Montag, Juli 25, 2016

Vermischtes vom 25. Juli 2016

1. Der Amoklauf von München wurde schnell für sexistische Attacken ausgeschlachtet, da der Täter männlich war. Don Alphonso seziert einen entsprechenden Tweet des Grünen-Politikers Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn. Für großen Widerspruch im Kommentarbereich sorgte ein Statement des Comiczeichners Ralph Ruthe auf Facebook. Sachkundiger geht Professor Walter Hollstein das Thema an. Statt so wie andere zu suggerieren, dass Gewalt männlich und Männer daher irgendwie "böse" seien, analysiert er die möglichen Gründe dafür, dass besonders schwere Gewalttaten häufig von Männern begangen werden:

Es sind junge Männer mit Problemen, häufig in therapeutischer Behandlung, sozial schlecht integriert, einsam, mit dem PC als bestem Freund, Gewaltspiele und –fantasien, miese Schulkarriere, schlechte Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, dementsprechend viel Frust und Aggressionspotential. Klar, das alles sind jeweils Einzeltäter. Aber als Einzeltäter sind sie die Spitze des Eisbergs, der "Jungenkrise" heißt.


Hollstein zitiert hierzu den Jungenpsychologen William Pollack:

"Gemeinsam mit anderen Forschern musste ich in den letzten Jahren erkennen, dass sehr viele Jungen, die nach außen hin ganz unauffällig wirken, in ihrem Inneren verzweifelt, orientierungslos und einsam sind."


Wer zukünftige Amokläufe und andere Gewalttaten unterbinden möchte, muss über die wachsende Verzweiflung bei Jungen und Männern sprechen. Das allerdings macht hierzulande keine politische Partei und kein Bundesforum Männer. Stattdessen wird eine politische Bewegung, die diese Probleme anspricht, von eben diesem Bundesforum ebenso wie von SPD und Grünen so aggressiv wie möglich denunziert. Wir können uns auf den nächsten Amoklauf jetzt schon gefasst machen.



2. Milo Yiannopoulos habe die Schauspielerin Leslie Jones auf Twitter rassistisch beschimpft lügt die Feministin Laurie Penny jetzt auch auf Spiegel-Online und schafft es nicht, in ihrem Artikel, der Yiannopolous schier endlos als Monster darstellt, diese Behauptung zu belegen, was doch die einfachste Methode wäre, wenn man einen Menschen als völlig inakzeptabel zeichnen möchte. Auch dem in dem Spiegel-Online-Text verlinkten FAZ-Artikel gelingt das nicht, ebensowenig US-amerikanischen Medien, die Yiannopolous unter Beschuss genommen haben. Laurie Penny, vor der viele deutsche Feministinnen auf Knien liegen, ist insofern entweder eine infame Verleumderin oder eine unfassbar dumme Tratschtante, die Halbverstandenes gerne weitererzählt, solange sie dabei nur genüsslich über Menschen herziehen kann, die nicht so sind wie sie. Wieso findet man bei den Wortführerinnen des Feminismus eigentlich immer derart armselige Gestalten?

Differenzierter und sachkundiger sind wie immer die Abweichlerinnen des Mainstream-Feminismus wie etwa in diesem Fall die liberale Feministin Cathy Young. Auch ohne rassistische Kommentare von Yiannopolous zu erfinden, äußert sie ihren Eindruck, dass der konservative Aktivist zwar viele bewundernswerte Züge besäße, sich aber auch immer bedenklicher entwickelt habe:

Milo is a very smart, talented, charismatic man. I still believe he was on the right side when he joined the fight against the crypto-totalitarian "social justice" cult. But I've always thought that, unfortunately, any backlash against "progressive" cultural politics was likely to be a magnet for actual racism, misogyny, and other bigotries. Today, Milo is actively boosting these malignant forces.


Young wird ausführlicher mit ihrer Schilderung, was konkret sie damit meint. Warum bekommen die Wortführerinnen des Feminismus solche Beiträge nicht hin, sondern steigern sich in eine Darstellung ihrer Gegner herein, bei der jeder dieser Gegner nur anzumerken braucht, dass das Behauptete nicht stimme?

Cathy Young verschweigt im übrigen auch eines nicht:

Even if Milo fully deserved to get banned, there is little doubt that Twitter's management has double standards favoring "marginalized people" and the Social Justice left.


