment at disproportionately high levels: 26% of these young women have been stalked online, and 25% were the target of online sexual harassment. In addition, they do not escape the heightened rates of physical threats and sustained harassment common to their male peers and young people in general.

Overall, men are somewhat more likely than women to experience at least one of the elements of online harassment, 44% vs. 37%. In terms of specific experiences, men are more likely than women to encounter name-calling, embarrassment, and physical threats.


Wenig überraschend ist, dass Journalisten vor allem die Erfahrungen weiblicher Betroffener problematisieren. Die männerpolitische Website A Voice for Men hat sich diese einseitige Berichterstattung genauer angeschaut. Ein Auszug:

Women, according to the poll, are more likely to be harassed for a sustained period of time, to be stalked, or to be sexually harassed. However, in the category of sustained harassment, the difference between men and women was within the margin of error for the survey. Additionally, the terms "stalking" and "sexual harassment" have become rather blurry lately.

If somebody were to call a woman "cunt," for example, this is now commonly deemed as sexual harassment. To call a man a "dick" is just considered an offensive name, if even that. Even "bossy" has been deemed a form of sexual harassment by many throughout the world, yet telling a man to "man up" or "take it like a man" is socially acceptable.

(...) How unwanted sexual advances or gender-based name-calling is more severe than being threatened with violence escapes me. I am regularly called a "dick" if something I do displeases someone, or told to "man up" if I show the slightest bit of emotion. I have received sexually explicit material from unattractive women on the Internet. I’ve also been threatened with physical violence. Care to guess which bothers me more?

Saying that "sexual harassment" is "more severe" than physical threatening just because women are reporting it at a higher rate is nothing short of misandry. Apparently, Pew, CNN, The Washington Post, and USA Today all think that men are just supposed to put up with threats to their safety, but the world must be called to action to stop women from being offended on the Internet.

Mittwoch, Oktober 22, 2014

Debatte um Martenstein: "Schnell war von Maskus die Rede"

Stefan Winterbauer berichtet über die Geschlechterscharmützel des Tages:

Ironie dringt aber im notorisch aufgeregten Netz nicht durch. Nachdem Martensteins Kolumne online war, ging so mal wieder ein "Aufschrei" durchs Social Web. Martenstein wurde allenthalben mindestens Machotum und schlimmstenfalls Rassismus vorgeworfen. (...) Schnell war bei Twitter von Maskus die Rede (feministischer Begriff für radikalisierte "Männerrechtler"). Die Kampfzone war abgesteckt.


Wie sieht eigentlich ein "nicht-radikalisierter Männerrechtler" aus? Würde gern mal so jemanden kennenlernen. Oder sind Männerrechtler, anders als Feministinnen, automatisch "radikalisiert"? Und Männerrechtler ohne Anführungszeichen – gibt es die auch? Ich stelle mir gerade vor, wie sich Texte läsen, wenn man von Feministinnen bis zu Sozialdemokraten jede politische Gruppierung in Anführungszeichen setzen würde ...

BGH bestätigt: Heidi Külzer muss wegen Vergewaltigungslügen in den Knast

Mit falschen Vorwürfen brachte eine Lehrerin aus dem Odenwald einen Kollegen für fünf Jahre ins Gefängnis. Für ihre Vergewaltigungslügen muss sie nun ins Gefängnis - bestätigte der Bundesgerichtshof.


Die Frankfurter Allgemeine berichtet.

