Montag, September 22, 2014

Heute vor zehn Jahren ...

... war dies der erste Blogeintrag in Genderama.

Es ist ein zwiespältiges Jubiläum. Einerseits ist die Leserschaft dieses Blogs seitdem immens gewachsen, und es erhält an Spitzenzeiten knapp unter 6000 Zugriffen pro Tag. Gewachsen ist auch die Männerbewegung und die von ihr geleistete Welle der Aufklärung über Sexismus gegen das angeblich herrschende Geschlecht. Unter dem Label "Jahr des Mannes" zeigt Genderama momentan immer wieder, an wie vielen Stellen von verschiedenen Männern (und Frauen!) gebohrt wird. Andererseits hat sich an der Genderama-Schlagzeile von damals – "Gleichstellungspolitik vernachlässigt Männer" – seitdem trotz eines immensen Aufwands an Lebenszeit nichts geändert, den so mancher Männerrechtler in den letzten zehn Jahren erbracht hat. Die Front des alten sexistischen Etablishments aus Politik, Medien und Teilen des akademischen Betreibs steht nach wie vor wie eine Eins, und die Genderama-Beiträge über Fälle, bei denen Männer von unserem System einen Stiefeltritt in die Fresse bekommen, überragt die Jahr-des-Mannes-Beiträge noch immer. Dass ausgerechnet Feministinnen über Burn-Out und Depressionen klagen, kann einen da nur noch den Kopf schütteln lassen.

Vielleicht kann das aber auch daran liegen, dass die wirkliche Action immer noch außerhalb Deutschlands stattfindet. Während in deutschen Blogs die 180ste Debatte über "Kulturmarxismus" und andere Nebenthemen geführt wird – anscheinend um die weit wichtigere und schwierigere Frage zu vermeiden, was man denn praktisch tun könnte, um Männern mehr Gehör zu verschaffen – finden männerpolitische Aktionen, die eine breite Öffentlichkeit erreichen, nach wie vor in erster Linie in Großbritannien, den USA und Kanada statt. Die deutsche Männerbewegung hat immer noch ein Handeldefizit. Wir haben unsere "Ice Bucket Challenge" schlicht noch nicht gefunden, die einen derart starken viralen Effekt ausübt, dass man uns nicht mehr übersehen kann.

Was Genderama angeht, möchte ich dieses Jubiliäum aber vor allem nutzen, um denjenigen Lesern zu danken, die mich mit Hinweisen auf relevante Meldungen versorgt, sowie all denen, die Beiträge dieses Blogs fleißig verlinkt haben, um mehr Menschen auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen.

Großbritannien: Tausende vergewaltigte Männer dürfen nicht länger ignoriert werden

Charlotte Lytton berichtet und kommentiert.

Bekannte Feministinnen verlassen Piratenpartei

Schiff geentert, Schiff gegendert, sinkendes Schiff verlassen: Anke Domscheit Berg und Anne Helm tun es Julia Schramm nach und schließen sich einer neuen Welle von Parteiaustritten an (dasselbe tut Lars Reineke mit zahlreichen Attacken auf einen "stramm konservativen Vorstand", "rechtskonservative Spalter" und dergleichen mehr).

Sonntag, September 21, 2014

Titelgeschichte: "Warum der Feminismus versagt hat"

Warum der Feminismus versagt hat und Frauen wieder zurück an den Herd wollen ist die von Angelika Hager verantwortete Titelgeschichte in der aktuellen Ausgabe des österreichischen Nachrichtenmagazins "Profil". Hager veröffentlicht dieser Tage auch ein Buch zu diesem Thema: Schneewittchen-Fieber: Warum der Feminismus auf die Schnauze gefallen ist und uns das Retro-Weibchen beschert hat. Nach der Lektüre dieser Coverstory, verkündet Profil-Herausgeber und Chefredakteur Christian Rainer, "wünschte Alice Schwarzer wahrscheinlich, das Steuerthema wäre ihr größtes Problem gewesen".