Gegen Aktivistinnen wie Laurie Penny argumentiert Dushan Wegner auf den Seiten von Roland Tichy. Dabei kommt er auch auf die problematischen Aspekte von Twitter zu sprechen, wobei er seine Behauptungen durch Links belegt:

Der Chef von Twitter, Jack Dorsey, ist relativ offen in seiner Unterstützung von "Third Wave Feminismus" und "Black Lives Matter". Er sagt, er wolle zivilisierte Umgangsformen auf Twitter durchsetzen. So zweischneidig dieses Ansinnen sein kann: Würde es ausgeglichen angewandt, könnte es auf seine eigene Weise fair sein.

Doch es stimmt nicht, was Dorsey sagt. Extremistische Feministinnen rufen regelmäßig via Twitter dazu auf, Männer zu töten. (Sie können ja mal nach "kill all men" auf Twitter suchen.) Wenn Extrem-Feministinnen milde gestimmt sind, beschränken sie sich darauf, ihre Gegner ob vorgeblich unzureichender Größe des Gemächts zu beschimpfen. Extremistische Anhänger von "Black Lives Matter" rufen immer wieder zum Mord an Weißen auf. Wenn sie mal milde sind, begnügen sich jene Aktivisten damit, "Weißer" als Schimpfwort zu benutzen. So wie es Leslie Jones selbst tat, wieder und wieder. Sie drohte auch mal Schwarzen mit Gewalt, wenn sie sich neben weiße Frauen setzten. Sie forderte ihre Follower auf, ihre Gegner fertigzumachen – "get her!". Kurz: Sie postete rassistischen Hass und hetzte Menschen gegeneinander auf. Aber sie ist Feministin. Für sie braucht es einen Tweet an Twitter und ihr Gegner, Milo Yiannopoulos, wird zum Schweigen gebracht. Schöne neue Welt der sozialen Medien. (...) Für Yiannopoulos ist dieser neue Netz-Feminismus de facto ein von Lügen und Hass gespeister anti-freiheitlicher, anti-intellektueller, global agierender gefährlicher Mob.


Anders als etwa Laurie Penny fasst Dushan Wegner zusammen, wie die Kontroverse zwischen Yiannopolous und Jones tatsächlich abgelaufen ist:

Ein Fan von Frau Jones schrieb, dass Yiannopoulos der "Onkel Tom der Schwulen" sei. Eine üble Beleidigung, rassistisch dazu. Jones retweetete das, machte es sich zu eigen. Daraufhin schrieb Yiannopoulos: "wieder von einem schwarzen Kerl abgelehnt." ("rejected by yet another black dude") Jones nahm den Retweet zurück. Erst log sie, ihr Account sei einen Tweet lang gehacked worden. Dann nahm sie die Lüge wieder zurück. Die Aufregung des Krieges, nehme ich an. Ohne in Details zu gehen, kann man sagen: Yiannopoulos ist kein Rassist. Bei Frau Jones ist das nicht so sicher.


Aber natürlich wird nicht Wegners informativer Artikel auf Spiegel-Online veröffentlicht, sondern die bizarre Hetze von Laurie Penny, die in zunehmend religiösen Tönen von der letzten Parteiveranstaltung der US-Republikaner berichtet – einer Veranstaltung, die schon in der Überschrift des Spiegel-Online-Beitrags als "siebter Stock der Hölle" bezeichnet wird. Laurie Penny schreibt dazu: "Das hier ist ein teuflischer Ort, ohne Luft, ohne Seele, wie das Innere von Pamela Gellers Kopf." Ohne Warnung vor dem Feuer ewiger Verdammnis, sobald man DIESE LEUTE an die Macht lässt, geht es nicht mehr. So etwas verkauft uns Spiegel-Online allen Ernstes als politische Analyse. Mit Laurie Penny auf der einen und evangelikalen Rechten auf der anderen Seite hätten sich die beiden Richtigen gefunden. Vielleicht ist es diese Rhetorik Pennys, die zur kultischen Verehrung dieser Publizistin im deutschen Feminismus führt.

Insofern kann man Wegner in einem Punkt klar zustimmen:

Die öffentliche Debatte wird dümmer, sie infantilisiert. Ich erlaube mir, Menschen, die sich selbst nicht reflektieren, "freiwillig dumm" zu nennen. Social Justice Warriors und religiöse Fanatiker eint die Weigerung, über sich selbst nachzudenken, sich zu prüfen und zu korrigieren. Wer aber sein Selbst nicht reflektiert, dessen Selbstbild ist notwendigerweise fragil. (...) Deshalb verlangen gewisse neue Bewegungen "Trigger Warnings" auf Büchern. Deshalb richtet man "Safe Spaces" ein, intellektuelle Gummizellen, in die sich Unreflektierte freiwillig selbst einweisen.


