Donnerstag, April 24, 2014

Spiegel Online spricht von "historischem Urteil": Männer klagten erfolgreich gegen Diskriminierung

Auch Spiegel-Online greift den juristischen Sieg einiger benachteiligter Männer in Wales auf. (Genderama berichtete.) Nur im letzten Absatz erinnert sich Spiegel-Online daran, dass man solche Artikel ohne die obligatorische Frauen-stärker-betroffen-Formel auf keinen Fall veröffentlichen kann.

Nacktpiratin entnervt: "Muss für jeden sexistischen Witz hinhalten"

Mit nackten Tatsachen für die gute Sache! Mit einem provokanten Plakat wirbt die Piraten-Partei in Bayern jetzt für den Europa-Wahlkampf. Ausgerechnet Anne Helm, die für ihre eigenen Interessen ebenfalls blankzog, ist darüber nun schwer empört.


Hier geht es weiter.

Genderismus: Die Luft wird dünner

Das Blog Sciencefiles kommentiert die Krise, in die eine pseudowissenschaftlich verkleidete Ideologie geraten ist.

Vergewaltigung: Wer ist Täter – wer ist Opfer?

Eine neue ebenso ausführliche wie scharfe Kritik an der Pfeiffer-Studie über eine vermeintlich mangelhafte Strafverfolgung bei Vergewaltigungen wurde gestern auf strafakte.de veröffentlicht. Ich könnte mal wieder ganze Absätze daraus zitieren – belassen wir es dabei, dass der Beitrag im Original für jeden lesenswert ist, der sich für dieses Thema interessiert.

England: Vater erhält 86.000 £ Wiedergutmachung, nachdem Sozialarbeiterin ihm Missbrauch unterstellte

Einem britischen Scheidungsvater wurde der Kontakt zu seiner sechsjährigen Tochter untersagt, nachdem ihm eine Sozialarbeiterin fälschlich sexuellen Missbrauch vorwarf. Zuvor soll der Vater die Arbeit dieser Frau kritisiert haben. Dem Vater wurden vor seinen Nachbarn Handschellen angelegt, er wurde in eine Zelle geworfen und zehn Stunden lang verhört. Jetzt erhält er immerhin eine finanzielle "Entschädigung". Die Daily Mail berichtet.

"Tussikratie" schafft es in die Amazon Top 100

Feministinnen ätzen – und viele andere greifen zu.

Mittwoch, April 23, 2014

Ad-hocke Alarmstimmung: Genderlager drängt auf "Krisendiskurs"

Wie der Fachbereich Genderstudien an der Berliner Humboldt-Universität verlauten lässt, ist auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an der Universität Trier im Oktober eine Ad-hoc-Gruppe bewilligt worden, die sich mit der wachsenden Aufmüpfigkeit von Bürgern gegen das Treiben der Gender-Ideologen beschäftigen soll. So sei "im Internet und in sozialen Netzwerken, aber auch in den analogen Medien" inzwischen tatsächlich "von Zensur und Bevormundung" sowie "der Allmacht einiger Lobbys" die Rede. Ist mir völlig unverständlich; wie kommt denn sowas?

Glücklicherweise erklären uns das die Verfasserixe des Textes: Wenn jemand dem Fachbereich Genderstudien an der Berliner Humboldt-Universität nicht zustimmt, kann das selbstverständlich nur an "der Krise der Männlichkeit, der Familie, der Bevölkerung, des Rechtsstaates, der Nationen" liegen. Es wäre auch eine völlig absurde Vorstellung, dass Menschen abweichende Meinungen als die Genderfraktion haben könnten, ohne dass die halbe Welt in Trümmern liegt. Jetzt geht es eigentlich nur noch darum, Menschen mit solchen abweichenden Auffassungen soziologisch irgendwie als "hochproblematisch" zu definieren, was dieser Ad-hoc-Gruppe – toi, toi, toi! – bestimmt auch irgendwie gelingen wird.

Wir freuen uns deshalb für den Oktober jetzt schon auf Brandreden von Andrea Kempa und Hinrix Rosenbrox gegen maskulistische Missetäter als möglicherweise mittelfristig massenmordende Mutanten aus Mengeles Monsterzucht. Darunter, das zeichnet sich durch den oben verlinkten Text sowie frühere Veröffentlichungen bereits ab, ist das Bedrohungsszenario wohl nicht zu haben.

Wales: Diskriminierte Männer gewinnen Prozess um ungleiche Bezahlung

Twenty-three male workers at a university in Wales who were paid less than their female counterparts have won around £500,000 in compensation after suing for sex discrimination.