Nadine Lantzsch: Warum ich mich vom Netzfeminismus abgesetzt habe

In einer heute online gegangenen Erklärung legt die bekannte feministische Bloggerin und Buchautorin Nadine Lantzsch dar, weshalb sie sich vom Netzfeminismus zurückziehe. Ein Auszug:

mein leben kotzt mich an. einen großen anteil daran hat diese politgruppe namens netzfeminismus. (...) was mich ärgert ist eine bestimmte attitüde, die von Alphafeministin bis queer underground reicht. Eine inszenierung einer politisch korrekten identität, die getrieben ist von ständiger selbstoptimierung bei permanenter larmoyanz. eigentlich steht das eigene leid 90% der zeit im vordergrund, aber um diese selbstzentrierung zu kaschieren, werden zwischendrin random links und texte umhergeschickt und reflektierte gedanken formuliert, die von anderen beflissentlich gefavt und RT werden. diskriminierend sind immer nur die anderen und eigene privilegien finden tarnung hinter einer rhetorik, die kritik abprallen lässt. vieles davon finde ich extrem emotionslos und irgendwie mechanisch, so als sei aus den leuten das leben herausgesaugt, als würde die welt nur noch darin bestehen, von ihnen benannt, einsortiert, bewertet und politisiert zu werden.


Hier findet man den vollständigen Essay.

Schweizer Experte für häusliche Gewalt: "Männer müssen die Daseinsberechtigung als Mann einfordern"

Besonders schlimm sei für die Betroffenen, wenn sie von der Polizei nicht ernst genommen würden. "Es gibt Männer, die von Polizisten ausgelacht wurden." Dass Polizisten im Umgang mit männlichen Opfern manchmal wenig sensibel seien, weiss auch Matthias Lüscher, Stellvertretender Stellenleiter Aargauer Anlaufstelle Häusliche Gewalt. (...) Die Männer müssten sich auf den Weg machen, sagt Lüscher. "Was Frauen durchgemacht haben an Emanzipation, steht Männern wohl noch bevor. Sie müssen die Daseinsberechtigung als Mann einfordern." Das sei nicht als Geschlechterkampf zu verstehen. Es brauche aber noch viel Sensibilisierung, damit Gewalt an Männern nicht mehr bagatellisiert werde und Männer sich trauten, Hilfe zu holen, sagt Lüscher.


Die Aargauer Zeitung veranschaulicht an einem aktuellen Fall und einigen Anmerkungen des Schweizer Männerrechtlers Oliver Hunziker, warum feministische Demagoginnen noch heute tönen können, schwere häusliche Gewalt gebe es fast ausschließlich gegen Frauen. ("Der Ehemann der Portugiesin fuhr nach dem Stich mit dem Zug nach Aarau und von dort in die Notaufnahme des Kantonsspitals. Er sagte den Ärzten, seine Stichverletzung im Bauch stamme von einem Velounfall. Die Verletzung war lebensbedrohlich.")

Glückliche Schweiz, in deren Medien Männerrechtler mittlerweile immer öfter zu Wort kommen! Deutschlands Medien sind nach wie vor zum größten Teil lobbyhörig und korrupt.

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15jährige gesteht: Vergewaltigung im Stadtpark war erfunden

Die Hamburger Morgenpost berichtet.

Männerrechtler schließen sich Kampagne gegen häusliche Gewalt an

Die US-amerikanische männerpolitische Plattform A Voice for Men hat eine neue Website hochgezogen. Paul Elam erklärt die Hintergründe. Der erste Leserkommentar: "Das ist irgendwie genial."

"Romantik-Tourismus" in Kenia blüht

While visiting the country’s numerous beautiful beaches, Ama was struck by the many older European women she saw carousing with young Kenyans. When she inquired with one of the women, she found that she was witnessing what many call “Romance tourism” — lonely men and women who travel to impoverished countries in search of companionship and locals who willingly oblige, in exchange for gifts, free meals, and, sometimes, cold hard cash.


"Men and women" ... Es sind diesem und anderen Artikeln zufolge weit überwiegend Frauen, die dieses Angebot nutzen. Und obwohl ein verlinkter enzyklopädischer Beitrag verrät, dass man "Romantik-Tourismus" und Sextourismus letztlich nicht voneinander trennen kann, findet man in der Fotostrecke des Beitrags über "Romantiktourismus" Sätze, die man in Beiträgen über Sextourismus nie fände:

Many women get caught up in the fantasy and experience hurt, confusion, and anger when they realize that they were just being used.