Problematisch ist, wenn Vertreter der Leitmedien und führende Politiker die gesamte Gesellschaft zu einem solchen Safe Space machen möchten, indem sie nur ein Bruchteil derjenigen Ansichten vorkommen lassen möchten, die in einer politischen Debatte vollständig legitim sind. Laurie Penny & Co. haben für solche Abweichler derzeit vor allem einen Begriff: Trolle. In ein paar Jahren könnten es "Dämonen" sein.



3. Das Magazin Rolling Stone hat seine Mitarbeiterin Sabrina Erdely gefeuert, die der Falschbeschuldigung einer Studentenverbindung eine internationale Plattform verschaffte. In einem weiteren Artikel hierzu heißt es:

New court documents filed in the defamation lawsuit against Rolling Stone reveal that disgraced reporter Sabrina Erdely knew her story about a gang rape at the University of Virginia (UVA) was deeply flawed, but refused to change it because improving it would simply be too much work.




4. Christian Schmidt lädt anhand eines zuvor auf Genderama verlinkten Artikels zur Diskussion darüber ein, ob das Herziehen über Männer bei Feministinnen den Zweck erfüllt, sich als tugendhaft zu präsentieren.

Samstag, Juli 23, 2016

Vermischtes vom 23. Juli 2016

1. Telepolis berichtet unter der Überschrift Türkische Verhältnisse bei Twitter über die Verbannung des Feminismuskritikers Milo Yiannopolous aus dem sozialen Netzwerk::

Jahrelange Twitter-Erfahrung zeigt: Das soziale Netz entfernt Konten mit vielen Followern fast immer, wenn sie nicht in die eigene Weltsicht passen oder wenn Druck aus den Medien kommt. Vor allem die Konten weißer Männer werden gesperrt. Rassisten dunkler Hautfarbe, Hate Speech von bekannten Feministen und die Verirrungen von liberalen und sogar linksextremen Politikern werden gerne übersehen.




2. Donald Trumps Tochter Ivanka erklärt in einer Rede, ihr Vater werde als US-Präsident das Arbeitsrecht ändern, um Frauen zu nutzen:

She (...) suggested he would adopt a number of positions traditionally backed by Democrats, including equal pay for women.

(...) In her speech, she claimed her father backs equal pay for equal work, and said she would "fight for this, too, right alongside of him."




3. Toni Airaksinen ist Studentin an einem Frauencollege. Sie findet: Der feministische College-Krieg gegen Männer muss enden.

As a student at a women's college, there is nothing more disturbing for me to see than the male-bashing pervasive throughout my campus culture. From jokes about the fragility of masculinity to giving trigger warnings for any mention of men, I see an absurd level of distrust, scorn and contempt towards men coming from my feminist peers.

While the male-bashing antics at my school may be exceptional, since I'm at a women's college, this type of competitive male-bashing happens at other colleges too. At every institution, men are demonized while women are exalted.

This paradigm pervades society. Male bashing is sacrosanct to feminist virtue signaling. Feminists demonize men, particularly college men, to establish their own moral high ground. Nowhere is this more common than on college campuses.

This feminist war on college men must end. Not only is it unjust, but it is disastrous for gender harmony.

(...) According to contemporary feminism, the choice religion among female college students, men can't do anything right. They manspread, they mansplain, they are all potentially violent, and they suffer from the incurable ailment of toxic, yet fragile, masculinity.

When college begins, males lose the inculpability that childhood confers just as their female compatriots discover feminism. Since children can do no wrong, boys aren't problems in feminist parlance until they become men. Where do boys become men? Often, this happens on college campuses. As soon as they become men, they are under attack.

So, how can feminists end the disastrous war they've waged on college men?

First, to borrow an imperative from safe-space culture, feminists must assume good-intentions from men. The world will never be a safe space for men if feminists fail to uphold safe space guidelines with interacting with them. Failing to assume good intentions leads to an environment where male bashing becomes a competitive sport.

As Nahema Marchal wrote in Heat Street, "To use social justice terms, the only thing [male bashing] does is essentialize and alienate an entire demographic to the point of harming the very cause of progress."

Indeed, this harms progress. Feminists should not promote rhetoric that casts men as a class in a negative light. Men's Rights Activists would benefit their cause if they stopped denigrating women as a class, too.

(...) Second, feminists must support due process for men facing allegations of sexual misconduct. Since the release of the 2011 Dear Colleague Letter, there have been dozens of cases of men suspended from college without due process. Feminists have tarnished the public image of men to the point where men are often assumed to be guilty before they can even claim innocence. Due process ameliorates this unfortunate circumstance.