Das berichtet heute der britische Guardian.

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Wenn schon das "Sandmännchen" zum Gender-Denken erzieht

Mit Verwunderung sah ich vor einigen Tagen diese aktuelle Sandmännchen-Sendung: Lennart hat einer schönen Frau Guten Tag gesagt. Sie trug hohe Schuhe und hatte rote Lippen. Doch als sie Lennart auch Guten Tag gesagt hat, war ihre Stimme so tief wie ein Brummbär.

Aha, wir wurden darüber belehrt, dass auch ein Mann wie eine Frau aussehen kann. Oder dass ein Mensch, der aussieht wie eine Frau, keine Frau sein muss.


Hier geht es weiter mit dem Artikel von Gunnar Schupelius, der findet, dass Dreijährige als Zielgruppe für das Thema "Transsexualität" bzw. "Transgender" etwas arg jung sein könnten. Wenn ich nach den Debatten der vergangenen Monate um den Bildungsplan in Baden-Württemberg gehe, wird man ihm dafür mit Sicherheit Homophobie vorwerfen.

"Tussikratie: Ich tue mir so Leid"

Die mediale Resonanz auf das Buch "Tussikratie" war in den letzten Tagen so stark, dass außer mir auch vielen anderen männlichen Autoren, die in den letzten Jahren zur Geschlechterdebatte veröffentlicht haben, nur noch die Feststellung übrig bleibt, wieder mal dem falschen Geschlecht anzugehören. Eine ausführliche und gelungene Übersicht nicht nur über die Debatte zu diesem Buch, sondern der aktuellen Geschlechterdebatte in den letzten Wochen insgesamt liefert heute Ole Wintermann.

FOCUS: "Feministin will WG-Bewohner therapieren – für 5 Euro Miete"

Eines muss man den Feministinnen dann aber doch lassen: Ihr Unterhaltungswert ist schwer zu schlagen.

Was ist bei politischen Gewaltphantasien eigentlich das Problem?

Lucas Schoppe hingegen erklärt, warum man den Feminismus leider doch ernst nehmen muss. Das zentrale Statement in Schoppes Text, wenn es um Gewalt- bis hin zu Ausrottungsphantasien geht: "Was im Feminismus einige Professorinnen von sich geben, wird man im Maskulismus nicht einmal von extremen Randfiguren lesen." Genau. So. Ist. Es. Die Unwilligkeit fast sämtlicher Feministinnen, sich mit diesen Tendenzen in ihrer Ideologie kritisch auseinanderzusetzen, ist entlarvender als vieles andere. Und das ungeklärte Verhältnis vieler Feministinnen zur sexistischen Gewalt ist es auch, das punktuelle Verbündungen schwerer macht als alle anderen Faktoren.

Die beste Klassifizierung maskulistischer Strömungen

Der Frontberichterstatter macht einen Vorschlag, in welche Kategorien man Männerrechtler (Maskulisten) am besten unterteilen sollte.

Dienstag, April 22, 2014

26 Männer verklagen Uni Wales wegen sexueller Diskriminierung auf 700.000 £

Wales Online berichtet.

n-tv fragt: "Alles nur Humbug an der Humboldt?" (Video)

Der Nachrichtensender n-tv hat über die feministischen Sprachideologen an der Humboldt-Uni ein spaßiges Video erstellt. Wenn nur jedes Thema, über das ich einmal hier berichtet hatte, so breit in unseren Medien landen würde ...

Gender-Arbeitsgruppe der Humboldt-Uni stößt auf Ablehnung: "Dieser kranke Wahnsinn ist keine Gleichberechtigung"

Mit Vorschlägen zur "Frauisierung" der Sprache sorgt die Arbeitsgruppe "Feministisch Sprachhandeln" der Humboldt-Universität Berlin unter den FOCUS-Online-Usern für Fassungslosigkeit. Solche Projekte verschwenden nur Steuergelder, sagen einige. Selbst Frauen sind entsetzt.


Hier geht es weiter.

"Ein Guss aus Klischees"- Maskulisten-Bashing des "Tatort" überzeugte Kritiker nicht

Da werden Väterrechtler als tagesaktueller Aufhänger genutzt, alle durch die Bank als feige Maskulinisten charakterisiert und Amtsrat Mattmann (Jean Pierre Cornu) darf die Suppe im Nebensatz auslöffeln, wenn er anmerkt, wie wichtig diese Organisationen doch für die Entwicklung des Sorgerrechts waren.