Und selbst den folgenden Satz gäbe es über Sextourismus mit männlichen Reisenden – beispielsweise nach Thaland – nie zu lesen:

Most of the time, however, the women are aware that both are using each other. One for companionship and the other for economic security.


Der kulturellen Massenhypnose, der zufolge Männer Schweine und Frauen Opfer sind, ist nur schwer zu entkommen.

Lucas Schoppe: "Die Gewalt der vierten Gewalt"

Wie stellt die Presse Menschen dar, die an Geschlechterdebatten ohne die Selbstverpflichtung auf gewohnte Deutungsmuster – "Patriarchat", Männerherrschaft, Frauenunterdrückung – teilnehmen möchten? Für Männerrechtler, Feminismuskritiker, Väterrechtler, MHRAs (Men’s Human Rights Activists) gibt es dabei vorerst drei erlaubte Kategorien: Sie sind lächerlich, sie sind bedrohlich, oder sie sind beides.

(...) Ein gemeinsames Problem der genannten Beispiele ist, dass Journalisten in der Überzeugung, für eine gute und richtige Sache einzutreten, Tatsachen verdrehen oder verschweigen, Freund-Feind-Bilder betonieren, niemals an mehreren Perspektiven auf dasselbe Problem interessiert sind und dabei ihre Leser entweder manipulieren oder vor den Kopf stoßen, aber weder informieren noch überzeugen.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Siehe dazu auch: Was regt Sie an Journalisten auf? Schreiben Sie es mir.

Lesermail (Die Welt)

Einer meiner Leser mailt mir zu diesem Artikel, den ich vorgestern auf Genderama verlinkt hatte:

Hallo Herr Hoffmann,

interessant ist, das zu diesem Artikel kein einziger Kommentar veröffentlicht wurde. Einschließlich zweier von mir.

Ich habe, ohne übergriffig zu werden, einen Bogen gespannt vom Thema der japanischen Goldröckchen über die Goldröckchen in Politik und Wirtschaft und der Tatsache, dass öffentliche Aufträge hierzulande nur an Firmen mit intensiver Gleicherberechtigung vergeben werden, und dem übergroßen Erfolg einiger öffentlicher Großprojekte bis hin zu den Kosten für Genderforschung, Frauenförderung und Arbeitsbeschaffung für Frauen innerhalb der Verwaltung.

Und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass das Thema einige Kommentare gezeitigt hat.

"Sehr geehrter Herr Martenstein, Sie sind ein Rassist"

Manche Leute mögen es so gar nicht, wenn ihnen jemand die Schwachstellen ihrer Ideologie aufzeigt. Dass Martenstein gerade kein Rassist ist, sondern die bedenkliche diffamierende Rhetorik zweier "Zeit"-Autorinnen sichtbar macht, scheint Caspar Clemens Mierau intellektuell nicht zugänglich zu sein, weshalb er nur noch mit einer Beschimpfung antworten kann. Ja, einige in der Linken sind uns wirklich nur noch peinlich.

Montag, Oktober 20, 2014

Berlins Supermärkte müssen künftig Gender-Toilette bieten

Der Berliner Kurier berichtet.

Japanische Regierung hat ein Frauenproblem

Premierminister Abe sagte in einer fünfminütigen Ankündigung vor der Presse am frühen Nachmittag, dass er den Rücktritt der Ministerinnen mit Bedauern akzeptiert habe. Er entschuldigte sich mit einer kurzen Verbeugung und sagte, er trage die Verantwortung für die Ernennung der Ministerinnen. Noch im Laufe des Tages wolle er "passende" Nachfolger finden – ob Mann oder Frau, sagte er nicht. Abe begegnete damit wiederholter Kritik an der Wahl seiner Ministerinnen. Die Opposition hatte ihm vorgeworfen, sie aufgrund ihres Geschlechts, nicht aufgrund ihrer Befähigung berufen zu haben.