(...) Feminists can still support rape-victims while supporting due process. The two are not mutually exclusive.

Finally, feminists must adopt men's causes as their own. These causes include poor male academic achievement, discrimination in the court and legal system, and many other issues. With this, men will stop being resentful that their interests have been forgotten by mainstream activism movements.




4. Dem Lifestyle- und Entertainment-Magazin Cairo Scene zufolge stehen Ägyptens Frauen international auf Platz Eins, was häusliche Gewalt gegen Männer angeht.



5. Wie die Hindustan Times berichtet, verabschiedet der südindische Bundesstaat Karnataka neue Leitlinien für eine vorzeitige Freilassung von Strafgefangenen bei guter Führung. Demnach können Männer, die zu Lebenslänglich verurteilt wurden, vorzeitig entlassen werden, wenn sie zu mindestens 14 Jahre Haft verurteilt wurden, aber erst wenn sie 10 Jahre ihrer Haftstrafe tatsächlichen abgesessen haben. Für Frauen gelten kürzere Zeiten. Bei ihnen reicht eine Verurteilung von 10 Jahren, von denen sie 7 Jahre abgesessen haben müssen. Auch können Männer im Alter ab 65 auf eine Begnadigung hoffen, wenn sie 14 Jahre inhaftiert waren. Für Frauen gilt das schon ab 60 Jahren und wenn sie 12 Jahre inhaftiert waren.

Freitag, Juli 22, 2016

Vermischtes vom 22. Juli 2016

1. Die Augsburger Allgemeine berichtet über einen Kripo-Beamten, der nicht länger schweigen will:

Helmut Sporer hat länger darüber nachgedacht, ob er über ein Phänomen sprechen soll, mit dem die Ermittler immer wieder konfrontiert sind: falsche Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfe. Er hat sich entschieden, es zu tun. Denn es gehört zur Realität im Alltag der Kripobeamten. Es gibt Frauen, denen Furchtbares angetan wurde. Opfer, die schlimmste Taten erlebt haben. Aber es gibt eben auch die Fälle, in denen sich die Vorwürfe als haltlos oder fragwürdig erweisen.

Über die Jahre hinweg hat sich daran nicht viel geändert, sagt Helmut Sporer. Bei etwa zehn Prozent der angezeigten Sexualstraftaten, die bei der Kripo bearbeitet werden, lässt sich nach einiger Zeit nachweisen, dass die Vorwürfe nicht stimmen.


Andere Ermittlungsbeamte berichten von einer weit höheren Rate als zehn Prozent. Auch sollte man erwähnen, dass unter Falschbeschuldigungen, diejenigen, die tatsächlich als falsch BEWIESEN werden, vermutlich verschwindend gering sind. In den allermeisten Fällen steht Aussage gegen Aussage. Eine Lüge oder eine Fehlwahrnehmung werden niemals aufgedeckt. Es erfolgt lediglich ein Freispruch mangels Beweisen. Diese Fälle gehen in feministische Statistiken häufig als Fälle von Vergewaltigungen ein, die unbestraft bleiben.



2. In der Huffington Post erklärt ein Sadomasochist, um dem verschärften Sexualstrafrecht zu entsprechen, sollten Frauen und Männer in ihre erotischen Begegnungen Praktiken einbauen, die bisher nur in SM-Beziehungen verwendet werden: Safewords und Ampelcodes.



3. Ein Leser meines Buches "Plädoyer für eine linke Männerpolitik" führt ihn zu genau einem der Zwecke zu, für die es gedacht ist, und berichtet auf Amazon darüber:

Habe dieses Buch für einen Gender Studies Kurs in der Uni benutzt. Wobei der Kurs eigentlich mehr Feminismus Studies war ... Nach meinem Vortrag mit Hilfe dieses Buches gab es einige offene Mäuler. Gerade der alltägliche Sexismus gegen Männer wurde da erst vielen bewusst.


Dass meine Arbeit Bestandteil des Bereichs Geschlechterforschung werden sollte, fand schon vor über zehn Jahren die Underground-Filmemacherin Maria Nicoli. Die groteske Einseitigkeit in diesem Fach muss endlich einer ganzheitlichen Perspektive Platz machen.



4. "Hysterischer Feminismus hilft nicht beim Kampf gegen häusliche Gewalt" befindet Corrine Barraclough im australischen Daily Telegraph. Der Artikel gelangt zu folgendem Fazit:

You cannot fight for an end to domestic violence by pushing a sexist agenda anymore than you can achieve equality by male bashing.