Männerkongress der Uni Düsseldorf beendet

Der dritte wissenschaftliche Männerkongress an der Universität Düsseldorf ging gestern zu Ende – nicht ohne das nach diesen Kongressen verabschiedete Thesenpapier mit Forderungen an die Politik.

Kritisch zu diesem Thesenpapier äußerte sich bereits der Bildungsforscher Michael Klein.

Auch wenn man sich dieser Kritik nicht anschließen mag, fällt auf, wie wenig Resonanz es von Medienseite bislang auf den Männerkongress gibt. Über den Männerkongress 2010 berichteten noch Spiegel-Online, die Stuttgarter Nachrichten und wegen Gewaltdrohungen gegen einer der Redner (Professor Amendt) die liberale Zeitschrift "eigentümlich frei". Der Männerkongress 2012 sorgte schon vorab für Aufregung: Feministinnen wollten ihn unmöglich machen und randalierten gegen die Veranstaltung, in der "taz" geiferte zuverlässig Thomas Gesterkamp schon mal vorab. Der Kongress landete auf der Titelseite des Blattes und gab später Anlass zum Streit der Woche. Sachlicher als Gesterkamp und die "taz" berichteten Der Westen und die Frankfurter Rundschau über den Kongress.

Gut, vielleicht müssen all die Artikel über den aktuellen Männerkongress erst noch geschrieben werden. Bis dahin hat man allerdings den Eindruck, dass mangels streitbarer Themen und Verstößen gegen den feministischen Zeitgeist sich für den aktuellen Männerkongress kaum jemand so richtig interessierte. Ich bin gespannt, ob die Veranstalter in zwei Jahren wieder ein wenig mutiger werden.

Samstag, September 20, 2014

Warum feministische Ideologen beim Umschreiben der Wikipedia leichtes Spiel haben

Thorsten hat sich die Mechanismen der Online-Enzyklopädie einmal genauer angeschaut.

Freitag, September 19, 2014

Satire: Online-Universität profitiert von Rape-Culture-Hysterie (Video)

Ein aktuelles Fundstück aus dem Web.

So eine moralische Panik ist schon eine verrückte Sache ...

Siehe zum selben Thema ein weiteres Video: War on Men?

Kachelmann klagt gegen Staatsanwaltschaft Mannheim

Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet.

"Studio Düsseldorf" berichtet über Männerkongress

Zunächst die gute Nachricht: Auch Männer haben Emotionen.


Hier geht es weiter (wenn Sie nach dieser Einleitung noch Lust haben).

Das verschwiegene Schicksal der Kinder-Bräutigame

Es gibt eine ganze Reihe von Leiden, um die sich Medien, Politiker und die meisten Hilfsorganisationen nicht kümmern, weil davon ja doch nur männliche Wesen betroffen sind und über die deshalb nur diese "angry white men" und rechtsradikalen Maskulisten berichten, über die man in letzter Zeit so viel liest. Eines dieser Leiden trifft die männlichen Opfer von Zwangsheirat:

Across the globe, millions of boys and girls are betrothed so young they spend the majority of their adolescence already married. [The boys] are often forced to drop out of school and take menial jobs to support their new family. This perpetuates the cycle of poverty that led to their marriage in the first place. Generation after generation will struggle to lift themselves out of this tradition.

In fact, 156 million men alive today were married as children, according to the most recent UNICEF data. Despite that massive figure, there is scant research or work being done to address the issue of child grooms, meaning there are tens of millions of young boys and men who are almost virtually invisible in research, advocacy, and on-the-ground prevention work.

(...) There is little empirical data on how an early marriage affects young men. A variety of experts from the leading international organizations working to combat child marriage expressed a gap in knowledge about the issue of underage grooms. Neither UNICEF, Girls Not Brides, the Population Council, nor the International Center for Research on Women (ICRW) had experts who could speak about the impact of marriage on boys.

"We think child marriage and gender-based violence are problem of girls and we tried to empower women and girls only, we didn’t try to convince men," Dhakal says. "Their position behavior and attitude are also the values of the community—but it took time to realize." She believes it won’t be until men are targeted that child marriage will finally be eliminated.