(...) Da reicht die unendlich komplexe Problematik eines zerstrittenen Paares mit Kindern und der vielen, vielen rechtlichen wie psychologischen Auswirkungen, die eine Trennung mit sich bringt, nicht aus. Nein die Väterrechtler müssen auch noch radikale Psychos und die Mutter esoterisch veranlagt sein.


Nicht nur der Moviepilot konnte am gestrigen "Tatort" keinen Gefallen finden. Ähnlich liest sich der Pressespiegel der Kritiken insgesamt.

Schweiz: Antifeministen wollen "weg von Aggression, hin zu verständlicher Argumentation"

Zu jeder Entwicklung gibt es eine Gegenbewegung. Feminismus in all seinen Ausprägungen, Gender Mainstreaming und Diskussionen über Quotenregelungen haben dazu geführt, dass sich manche Männer gesellschaftlich und rechtlich benachteiligt fühlen. Antifeministische Gruppierungen sind neben Männerrechtsbewegungen und Männerparteien eine Antwort darauf. Die Schweizer Antifeministen sind eine der stärksten Interessensvertretungen im deutschsprachigen Raum. Im Gespräch mit mokant.at entschuldigt sich deren neuer Vorstand Michael Balmer für den Frauenhass auf seiner Seite und erklärt, warum man besser auf eine Heirat verzichten sollte. Ein Interview über Probleme in den eigenen Reihen und Väter, die zu wenig Krawall machen.


Hier kann man das Interview lesen, wobei folgende Passage besonders interessant ist:

mokant.at: Zurück zu den Vernetzungstreffen. Es gibt eine Gruppierung von linken Maskulisten. Waren die auch eingeladen?

Michael Balmer: (lacht) Es waren alle eingeladen. Nur schickten die uns Späher und haben uns Immobilien versperrt, das fand ich schade. Das kann nicht die Lösung sein. Bei uns sind alle willkommen, es wird debattiert und wir freuen uns an allen Argumenten. Sie waren nicht da, obwohl sie da sein hätten können.


Es gibt linke Maskulisten in der Schweiz? Wenn mir jemand mehr über diese Geschichte erzählen kann, freue ich mich über eine Mail an Cagliostro3@hotmail.com. (Im Pöbelforum, das zentraler Stützpunkt der Online-Antifeministen war, lese ich seit Jahren nicht mehr, weil dort das Verhältnis von Argumenten und Informationen zu Beschimpfungen und Hassausbrüchen irgendwann zu unergiebig wurde. Wenn sich dort ein Beitrag dazu findet, sollte man ihn bei mir also nicht als bekannt voraussetzen.)

Ich bin neugierig, wie Balmer seinen Ansatz "weg von Aggression, hin zu verständlicher Argumentation" umsetzen möchte, nachdem die Entwicklung in dieser Szene in den letzten Jahren umgekehrt lief. Wird die Schweiz männerpolitisch wieder spannend?

Sind Schwule "Komplizen männlicher Herrschaftsstrukturen"?

Christian Schmidt (d.h. eigentlich sein Kommentator Leszek) hat einen besonders interessanten Text ausgegraben, der homophobe Tendenzen im Feminismus diskutiert.

BILD über "Mitarbeita" und "Doctox": "So soll unsere Sprache entmännlicht werden"

Vor wenigen Wochen berichtete Genderama über die feministische Sprachverwirrung an der Berliner Humboldt-Universität. Jetzt hat auch die BILD-Zeitung das Thema entdeckt.

Montag, April 21, 2014

Radikaler Feminismus: nur noch eine weitere Hassbewegung?

Rather than moving forward with gender equality, the "loud, fanatical feminists" are turning what was once a necessary movement into something that is more about screaming so loudly real issues can no longer be addressed, another Redditor said. "They’ve joined white supremacists, neo-Nazis, and anything Al Sharpton oversees as just another hate group."


Das Online-Newsportal Inquisitr widmet sich den aktuellen Gefechtsverläufen im Geschlechterkrieg.

Sonntag, April 20, 2014

Feminismuskritik Kernthema der Jungen Alternative bei der Europawahl

Die Junge Alternative hat sich den Antifeminismus ausgesucht, sie will damit um Stimmen kämpfen für die Europawahl Ende Mai. "Der Zustand der Gleichberechtigung ist erreicht", sagt Tim Wiemer, der seinen Mitgliedsantrag für die Junge Union schon ausgefüllt hatte, als gerade die AfD gegründet wurde und er sich spontan anders entschied. "In meiner Generation gibt es sehr, sehr wenige Frauen, die sagen würden, sie fühlen sich nicht gleichberechtigt." Zwar habe der Feminismus in der Vergangenheit Großes geleistet, man denke an das Frauenwahlrecht und die Frauenerwerbstätigkeit. "Wenn er aber in seiner jetzigen Form weiterbetrieben wird, laufen wir Gefahr, dass es zu einer Benachteiligung des Mannes kommt", sagt Wiemer.