Die Welt berichtet.

Monika Ebeling: "Männer, hört endlich auf damit!"

Männer sollten in der erzwungenen Kontroverse um die Rechte von Frauen keine gleichberechtigten Partner mehr sein. In der Tat fokussierte sich der Kampf prinzipiell auf Vorteile für Frauen. Männer wurden weder einbezogen, noch in der Sache befragt oder konstruktiv berücksichtigt. Im Gegenteil wurden er und seinesgleichen zum Feindbild stilisiert. In Frauengruppen wurde Wut gegen Männer geschürt, die ihresgleichen suchte, und ein feministischer Narzissmus gepflegt, der es in sich hat. Männer wissen das – und halten bis heute weitgehend still.

Diese Aushaltetaktik ist aber weder "Ritterlichkeit" gegenüber Frauen noch "Einfühlungsvermögen" in deren Wünsche geschuldet. Im Gegenteil. Männer werden demoralisiert und erleben teilweise nicht wieder gutzumachende Schäden. Umgekehrt würde ein solches Vorgehen einen Bürgerkrieg provozieren. Das männliche Dominanzverhalten wird gesellschaftlich geächtet, gesetzlich verfolgt und sein Verhalten allgemein als menschlich verwerflich geahndet. Der Mann jedoch lässt sich freundlich lächelnd, bis zuletzt hoffend, und viel (ver)schweigend immer wieder an den Pranger stellen. Männer, hört endlich auf damit!


Hier findet man den vollständigen Text.

Chefredakteur: "Viele Journalisten halten den Meinungsdruck ihrer linken Kollegen nicht aus"

Ich habe in den letzten Jahren viele gute linke Journalisten verloren, weil sie den Gruppendruck innerhalb unseres journalistischen Milieus, das mehrheitlich links von der Mitte steht, nicht mehr ertragen haben. Der Druck wird meistens subtil ausgeübt: Wie kannst du bloss für einen solchen Chefredaktor arbeiten, der solche Ansichten vertritt? Dass sie selbst jederzeit schreiben durften, woran sie glaubten: Es half ihnen in solchen Gesprächen nichts. Ich habe aus Überzeugung nie etwas zensiert, und ich glaube, es gibt niemanden, der bei der BaZ war, der das bestreiten würde. Aber ich habe festgestellt, dass für manche Journalisten diese Liberalität nicht reicht. Es störte sie nicht, dass sie schreiben konnten, was sie wollten, sondern es störte sie, dass auch ich schrieb, was ich wollte.


Hier findet man das vollständige Interview.

USA: Kritiker der neuen Verordnungen zu "sexuellen Übergriffen" schwer zu diffamieren

Die linke US-Website The Daily Beast berichtet darüber, dass sich unter den Kritikern der neuen Verordnungen an amerikanischen Universitäten auch viele Linksliberale und sogar Feministinnen finden:

'Thus, the Harvard signatories include not only noted criminal defense attorney Alan Dershowitz, who has long been viewed as right of center in the culture wars, but preeminent African-American law professor and Barack Obama’s mentor Charles Ogletree and several renowned female jurists such as veteran civil rights attorney Nancy Gertner, constitutional scholar Martha Field, and feminist legal theorist Janet Halley. This protest is not easy to dismiss as a right-wing anti-woman backlash.

The Harvard 28 join other liberal and feminist dissenters from the campus anti-rape crusade. Among them is George Washington University law professor John Banzhaf, a public interest attorney who has not only battled the tobacco and food industries but championed women’s rights in major sex discrimination cases, notably thepush to force the Citadel military academy to admit women in the late 1980s. (His website boasts that he has been called a “radical feminist.”) In the past several months, Banzhaf has focused much of his attention on what he believes is a massive attack on the rights of students accused of sexual misconduct. The title of one of his press releases speaks for itself: "Illegals at Border Have More Rights Than College Students Accused of Rape."