"The child marriage issue is not an issue of only girls, not only an issue of communities—it’s a human rights issue, an issue of global civilization, and modern civilization," Dhakal says.


Das ist aber eine hochproblematische Einstellung, Frau Dhakal. Wenn Sie mit dieser Einstellung in Deutschland leben würden, dann, so vermute ich mal, würde Thomas Gesterkamp erklären, warum man Sie gesellschaftlich ausgrenzen sollte, Hinrich Rosenbrock würde Sie mit einem rechtsradikalen Massenmörder gleichsetzen, Andreas Kemper und sein Klüngel die Wikipedia so frisieren lassen, dass Sie als eine emotional gestörte Person erscheinen, Robert Claus darüber philosophieren, ob Sie mit so einer Haltung überhaupt "salonfähig" sind, und wenn Sie deswegen irgendwann "angry" werden, wird das Bundesforum Männer Veranstaltungen organisieren, die Sie mit Nazis gleichsetzen. So läuft das nämlich hier im zivilisierten Deutschland, denn unsere Geschlechterpolitik ist progressiv und emanzipiert. Da könnt ihr patriarchalen Nepalesen noch einiges von lernen.

O ja, und sämtliche Medien würden Sie und Ihre Ansätze für beide Geschlechter statt nur eines von ihnen totschweigen. Aber das zumindest kennen Sie ja ohnehin schon sehr gut.

FOCUS: "Hohe Dunkelziffer: Warum den Opfern weiblicher Sextäter niemand glaubt"

Na schau, ein bisschen was bewegt sich auch in deutschen Leitmedien, was die Thematisierung sexueller Gewalt gegen Männer angeht:

Eine Frau missbraucht ihren Partner oder sogar ein Kind. Als Täterin wird sie trotzdem nicht wahrgenommen. In der Gesellschaft existieren Frauen als Täter nach Ansicht von Experten de facto nicht. So gibt es keine offiziellen Zahlen zur Missbräuchen durch Frauen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

Dementsprechend warnen Fachleute vor einer Bagatellisierung von Gewalt und sexuellen Übergriffen, die von Frauen ausgehen. Sogar erwachsene Männer können Betroffene häuslicher Gewalt werden, sagt die Sexualwissenschaftlerin Astrid Herrmann-Haase im Interview. Sie arbeitet in Magdeburg als Therapeutin mit jungen Menschen, die zu Sexualtätern wurden. Wissenschaftlich beschäftigt sie sich mit sexuell gewalttätigen Frauen. Im Landesverband Sachsen-Anhalt der Organisation pro familia ist Herrmann-Haase als stellvertretende Vorstandsvorsitzende tätig.


Natürlich ist "sogar erwachsene Männer können Opfer werden" im deutschen Magazin FOCUS noch weit entfernt von "mehr Männer als Frauen werden Opfer sexueller Nötigung" in der US-amerikanischen Zeitschrift TIME. Aber hierzulande muss man sich als Männerrechtler ja auch über kleine Fortschritte freuen. Und ganz ohne feministischen Unfug kommt auch Herrmann-Haase nicht aus:

Männer bestimmen über Sex und dessen Grenzen. Zum Beispiel endet bei heterosexuellem Kontakt der Geschlechtsverkehr immer noch häufig, wenn der Mann einen Orgasmus hat - die Lust der Frau bleibt außen vor und wird übergangen.