Respect may be at the very heart of tackling domestic violence, but it’s overly simplistic to imply it stands alone. Insecurity, ego, poor communication, misguided belief that toxic relationships can have happy endings, alcohol and substance abuse, anger management issues — these are all threads woven into the complex tapestry of DV.

Yet, these are being silenced because feminism has cast a one-man show and are hellbent on a hysterical performance.

We are stronger if we unite our efforts and energy.

We are more powerful if we all tackle domestic violence together.


Das sage ich seit bald 20 Jahren. Das Resultat waren Beschimpfungen als "anti-emanzipatorisch", "frauenfeindlich" und "rechts". Ich bin gespannt, ob Australier wie Corinne Barraclough mehr Erfolg haben werden.



5. In den Emiraten ist mal wieder ein Junge an den Folgen einer Genitalverstümmelung ("Beschneidung") gestorben.



6. Hillary Clintons Crew beginnt, die ersten gewählten Abgeordneten zu entfernen, weil es Männer sind.



7. Lieber Himmel, jetzt fangen sogar linke Feministinnen an, den neuen "Ghostbusters"-Streifen niederzumachen.



8. Die Post. Der Süddeutschen Zeitung zufolge, wurde in der SPD "fleißig weggeguckt", wenn es um die Hochstaplerin Petra Hinz ging:

Allerdings betraf das nicht ihre Vita. Sondern ihr Verhalten als Chefin. Bereits im Juni berichtete das Essener Informer Magazine, das den ganzen Fall ins Rollen gebracht hat, über einen offenen Brief ehemaliger Mitarbeiter, die ihre frühere Chefin des Mobbings bezichtigten und ihr unter anderem ständige Überwachung und Maßregelung vorwarfen. Wie sich nun herausstellt, waren diese Umstände in der Fraktion seit Längerem bekannt - schon allein wegen des auffallend hohen Verschleißes an Mitarbeitern im Büro Hinz. Das ging so weit, dass die Mitarbeiter-Vertretung im Oktober 2013 auf eine Stellenausschreibung hin eine interne Mail verschickte: Wer sich dort bewerben wolle, "sollte sich vorher mit uns in Verbindung setzen". Danach aber passierte weiter nichts. Bis nun die Sache mit dem Lebenslauf hochkam.


Ach, das werden hauptsächlich misogyne Kerle gewesen sein, die von Natur aus ein Problem mit weiblichen Chefs haben. Kennt man doch. Vermutlich waren die alle nicht so kompetent wie Petra Hinz ...

Ein SPD-Mitglied unter meinen Lesern schreibt mir nun:

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

wahrscheinlich bin ich ein Unverbesserlicher, aber ich habe heute an den SPD-Parteivorstand einige Fragen gerichtet, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Höchstwahrscheinlich wird darauf keine Anwort kommen, aber ich in der Meinung, dass die Damen und Herren durchaus wissen sollten, was in ihrer Partei so gedacht wird. Ich kann in vielen Gesprächen feststellen, dass in der SPD 'vor Ort' ein sehr ordentliches Potential von Leuten zum Thema Genderismus, Feminismus und Quote eine ausgeprägt kritische Haltung haben. Diese manifestiert sich aber nicht, weil diese Leute die Auseinandersetzung (noch) scheuen. In einem Gespräch, warum das so ist, erhielt ich vor kurzem die Antwort: "Wenn Frauen in Gremien abstruse Gedanken zu diesen Fragen äußern, geht man einfach darüber hinweg und widerspricht nicht. Würde ein Mann solchen Unsinn erzählen, erhielte er Widerspruch und Gegenwind, dass ihm Hören und Sehen verginge, bervor er zu Ende gesprochen hätte." Man sollte die Kerle dazu bringen, einfach den Mund aufzumachen ohne Ansehen der Person.

"Hallo lieber Parteivorstand,

als langjähriges Mitglied habe ich mal einige Fragen: hat in Zusammenhang mit dem Fall 'Petra Hinz' schon einer daran gedacht, ob es nicht zielführend sein könnte, einmal zu untersuchen, in wie weit Feminismus, Genderismus und Quote dazu führen, dass solch ein Phänomen über einen derart langen Zeitraum unentdeckt vorkommen konnte? Wird denn noch ergründet, ob und wie deutlich diese Momente dazu beigetragen haben, dass hier unserer Partei Qualität vorenthalten wurde, weil andere Kandidaten ausgeschieden wurden, die über die vorgegebenen Kompetenzen und Qualitäten verfügt haben? Ist denn daran gedacht, wissenschaftlich fundiert zu prüfen, ob dies nicht sogar einen systemimmantenten Fehler darstellt, weil das Dogma Quote grundsätzlich vor die Kategorie Qualität gerückt wurde und deshalb ein Gefährdungspotential für unsere Partei vorliegt? Es würde mich freuen, wenn diese Fragen wenigstens ein Stück in unseren Focus rücken würden. Ihre Beantwortung sollte aber nicht der Abteilung Schwesig in unserer Partei überlassen werden."