Hier findet man den vollständigen Artikel. Man sollte vielleicht mal Thomas Gesterkamp, Andreas Kemper, Hinrich Rosenbrock oder Robert Claus rüberschicken; dann werden aus all diesen linksliberalen Bürgerrechtlern schnell "Rechte". (Die Wikipedia kann man ja auch problemlos entsprechend frisieren.)

Sonntag, Oktober 19, 2014

Neue Gruppe: Women Going Their Own Way

Geht man nach einer kürzlich online gegangenen Website, scheint eine neue geschlechterpolitische Gruppe am Start zu sein: Women Going Their Own Way. Der Name klingt wie ein Gegenstück zu den Men Going Their Own Way, die sich einer männerfeindlichen Gesellschaft und einer Partnerschaft in dieser Gesellschaft zunehmend verweigern, was unter dem Schlagwort Streik der Männer bekannt wurde.

Ihrer Eigendarstellung nach zu urteilen, sind die Women Going Their Own Way feminismuskritisch aufgestellt. Ihre zentrale Forderung lautet, dass Frauen von ihrem Sockel herunterkommen sollten und Männer von ihrem Pferd, auf dem sie sich als "weiße Ritter" präsentieren, die Frauen bei allem helfen müssen:

Women Going Their Own Way (WGTOW.net) is for women who have no interest in male chivalry, and no interest in being damselled or pedestalized.

In place of these inane stereotypes, it’s time for a real movement to transcend them instead of waiting for a faux movement that promised to discard gender assumptions but did little more than entrench them further.

Women Going Their Own Way can be viewed as a counterpart to the Men Going Their Own Way movement, but it is no mere copy. The idea of self-determined men and women, and the phrase ‘go your own way’ is hundreds of years old, serving as a call to integrity and independence that can’t be limited to one gender or group.

We no longer wish to be held to the ridiculous standard of goddesses, and we don’t need to be seen as damsels in distress. And we sure as hell don’t need to be fawned over by chivalric knights and heroes; men can leave their suits of armor and jousting utensils at home. All we ask is to be seen as human beings instead of stereotypes, and even if you can’t extend that grace, you can rest assured we will be extending it to ourselves.


In den letzten Jahren ist eine feminismuskritische Frauengruppe nach der anderen aufgeblüht (etwa die Töchter der Freiheit, die Women Against Feminism, die Women for Men, die Honey Badgers und andere Unterstützerinnen der Männerrechtsbewegung). Auch dadurch kommt die bisherige Einseitigkeit der Geschlechterdebatte immer mehr ins Rutschen.

Mann aus Jena gründet eigene Hodenkrebs-Stiftung

Die Ostthüringer Zeitung berichtet.

Samstag, Oktober 18, 2014

Großbritannien: Zahl einsamer Männer wird bis 2030 um eine Million steigen

The number of men over the age of 50 suffering from severe loneliness in England will increase to more than 1 million in the next 15 years, research based on government statistics has revealed. (...) Men with poor health, low incomes, few qualifications and living in rented housing are hit hardest by loneliness, which Independent Age defines as the feeling of not liking isolation. Mother Teresa said it is "the worst disease that any human being can ever experience".


Hier geht es weiter.

RTL beklagt Männerdiskriminierung (Video)

Jörg Zajonc, Geschäftsführer bei RTL West, findet mit einem Fahrdienst für Frauen als Aufhänger einige deutliche Worte zur aktuellen Geschlechterdebatte.

Freitag, Oktober 17, 2014

Transsexueller darf Minderheiten nicht repräsentieren, weil er jetzt ein weißer Mann ist

Die Nachrichten von amerikanischen Unis werden täglich abstruser. Wenn man ein Blog wie dieses schreibt, fühlt man sich, als würde man in einer bizarren Kreuzung zwischen "Picket Fences" und "South Park" leben:

A student who was born female felt perfectly comfortable identifying as a man at Wellesley College — until people said he shouldn’t be class diversity officer because he is now a white male.