Tatsächlich berichtete bereits das 2001 veröffentlichte Fachbuch Sexualmedizin: "Die negative Konnotierung männlicher Sexualität macht diese – mehr oder minder auch in der Selbstwahrnehmung der Männer – zum Problem, wenn nicht gar zur Gefahr. Zusammen mit dem viel stärker gewordenen Anspruch der Frauen auf sexuelle Selbstbestimmung, Initiative und der Bereitschaft, Wünsche und Abneigungen deutlich zu äußern, hat dies viele Männer in eine defensive Haltung geführt und ihr Selbstverständnis nachhaltig gestört." Während Frauen in den letzten Jahren immer mehr dazu ermuntert worden seien, ihre eigenen Bedürfnisse zu benennen und einzufordern, wurde dasselbe Verhalten bei Männern als aggressiv, egoistisch und "böse" abgewertet. Viele Männer übernehmen diese Abwertung bereitwillig für sich. Gerade für jüngere Männer, heißt es in dem erwähnten Fachbuch, seien Frauen zu einer "diffusen Quelle des Unbehagens" geworden, Ungezwungenheit erscheine kaum noch möglich. So zeigte sich in einer Untersuchung des Leipziger Sexualwissenschaftlers Kurt Starke zeigte sich, "dass schon sechzehn- bis siebzehnjährige Jungen im Zusammenhang mit sexuellen Themen von Versagens- und Kompetenzängsten geplagt werden, dass sie die sexuelle Begegnung mit einer Frau weniger herbeisehnen als oftmals geradezu fürchten, und dass sie die sexuelle Lust verlieren bzw. gar nicht entwickeln können … Die Identifizierung männlicher Sexualität als Problem und (potenzielle) Bedrohung macht den Grenzgang, den Identitätswechsel, der für das erotische Erleben so zentral ist, für viele Männer zum Risiko."

Aber in der Phantasie von Pro-familia-Frauen sprechen Männer deshalb nicht über ihre Opfererfahrungen, weil Männer "über Sex und dessen Grenzen" bestimmen. Nach dieser verqueren Lesart geht es Männern, offenbar selbst männlichen Opferns exueller Gewalt, immer noch viel zu gut. Die Ideologie der siebziger Jahre ist einfach nicht totzukriegen.

Wikipedia: Fiona rettet das Gender Pay Gap

Dass immer mehr Fachleute der These einer angeblichen Gehaltsdiskriminierung von Frauen widersprechen, wurde aus der feministischen Online-Enzyklopädie inzwischen herauseditiert.

"Time": Die offiziellen Zahlen zu Vergewaltigungen sind irreführend

Im Magazin "Time", einer der führenden Zeitschriften der USA, legt Cathy Young dar, wie in der Debatte über sexuelle Gewalt mit falschen Zahlen hantiert wird. Und gleich im Anreißer des Artikels heißt es:

Men reported being “made to penetrate” at virtually the same rates as women reported rape


Und jetzt versuchen Sie mal, diese Information prominent in einem deutschen Leitmedium unterzubringen ... Wenn man ins Ausland schaut, fühlt man sich hierzulande immer öfter wie in einem vergleichsweise totalitären Staat.

Ist Antifeminismus die vierte Welle des Feminismus?

Feminism is often described as occurring in three separate waves. The first-wave refers to the period between the late 1800s and early 1900s when women focused on obtaining legal equality with men, which was highlighted in the women’s suffrage movement. Second-wave feminism was the period between the 1960s and 1980s, which focused on a wide-range of issues. Some of the second-wave’s accomplishments include female reproductive rights, drawing attention to domestic violence and marital rape, and the passing of the Equal Rights Amendment. The Equal Rights Amendment guaranteed equal rights for both sexes. Third-wave feminism began in the 1990s and sought to include more than just the white middle class women of the first two waves. This wave hoped to involve minority women in their movement to change the stereotypes and perceptions of women. If third-wave feminism was supposed to broaden their audience, why is it that only 9% of young women identify as feminist?

(...) Around 25% of women believe that feminism has become "too aggressive" towards men. Ms. Young states that modern western feminism has become a "divisive and sometimes hateful force…[that] dwells obsessively on men’s misbehavior and women’s personal wrongs". This attitude is highlighted in the #YesAllWomen movement which stereotyped all men as potentially harmful because of the actions of a few. Young continues by saying that feminism "dramatically exaggerates female woes while ignoring men’s problems," which can be seen in the rape culture movement, which completely ignores male victims of sexual assault and female perpetrators. So why is it that only 9% of young women identify as feminists? 1 in 6 women believe that feminism has gone too far, is this trend toward "anti-feminism" ideals going to be the newest wave of feminism?


Dieser Artikel sagt Genderama-Stammlesern nicht viel Neues, ist aber eine hübsche Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen.