Die SPD braucht einen Aufstand der Basis gegen die Machthaberinnen ihrer Partei. Ich käme mir verarscht vor, wenn ich in einem der Ortsverbände für sozialdemokratische Ideale schuften würde, während die Lobbypolitik der Parteispitze dafür sorgt, dass sich die Wähler scharenweise abwenden.

Donnerstag, Juli 21, 2016

Vermischtes vom 21. Juli 2016

1. Auf Telepolis fragt Florian Rötzer anlässlich der Untaten von Orlando, Nizza und Würzburg:

Nach einem medialen Drehbuch scheinen immer wieder junge Männer mit einem blutigen Spektakel ihre Leben beenden zu wollen. Ist das politisch?

(...) Viel beunruhigender wäre es, diese jungen Männer, oft mit Migrationshintergrund oder Minderheiten angehörig, also mit verunsicherter Identität, als implosives Produkt der Gesellschaft sehen zu müssen. Fragen müsste man sich, warum zunehmend mehr junge Männer – und nicht ältere Männer, Mädchen oder Frauen – , sich mit einem finalen Spektakel verabschieden wollen. Was zeigen sie mit der Missachtung des eigenen und fremden Lebens dem Rest der Gesellschaft damit, die davon ebenso geängstigt wie fasziniert ist?

(...) Der IS könnte für junge Männer aus dem Westen lediglich zu einem Script geworden sein, wie sie dies auch aus den westlichen Medienprodukten kennen, um ihr entgleistes und nicht zufriedenstellendes Leben zu beenden. Damit könnten sie auch zeigen, dass derzeit etwas fundamental falsch läuft, dass radikale Kulturkritik heute nur noch den Ausweg im nihilistischen Massenselbstmord findet.




2. Gestern ging der erlogene Lebenslauf der SPD-Politikerin Petra Hinz durch die Medien. Der Frontberichterstatter erörtert, ob hier nicht ein generelles geschlechterpolitisches Problem besteht.



3. Die Kritik am verschärften Sexualstrafrecht reißt auch in den Leitmedien nicht ab. In der Frankfurter Allgemeinen äußert der Münchner Richter Markus Löffelmann schwerste Bedenken gegen das neue Gesetz. Der Artikel ist in Gänze lesenswert, hier einige Auszüge:

Der Deutsche Bundestag hat die Reform des Sexualstrafrechts mit überwältigender Einstimmigkeit und stehendem Applaus beschlossen. Bewertet man die Umsetzung des "Nein heißt nein"-Prinzips, an dem sich die Politik kollektiv berauscht hat, mit der gebotenen juristischen Nüchternheit, so kann man nicht umhin, sich Sorgen zu machen. "Nein heißt nein" ist in jeder Hinsicht ein Paradigmenwechsel: Es macht den bloßen Willen eines Rechtsgutsträgers zum Anknüpfungspunkt der Kriminalisierung, was im deutschen Strafrecht eine seltene Ausnahme darstellt; es nimmt bewusst fundamentale Beweisschwierigkeiten in Kauf; es akzeptiert als "Kollateralschaden" die Kriminalisierung im weitesten Sinne sozialadäquater Verhaltensweisen in bisher nicht dagewesenem Ausmaß; und es sprengt in mancherlei Hinsicht die Verhältnismäßigkeit schuldangemessenen Strafens. Die Konsequenzen der Reform sind also gravierend. Die Geschwindigkeit, mit der sie durchgesetzt wurde, steht dazu in krassem Gegensatz.

(...) Allein die Zahl der von den Familiengerichten an die Strafgerichte verwiesenen Fälle wird deutlich zunehmen, denn das Bekenntnis, man habe in einer bereits zerrütteten Ehe sexuelle Handlungen über sich ergehen lassen, ohne sie noch zu wollen und dies selbstverständlich zu erkennen gegeben, wird in Zukunft den Anfangsverdacht einer Straftat begründen.