Timothy Boatwright was born a girl, and checked off the "female" box when applying to the Massachusetts all-women’s school, according to an article in the New York Times. But when he got there, he introduced himself as a "masculine-of-center genderqueer" person named "Timothy" (the name he picked for himself) and asked them to use male pronouns when referring to him.

And, by all accounts, Boatwright felt welcome on campus — until the day he announced that he wanted to run for the school’s office of multicultural affairs coordinator, whose job is to promote a "culture of diversity" on campus.

But some students thought that allowing Boatwright to have the position would just perpetuate patriarchy. They were so opposed, in fact, that when the other three candidates (all women of color) dropped out, they started an anonymous Facebook campaign encouraging people not to vote at all to keep him from winning the position.


Im zitierten Artikel der New York Times heißt es:

I asked Timothy what he thought about that argument, as we sat on a bench overlooking the tranquil lake on campus during orientation. He pointed out that he has important contributions to make to the MAC position. After all, at Wellesley, masculine-of-center students are cultural minorities; by numbers alone, they’re about as minor as a minority can be. And yet Timothy said he felt conflicted about taking a leadership spot. "The patriarchy is alive and well," he said. "I don’t want to perpetuate it."


Sieh's ein, Timothy: Du hast dich für die Identität eines weißen Mannes entschieden – was anderes war wohl gerade nicht frei? –, bist damit auf der dunklen Seite der Macht gelandet und gehörst von anständigen Menschen bekämpft. So wie wir alle. Das gehört zum Engagement gegen Sexismus einfach dazu.

Andere transsexuelle Studenten haben der New York Times zufolge an Wellesley übrigens auch Probleme:

Even with the increased visibility of trans students on campus, Jesse stood out. When he swiped his Wellesley ID card to get into friends’ dorms, the groundskeepers would stop him and say, "You can’t go in there without a woman to escort you." Residential directors who spotted him in the dorm stairwells told him the same thing. In his own dorm, parents who were visiting their daughters would stop him to ask why he was there. Because bathrooms in the dorms are not labeled "women" or "men" but rather "Wellesley only" and "non-Wellesley," students who didn’t know Jesse would call him out for using the "Wellesley only" bathroom instead of the one for visitors. When he tried to explain he was a Wellesley student, people sometimes thought he was lying.

(...) Some female students, meanwhile, said Wellesley wasn’t female enough. They complained among themselves and to the administration that sisterhood had been hijacked. "Siblinghood," they argued, lacked the warm, pro-women connotation of "sisterhood," as well as its historic resonance. Others were upset that even at a women’s college, women were still expected to accommodate men, ceding attention and leadership opportunities intended for women. Still others feared the changes were a step toward coeducation. Despite all that, many were uneasy: As a marginalized group fighting for respect and clout, how could women justify marginalizing others?

(...) Kaden Mohamed said he felt downright objectified when he returned from summer break last year, after five months of testosterone had lowered his voice, defined his arm muscles and reshaped his torso. It was attention that he had never experienced before he transitioned. But as his body changed, students he didn’t even know would run their hands over his biceps. Once at the school pub, an intoxicated Wellesley woman even grabbed his crotch and that of another trans man.


Ich habe den Eindruck, hier treten unangenehme Wahrheiten zutage, deren Bedeutung weit über ein einzelnes College in den USA hinausgeht.

Schmelcher-Artikel stark in der Kritik

Genderama hatte vorgestern einen Artikel Antje Schmelchers von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verlinkt und passagenweise daraus zitiert, in dem neue Wege im Sexualkundeunterricht scharf angeprangert wurden. Nun gibt es deutliche Kritik an Schmelchers Artikel.