Donnerstag, September 18, 2014

Tagesspiegel: "Feminismus – Die Escort-Begleiterinnen der AfD"

In diesen Wochen erregt eine Aktion im sozialen Netzwerk "Tumblr" unter amerikanischen Feministinnen einige Aufmerksamkeit. Unter dem Stichwort "Women against Feminism" zeigen sich Frauen auf Selbstporträts mit Schildern, auf denen sie in wenigen Sätzen begründen, warum sie den Feminismus "nicht brauchen". Die Begründungen reichen von "weil Männer nicht das Böse sind" bis zu Kritik am Rigorismus mancher prominenten Feministinnen. Diese fühlen sich angegriffen und schießen zurück, mit scharfer Munition. Nina Burleigh etwa schreibt in ihrem Blog auf den Seiten des "New York Observer", die Aktion sei "eine Handpuppe" einer "pädophilen und misogynen Männerrechte-Truppe". Die Frauen, die sich dort zeigten, sähen alle aus wie Escort-Begleiterinnen.


Hier geht es weiter.

Wenn Burschen zum Versagen erzogen werden

Der Englisch- und Deutschlehrer David Schwarzbauer erzählt:

Ich fuhr in meinem Auto eine abendsommerlich flimmernde Straße in Wien entlang, als ein Plakat eines österreichischen Boulevardblatts meine Aufmerksamkeit auf sich zog: "Bildungs-Desaster? Was an unseren Schulen falsch läuft: Jetzt reden Schüler, Eltern und Lehrer." Gleich daneben streckte ein ähnlicher Slogan über das Sitzenbleiben seine großen schwarzen Greifarme nach Passanten am Gehsteig und nach mir aus.

Als ich zu Hause war, wollte ich natürlich mehr wissen, und ich besuchte die Website des Blattes. Dort fand ich als visuelle Interpretation des Problems ein Bild, auf dem neben einem apfelstolzen, zahnlückenstrahlenden, stereogezöpften Strebermädchen in Pastell ein kopfschwerer, sorgenfaltender, zurechtgetrimmter Lausbub in Schwarzweiß unmissverständlich in die Kamera schweigt, dass ihn die Volksschule zur Strecke bringt.


Hier geht es weiter.

taz empört über "Männerpartei AfD"

Heide Oestreich berichtet und kommentiert.

Erste US-Uni verlangt von Studenten, ihr Sexualleben offenzulegen

Der Kampf gegen die Rape Culture geht weiter:

Clemson University is requiring students to reveal how many times they’ve had sex in the past month and with how many partners.

In screenshots obtained exclusively by Campus Reform, the South Carolina university is asking students invasive and personal questions about their drinking habits and sex life as part of what they’ve billed as an online Title IX training course.

"How many times have you had sex (including oral) in the last 3 months?" asks one question.

"With how many different people have you had sex (including oral) in the last 3 months?" asks another.

In a campus-wide email, the South Carolina university announced that all students, faculty, and staff would be required to complete a mandatory, one-hour long Title IX training course by November 1.

"We believe you’ll enjoy the assignment," the email, provided to Campus Reform, reads. "It is an engaging and informative online course, created with students for students. It will provide you with useful information regarding sexual violence and relationships. The course promotes a healthier and safer campus environment."

(...) The training also makes the claim that one in four women will be sexually assaulted while in college, which according to one student Campus Reform spoke to, instills an atmosphere of fear on campus. According to the latest crime statistics provided by Clemson, two forcible sex offenses were reported in 2012, four in 2011, and two in 2010.


Offenbar vor allem aufgrund von Protesten von Eltern ist das verpflichtende "Training gegen sexuelle Gewalt" derzeit erst einmal ausgesetzt worden.

USA: Ärzte sollen Männer durchleuchten, ob sie potentielle Gewalttäter sind

An increasing number of medical groups — including the U.S. Preventive Services Task Force, which helps determine what services are covered under the health reform law — now recommend that doctors should screen all of their female patients for evidence of intimate partner violence (IPV). Since domestic violence leads to both short-term and long-term health problems, medical professionals are uniquely positioned to be able to spot the signs. The federal guidelines specifically apply to women of childbearing age, since they’re most at risk for becoming victims of domestic abuse.