(...) Beklemmend an dem Reformgesetz ist dreierlei: Erstens die allzu rasche Bereitschaft, mit der die Freiheit der Intim- und Privatsphäre vor staatlichen Eingriffen dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung untergeordnet wird, obwohl der Anteil der Sexualstraftaten an der Gesamtkriminalität bisher noch nicht einmal ein Prozent betrug. Zweitens die Leichtigkeit und Lebensferne, mit der schwerste Freiheitsstrafen vom Gesetzgeber als schuld- und tatangemessen gewertet werden. Und drittens, dass sich gegen die mit dem gutgemeinten Reformgesetz zwangsläufig einhergehende Masseninkriminierung von Jungen und Mädchen, Frauen und Männern aller Gesellschaftsschichten keinerlei Widerstand regt.




4. Die permanente Sperrung des Feminismuskritikers Milo Yiannopolous auf Twitter führt zu einer großen Kontroverse über den Wert von Meinungsfreiheit. Das liberale Magazin Reason berichtet.

Mittwoch, Juli 20, 2016

Vermischtes vom 20. Juli 2016

1. Das Hamburger Abendblatt wirft einen vielsagenden Blick in eine feministische Familie.



2. Nach all den analytischen Artikeln über das verschärfte Sexualstrafrecht wurde jetzt endlich ein Beitrag mit praktischen Tipps veröffentlicht. Der Fachanwalt für Sexualstrafrecht Alexander Stevens nennt sechs Dinge, die man beim Sex jetzt besser lassen sollte.

Der Blogger "Aranxo" merkt hierzu an: Das neue Sexualstrafrecht hat auch gute Seiten für Männer.



3. Das Deutsche Jugendinstitut hat ein über 40 Seiten starkes Bulletin zum Thema Neue Väter online gestellt.



4. Wie entsteht Männergewalt? "Wir sitzen auf einer Zeitbombe" erklärt die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie Professorin Eva Möhler anlässlich des 17jährigen Flüchtlings, der mehrere Zugreisende mit einer Axt verletzte.



5. Eine neue Studie aus Großbritannien lässt aufhorchen: Auch bei den Jungen, die frisch eingeschult werden, vergrößert sich die Geschlechterkluft dramatisch.

"The difference in outcomes for boys and girls is having a devastating impact; nearly a million boys have fallen behind with their early language skills since 2006. That is nearly a million 5-year-olds who may struggle with skills like explaining what they think and how they feel, and engaging with the adults and children around them."

(...) Gareth Jenkins, Director of U.K. Poverty at Save The Children, said: "In England, too many children, especially boys, are slipping under the radar without the support they need to reach their potential. They’re falling behind before they even get to school and that puts their life chances at risk. In 2016, this is unacceptable. A whole generation of boys is being failed."


Die Jungenkrise ist natürlich kein auf Großbritannien beschränktes Prblem. Ich habe sogar den Eindruck, dass sie dort entschiedener angegangen wird als hierzulande. Ausführliche Informationen dazu findet man in meinem E-Book Rettet unsere Söhne.



6. Auch der Feminismuskritiker Milo Yiannopolous und die liberale Feministin Cathy Young beziehen Stellung zum feministischen Ghostbusters-Film.

Dienstag, Juli 19, 2016

Vermischtes vom 19. Juli 2016

1. Wie die BILD-Zeitung mit reißerischen Artikeln über einen in Wahrheit unbegründeten "Sex-Mob"-Alarm in Schwimmbädern Vorlagen für rechte Hetzer liefert, analysiert aktuell das Bildblog. Das Märchen von einem enormen Anstieg von Vergewaltigungen durch Flüchtlinge ist auch Thema in dem medienkritischen Blog Übermedien. Boris Rosenkranz hat hierzu Matthias Oloew, Unternehmenssprecher der Berliner Bäder, interviewt. Oelew berichtet, dass es in den letzten Jahren entgegen anderslautender Propaganda keine Fälle von Vergewaltigungen in Berliner Bädern und nicht mehr als einen Fall von sexuellem Missbrauch gab. Oelew schildert das dennoch starke mediale Interesse an diesem Thema:

Seit der Silvesternacht in Köln haben wir vermehrt solche Anfragen, und zwar immer in Wellen. Meistens heißt es, Kinder und Frauen würden in unseren Bädern vergewaltigt, und das können ja nur Flüchtlinge sein. Ich kann aber reinen Gewissens sagen, dass das bei uns nicht vorkommt. An dem Fall von sexueller Misshandlung im vorigen Jahr war kein Flüchtling beteiligt. Und neulich hat die ägyptische Betreuerin einer Gruppe einen ihrer Schützlinge angezeigt, von dem sie sich unter Wasser unsittlich berührt gefühlt hat. Aber sonst: keine Vergewaltigung, von niemandem, Ausländern wie Einheimischen.