Donnerstag, Oktober 16, 2014

"Naomi Wolf hält Mordvideos des IS für Fälschungen"

Henryk M. Broder berichtet und kommentiert.

Wendy Kaminer: "Panikmache gegen Vergewaltigungen an Unis erinnert an die Angst vor der Roten Gefahr"

Die bekannte Autorin und Rechtsanwältin Wendy Kaminer ist mit der aktuellen Rhetorik zu sexueller Gewalt – und den Niederschlag dieser Rhetorik in Gesetze – nicht einverstanden:

I’m a feminist, or so I have always thought, given my decades of advocacy for unqualified sexual equality and reproductive choice. But according to feminist matriarch Gloria Steinem and sociologist Michael Kimmel, I am in fact an ‘opponent of women’s equality and their right to make decisions about their own bodies’. Why? Because I oppose California’s new affirmative-consent law governing sexual conduct on college campuses.

Why is support for this legislation a test of your commitment to equality? In a recent New York Times op ed, Steinem and Kimmel describe the requirement that each person involved in a sexual encounter obtain ‘ongoing affirmative consent’ as the only reliable defence against legalised rape. ‘Only an explicit “yes” can be considered consent.’ Feminists who have long demanded that government stay out of the bedroom are now inviting it into the dorm room.

I wonder: have Kimmel and Steinem abided by this rule themselves, by requesting, receiving, and rendering ongoing affirmative consent throughout their many sexual encounters over the years? I doubt it, and I wonder too how any sexually experienced adult can reconcile legal theories of explicit, ongoing consent with real-life, human behaviour.


Die bereits angesprochene feministische Rhetorik zu diesem Thema ist Kaminer zufolge dafür geeignet, "willkürliche und diskriminierende Zwangsregime zu ermöglichen", wobei Kaminer die Unterstützung dieser Rhetorik durch die Redaktion der New York Times als besonders bedenklich herausstellt. Kaminer sieht Parallelen zwischen der aktuellen Hysteriewelle in Bezug auf sexuelle Gewalt und der ebenfalls hysterischen Furcht vor dem Kommunismus in den USA der fünfziger Jahre:

Once, authoritarian, right-wing officials hunted down suspected communists and communist sympathisers on campus. Mid-twentieth century red scares abated, after inflicting considerable damage, but the hysteria that shaped them always lies beneath and periodically erupts. Today, authoritarian, left-wing officials are targeting alleged sexual predators on campus, with similar disregard for civil liberty. (...) Affirmative-consent requirements and the conviction bias underlying the new approach to alleged campus assaults practically ensure that students accused of sexual assault will be found guilty of it. Advocates for self-identified victims don’t regard this as an injustice because they believe false accusations of rape are extremely rare or simply theoretical, not actual, possibilities.

They also tend to trivialise the consequences of guilty findings in campus cases: since campuses are not courts of law, advocates argue, students are ‘merely’ suspended or expelled, not convicted of crimes and subject to imprisonment. But they are labelled rapists and likely to be denied admission to other colleges and universities. Their educations and careers are derailed, at best. Innocent students wrongly accused of rape (and wrongful accusations are proffered) may be as traumatised as some rape victims.


Da die neuen Gesetze notwendigerweise geschlechtsneutral formuliert sein mussten, fragt sich Kaminer, ob die feministische Reaktion mit demselben automatischen und bedingungslosen Glauben an die Darstellung des angeblichen Opfers begleitet sein wird, wenn das angebliche Opfer nicht weiblich und der angebliche Täter nicht männlich ist:

Will feminists and other victims’ rights advocates reflexively ‘believe the victim’ when both victim and accuser are female or when both are male? I suspect not. Political correctness will be of little use in determining the truth or accuracy of accusations in cases involving same-sex couples, or transgendered people. Sexuality is fluid, gay and transgendered rights activists remind us, a perspective that could expose the injustices of an approach to sexual assault based partly on traditional sexual stereotypes.