But what if doctors shifted the focus and also started looking for potential abusers? Although very little work has been done in that field so far, the men who engage in IPV are regularly coming into contact with medical professionals, according to a new study examining the characteristics of abusers. It may be possible to teach doctors about the warning signs that suggest a male patient could be abusing his partner.

(...) Singh and his colleagues also found some correlations between domestic abuse and certain health issues that could come up in a routine exam. According to their research, male aggression is linked to irritable bowel syndrome, insomnia, substance abuse, and a history of either experiencing or witnessing violence as a child. While Singh noted that "people should not jump to the conclusion that men with irritable bowel syndrome are all abusers," the correlation could give medical professionals more insight into the complex profile of a man who’s at risk to be too aggressive at home. (...) He and his colleagues found that IPV is very common — one in five men reported pushing, grabbing, shoving, or hitting their partners.


Hier findet man den vollständigen Artikel, hier einen weiteren Beitrag, der in dieselbe Richtung argumentiert. Beide Beiträge fußen auf einer fragwürdigen Studie, der zufolge jeder fünfte Mann ein Gewalttäter sei.

Bekanntlich gibt es über 500 Studien und Massen von ergänzendem Forschungsmaterial, die belegen, dass häusliche Gewalt von beiden Geschlechtern etwa zum gleichen Anteil ausgeht und einen systemischen Prozess darstellt (sich also zum Beispiel zwischen zwei Partnern wechselseitig hochschaukelt). Ein vorgestern veröffentlichter Artikel reiht sich sogar in die Reihe der Beiträge ein, die ein Übergewicht der Täterschaft bei Frauen wahrnehmen – und Gründe dafür nennen. In einer Gesellschaft aber, die das Böse beim Mann lokalisiert zu haben glaubt, wird dieses komplette Forschungsmaterial von vielen einflussreichen Instanzen immer wieder durchgehend ignoriert.

Neue Forschung: Wie sexuelle Gewalt gegen Jungen und Männer ausgeblendet wird

To better understand this very hard-to-research issue, the Nuffield Foundation funded our research as a scoping study. The study involved a review of published literature, analysis of existing data (led by UCL), interviews with professionals, and a workshop with young people.

Barnardo’s run a number of services across the UK focused on addressing child sexual exploitation, and provided our project partners at UCL access to their administrative data for the comparative analysis strand of this research. UCL found that one third of the Barnardo’s service users are boys and young men.

That is a powerful and empirically robust finding, but we have to be clear that this figure refers to Barnardo’s service users only, and includes both victims and young people suspected of being at risk of child sexual abuse. Alongside the problems of defining sexual exploitation, its hidden, sensitive nature means that it’s very difficult to quantify its incidents or victims.

Nevertheless this analysis, of one of the most robust sources of data available, shows that a sizable minority of boys and young men are directly affected.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Südafrika: Männergruppe bricht Tabu sexueller Gewalt gegen Männer (Video)

Hier erfährt man mehr.

Australien: "Jedes dritte Opfer häuslicher Gewalt erhält keine Hilfe"

A Voice for Men berichtet.

Mittwoch, September 17, 2014

Sexismus (Comic)

Die feministische Sexismus-Debatte zusammengefasst in vier Bildern.

Dorothea Siems: Fixierung sämtlicher Parteien auf Wünsche der Karrierefrau treibt Wähler zur AfD

In der Regierungszeit Angela Merkels ist die Vereinbarkeit von Kind und Karriere zum dominanten, oft gar einzigen Thema der Familienpolitik geworden. Elterngeld, Krippe, Ganztagsschule und jetzt die Frauenquote – stets geht es um die berufstätige Frau, deren Leben die Politiker erleichtern wollen. Und blickt man in den Bundestag, so ist diese Ausrichtung heutzutage in der Tat "alternativlos". Denn alle im Parlament vertretenen Parteien ziehen hier am gleichen Strang.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Dienstag, September 16, 2014