(...) Gewundert hat mich dann aber schon, dass bei den Kolleginnen und Kollegen, die sich hier gemeldet haben, von Anfang an so eine Grundskepsis gab: Kann das stimmen, was der mir erzählt? Keine vergewaltigten Frauen? Keine missbrauchten Kinder? Hm? Besonders auffällig war der MDR. Der Kollege sagte am Telefon: "So, Herr Oloew, dann erzählen Sie mal. Bei ihnen werden doch Frauen vergewaltigt." Als ich ihm gesagt habe, dass das nicht stimmt, sagte er, dass er mir das nicht glaube. Ich habe ihn gefragt, weshalb nicht. Woraufhin er sagte: "Naja, Sie haben doch so viele Flüchtlinge in Berlin." Das fand ich schon bemerkenswert.




2. In Österreich berichtet ein Prozent der befragten jungen Männer, zum ersten Mal gezwungen worden zu sein (junge Frauen: drei Prozent).



3. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Grünen, attackiert ihren Parteifreund Jürgen Trittin mit sexistischer Polemik.



4. Einer aktuellen Studie zufolge greifen schon neun Monate alte Kinder zu geschlechtsspezifischem Spielzeug.



5. Und zum Abschluss mal wieder ein Comic.

Montag, Juli 18, 2016

Vermischtes vom 18. Juli 2016

1.
"Wenn Täter nicht bestraft werden können, bedeutet das für die Opfer eine zweite bittere Demütigung", meint Justizminister Maas. Da hat er zweifellos Recht. Aber sofern das Gesetz zur Verschärfung des Sexualstrafrechts tatsächlich so vom Bundesrat bestätigt werden sollte, wird es eine ganze Mengen mehr dieser Demütigungen geben.


Hier geht es weiter mit dem Artikel des Rechtsanwalts Heinrich Schmitz – einem Artikel, der mit den Worten beginnt: "Um es gleich vorweg zu sagen, diese Reform ist Kappes." Männer dürften es noch schwerer haben als zuvor, sich gegen Falschbeschuldigungen abzusichern:

Man kann ja schlecht unmittelbar vorher zum Notar gehen und sich eine Einwilligung zum Geschlechtsverkehr ausstellen lassen. Und selbst wenn man eine solche hätte, könnte die natürlich jederzeit widerrufen werden. Eine Kamera mitlaufen lassen, ist auch nicht jedermanns Sache und wer weiß, vielleicht ruft die Frau dann mitten drin mal ein Nein, das sich vielleicht auf etwas ganz anderes bezieht, und schon ist der Beweiswert dahin.


Zum Ende des Artikels macht Schmitz ein paar Vorschläge, sexuelle Gewalt zu bekämpfen, die tatsächlich sinnvoll sind.



2. Die Welt berichtet über einen Abend, bei dem sich islamische und nicht-islamische Feministinnen zur Debatte getroffen haben:

An Berlins Technischer Universität wurde wieder einmal offenbar, in wie viele Fraktionen der Feminismus zersplittert ist. (...) Die Hälfte der Leute im Saal weiß, dass das jetzt gegen sie gerichtet ist, dass ihnen gerade das Recht abgesprochen wird, sich weiter als Opfer zu fühlen.


Gottseidank stellt ein gemeinsames Feindbild wieder Einigkeit her – zumindest kurz:

Endlich, da ist er, der "Mann". Es ist, als wäre ein allgemeines Aufatmen im Saal zu hören, als könnte man die schwer gewordenen Lasten endlich auf starken, männlichen Schultern verteilen. Doch die Erholungspause dauert nicht lange, da fällt schon der Name der wirklichen Feindin, "Alice Schwarzer". Und ganz fett wird die Botschaft: "Wer bestimmt mein Muslim_a* sein?" an die Wand projiziert.




3. Eine neue App, made in Germany, erlaubt es Frauen, die Zeit zu berechnen, die sie mit Männern verbringen:

Ohlala is an app for any woman who thinks she ought to be compensated for her time and efforts when she goes out with someone. It seeks to turn leisure time — a precious, dwindling commodity — into billable hours. In that sense, Poppenreiter’s right: her app isn’t really an "Uber for escorts." It’s a TaskRabbit for emotional labor. Perhaps that makes it more radical than anything else — with its tasteful design and young, hip founder, Ohlala suggests a world in which there’s no "kind of woman" who sells her time and affection, because every woman could be that kind of woman.




4. James Landry hat das empathielose und kenntnisfreie Gequassel von Social Justice Warriors auf Twitter satt, sobald es um männliche Opfer sexueller Gewalt geht.

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