Zuletzt macht Kaminer darauf aufmerksam, dass das totalitäre Bestreben von Menschen wie Gloria Steinem und Michael Kimmel sich nicht auf den Campus begrenzen dürfte:

But, in the meantime, activists focused on heterosexual relations who believe that affirmative-consent rules and minimal standards of proof are essential to the just disposition of rape claims will probably not content themselves with campus reforms. Gloria Steinem and Michael Kimmel, for example, insist that an ongoing ‘explicit yes’ rule is ‘completely logical, and fully consistent with adjudicating other crimes’. Why, then, should it only apply to colleges and universities? And if we’re supposed to ‘believe the victim’ on campus, why not believe her off campus, as well? Civil libertarians should take note: assaults on the fundamental presumption of innocence and due process in rape cases that begin on campus are unlikely to end there.

Aufnahmetest für Feuerwehr: Alle Frauen fielen durch

Die News-Seite nachrichten.at berichtet; der Artkel ist allerdings nur nach Anmeldung lesbar. Freundlicherweise hat mir der Leser, der mich auf diesen Artikel aufmerksam machte, den Beitrag nicht nur in Kopie zukommen lassen, sondern auch für Genderama seinen Inhalt zusammengefasst und kommentiert:

Die Berufsfeuerwehr in Linz macht einen Aufnahmetest für neue Mitglieder.

Es bewerben sich zehn Frauen. Fünf davon, obwohl sie wissen, dass sie die Kriterien nicht erfüllen. Die fünf werden sofort abgewiesen.

Die sechste ist gar nicht erst angetreten.

Die restlichen vier sind wegen mangelnder körperlicher Eignung durchgefallen. Und das, obwohl das Gleichbehandlungsbüro für sie ein Extra-Training organisiert hatte. Obwohl sich das Büro Gleichbehandlungsbüro nennt, durften die Männer bei diesem Training nicht mitmachen.

Das Training war leider umsonst, die Damen konnten nicht in 2 Minuten eine 30 Meter hohe Leiter raufklettern. Dabei sind das nur 25 Zentimeter pro Sekunde.

Was fordert die Linzer Gleichbehandlungsbeauftragte jetzt? Die Frauen sollen ungleich behandelt werden, indem sie leichtere Testkriterien bekommen.

Vor meinem geistigen Auge stehe ich gerade im zehnten Stock auf dem Fensterbrett. Hinter mir brennt das Zimmer, die Kleidung am Rücken beginnt bereits zu rauchen. 30 Meter unter mir sehe ich eine Feuerwehrfrau, die sich über die Leiter auf den Weg zu mir macht. Den Rest will ich mir nicht ausmalen ...


In dem Artikel selbst heißt es:

Die Linzer Gleichbehandlungsbeauftragte Patricia Kurz-Khattab übt jetzt harsche Kritik an den Testkriterien. Sie fordert eigene Limits für weibliche Bewerber, "wie sie bei Bundesheer und Polizei schon gang und gäbe sind."

Der Standweitsprung sei eine Herausforderung gewesen, sagt Kurz. In fünf Sprüngen musste man mindestens elf Meter weit kommen: "Natürlich ist da ein groß gewachsener Mann gegenüber einer 1,60 Meter kleinen Frau klar im Vorteil."

(...) Kritik übt auch der Linzer Feuerwehrreferent Stadtrat Detlef Wimmer (FPÖ). Allerdings an dem "Spezialtraining", das die weiblichen Bewerberinnen an drei Tagen mit Unterstützung eines vom Gleichbehandlungsbüro zur Verfügung gestellten Trainers absolviert hätten. Männer, die mittrainieren wollten, seien abgelehnt worden. Das widerspreche der Gleichbehandlung und sei der Grund, warum sich ein Linzer Model, das auf einem Plakat der Stadt Linz für die Berufsfeuerwehr wirbt, mittlerweile öffentlich davon distanziert habe.

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