Telepolis zum Hass-Artikel in der "Zeit": Die "Wutmänner" argumentieren, die Feministinnen nicht

Zu denen, die auf den Rundumschlag der Radikalfeministinnen Christina Schildmann und Anna-Katharina Meßmer gegen Kritiker ihrer Ideologie antworten, gesellt sich jetzt auch Stephan Schleim, Assistenzprofessor für Theoretische Psychologie an der Universität Groningen. Schleim entimmt dem "Zeit"-Artikel, dass Schildmann und Meßmer eigentlich jeden, der ihnen widerspricht, gerne in die Klapse stecken würden. Oder, weniger flapsig und zugespitzt formuliert:

Der Artikel wird als Beitrag zur Gender-Debatte beworben. Von einer Debatte erwartet man, dass dort debattiert wird. Im Text wird jedoch nur provoziert, psychologisiert, emotionalisiert und stigmatisiert: So führen die Autorinnen eine ganze Typologie ein, um ihre Diskussionsgegner zu charakterisieren beziehungsweise zu diffamieren. (...) Was vermeintliche Mitglieder dieser Spezies eigentlich behaupten, was für und gegen ihre Gründe spricht, das wird den Leserinnern und Lesern mitnichten erklärt. Stattdessen werden die Standpunkte der anderen emotionalisiert: Die zornigen weißen Journalisten etwa hätten ein Bedürfnis zur Abrechnung, bedienten lustvoll Ressentiments, betrieben Vergangenheitsbewältigung voller Abscheu, sie tobten und polemisierten.

(...) Der Zweck dieser Strategie ist offensichtlich: Mit Wutmännern und weißen Zornjournalisten braucht man sich nicht mehr inhaltlich auseinanderzusetzen, ebenso wenig wie mit Putinverstehern, Trollen, Verfassungsfeinden oder Verschwörungstheoretikern. Dass diese Wutmänner Opfer persönlicher Schicksale sind, das billigen ihnen die Autorinnen Meßmer und Schildmann noch zu; dass es nach Scheidung, Arbeits- und Familienverlust vielleicht gute Gründe für ihre Wut gibt, jedoch nicht. Es sei schlicht das Gefühl ihrer Niederlage, das sie zu politischen Kriegern mache.

Eigentlich fehlt nur noch der Vorschlag, diese Typologie in die gängigen psychiatrischen Diagnosehandbücher aufzunehmen und die so identifizierten Individuen einer Zwangsbehandlung zu unterziehen, vielleicht so wie Gustl Mollath (...) oder viele farbige Bürgerrechtler in den USA, die in den 1960er Jahren auch als Wutmänner charakterisiert wurden und reihenweise Schizophrenien diagnostiziert bekamen - mit den entsprechenden psychiatrischen Konsequenzen (...).

(...) Einer ernsthaften Debatte über Geschlechterrollen, soziale Erwartungen und Zwang, für Männer, Frauen, Xe, erweisen die Autorinnen durch ihre Emotionalisierung, Psychologisierung, Stigmatisierung, ja Diskriminierung einen Bärendienst. Auch Feministinnen darf man kritisieren und nicht jeder, der es tut, ist darum ein Wutmann oder eine Wutfrau, ein zorniger Journalist.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

Die rhetorische Strategie, Feminismuskritiker als aufgrund von Lebenskrisen Übergeschnappte zu karikieren, ist im übrigen nicht einmal auf dem Mist von Schildmann und Meßmer selbst gewachsen. Sie findet sich schon bei Michael Kimmel, dem neuen Star des Bundesforums Männer, und ist weitgehend inhaltsidentisch mit dem von Radikalfeministinnen intensiv bearbeiteten Wikipedia-Artikel über die Männerrechtsbewegung. Dass auch dieses Wikipedia-Lager am liebsten jeden in Kliniken weggesperrt sehen würde, der ihren Auffassungen widerspricht, steht für mich nach jahrelanger Beobachtung dieser Szene außer Frage. Ihre totalitäre Grundeinstellung verbergen auch diese Agitatoren kaum. So wie schon bei Thomas Gesterkamp und Hinrich Rosenbrock gibt es dort statt Lust auf eine kontroverse Debatte nur Lust an der Diffamierung.

Lesermail ("Mamablog" über Männerdiskriminierung)

Absolut unverständlich sind mir deshalb Berichte, wonach männliche Lehrpersonen – allen voran Kindergärtner oder Krippenmitarbeiter – ihres Geschlechts wegen diskriminiert werden. In einer Zürcher Gemeinde bekam ein Mann eine Stelle als Kindergärtner nicht, weil er ein Mann ist. Und in vielen Kinderkrippen und Schülerhorten sind männliche Angestellte latent dem Verdacht ausgesetzt, womöglich pädophil zu sein – und achten deshalb peinlich genau darauf, in keine falsch zu verstehende Situation zu geraten.


Zu dem Blog, aus dem ein Beitrag mit diesem Absatz stammt, dem "Mamablog" des Zürcher Tages-Anzeigers, schreibt mir einer meiner Leser:

Er ist zwar nicht über alle Zweifel erhaben, überrascht mich aber immer wieder mit guten Beiträgen. Nach anfänglich stark feministischem Touch, bewegte sich der Blog immer mehr in Richtung Equity-Feminismus. So gaben die Blogbetreiberinnen in den letzten Jahren immer wieder Männern die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge zu erläutern.

Aber auch die drei Stamm-Autorinnen schreiben hin und wieder gute Artikel, gerade über abwesende Männer, wie das Beispiel "Einen Mann für meinen Sohn!" von heute Morgen zeigt. Leider geht der Artikel etwas wenig in die Tiefe. So hätte die Autorin durchaus auch auf die negativen Auswirkungen des Väter- und Männermangels in der frühkindlichen Erziehung und späteren schulischen Laufbahn eingehen können.

Aber dennoch: eine Frau im Dunstkreis des feministischen Zirkels, die sich für mehr Männer in der Kindererziehung ausspricht - eine willkommene Lektüre am Morgen.

Lesermail (Frau mit Matratze)

Einer meiner Leser schreibt mir zu diesem Genderama-Blogbeitrag:

Als regelmäßiger Leser Ihres Blogs ist mir heute Ihr Eintrag über die Berichterstattung zur angeblichen Vergewaltigung von Emma Sulkowicz an der Columbia-Universität aufgefallen. Auch der SPIEGEL berichtete online darüber.

Ich habe mir die ersten drei Kommentarseiten angesehen und mich entschlossen, am Freitag (12.9.) in die Diskussion einzusteigen. Es schaltete sich auch ein/e User/in ein, der/die, unter dem Namen "Zensi Erter" angab, sich derzeit an der Columbia University zu befinden und ein MRA (male rights activist) zu sein. Es entwickelte sich eine interessante Dynamik von Pro-und-Contra-Meinungen, in deren Verlauf mir es gelang, interessante Fakten, wie z.B. Verlinkungen zur kanadischen "Don’t be that girl!"-Kampagne in die Diskussion einzubringen. In dieser Diskussion waren eigentlich keine Pro-Sulkowicz-Argumente zu erkennen (bestenfalls Meinungen, aber wodurch diese begründet werden, blieb offen). Diese Diskussion zog sich bis Sonntag (14.9.) hin. Der angebliche MRA machte insgesamt einen eher frustrierten Eindruck, da alle seine Kommentare (für meinen Geschmack) zu feministisch-fixiert waren und von anderen Usern auch widerlegt werden konnten. Insgesamt würde ich diesen Kommentarverlauf als erstaunlich bezeichnen, da meiner Meinung nach noch nie so viele Fakten und Verlinkungen in einem Artikel mit feministischem Hintergrund zu sehen waren, die Sulkowicz’s Story ziemlich unglaubwürdig erschienen ließen.

Das Problem an dieser ganzen Sache ist: Die Kommentare sind jetzt weg. Die Redaktion hat über 100 Kommentare im Verlauf des Montag (15.9.) gelöscht. Ist das noch jemandem aufgefallen?

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