(...) "Das ist einfach der Geist unserer Zeit, den wir aufgefangen haben", sagt Tim Wiemer, und damit könnte er sogar recht haben: Vergangene Woche zum Beispiel ist das Buch "Tussikratie: Warum Frauen nichts falsch und Männer nichts richtig machen können" erschienen, in dem zwei Autorinnen schreiben, warum Frauen sich mit der ganzen Gleichberechtigung selbst im Weg stehen.


Natürlich vertreten die Autorinnen nicht die These, dass Frauen sich "mit der ganzen Gleichberechtigung" im Wege stünden, sondern argumentieren sehr viel differenzierter- (Ich habe das Buch hier rezensiert.) Aber mit solchen verzerrenden, dauerironisierenden Formulierungen glaubt Denise Peikert sich in der Frankfurter Allgemeinen wohl behelfen zu müssen, um so zu tun, als ob jegliche Kritik am Heiligen Feminismus nur von weltfremden Spinnern kommen könne. Etwa wenn sie zum angeblichen Lohnunterschied zwischen Mann und Frau schreibt:

Der Bundesvorstand der JA nennt in dem Zusammenhang eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung von 2013 sinnvoll. Bei dieser wurden erstmals die Nettogehälter statt der Bruttogehälter von Frauen und Männern miteinander verglichen. In der Studie steht, dass der Unterschied im Westen Deutschlands je nach Höhe der Stundenlöhne zwischen 37 und 27 Prozent betrage. Das ist natürlich jetzt komisch, die Differenz erscheint ziemlich groß. Aber möglicherweise ist es für die JA nicht so wichtig, was drin steht in der Studie, wenn sie richtig aufgebaut ist und niemand suggestiv eingewirkt hat.


Zugegeben, es ist richtig, dass das rechte Lager da mal wieder ein paar Dinge durcheinanderwirft. Tatsächlich war es nämlich nicht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, sondern das Institut der deutschen Wirtschaft, das 2013 ermittelte, dass die Gehaltsdifferenz zwischen den beiden Geschlechtern lediglich zwei Prozent beträgt. Das Institut für Wirtschaftsforschung hingegen fand Ende 2012 heraus, dass Männer mehr als doppelt soviel Überstunden machen wie Frauen - was einer der vielen Gründe dafür ist, dass Männer im Schnitt mehr verdienen als Frauen. Ein fairer Artikel hätte diesen Sachverhalt erklärt.

Natürlich muss der AfD klar sein, dass viele Journalisten stattdessen nur auf solche Schnitzer lauern, um zur Not sogar junge Nachwuchspolitiker als weltfremde Spinner vorzuführen. Aber mit dieser in der Tat suggestiven Berichterstattung erreichen Denise Peikert & Co. letztlich nur die Leser, die ohnehin schon auf ihrer Seite sind. Bei vielen anderen wird vor allem hängenbleiben, dass die AfD jetzt auch Feminismuskritik im Programm hat, und sie werden sie deshalb wählen. Und niemand kann ihr das vorwerfen, solange wir Linken ihr dermaßen großzügig überlassen, sich bei diesem inzwischen weit verbreiteten Unmut alleine zu bedienen.

"Die fünf Klassen der feministischen Unwahrheiten"

Eine für die Geschlechterdebatte hilfreiche Klassifizierung findet man heute bei Christian Schmidt.

Samstag, April 19, 2014

Jungen im Netz von Menschenhandel – Hilfe gesucht

Ich stehe gerade mit einer weiteren Studentin, Franziska Feuerstein, wegen ihrer Bachelorarbeit in Kontakt – aber diesmal muss die Arbeit erst noch geschrieben werden, und Frau Feuerstein bittet bei der Recherche nach Informationen um Mithilfe. Ich zitiere hierzu einmal aus ihrer Anfrage:

Das Thema meiner Bachelorarbeit lautet: "Jungen im Netz von Menschenhandel - Aufgabe und Herausforderung für die Soziale Arbeit". Es ist leider sehr viel schwerer, als ich erwartet habe, an wertvolle und verwendbare Informationen zu diesem Thema zu gelangen. Von außen betrachtet erweckt es den Anschein, als ob Menschanhandel mit Jungen überhaupt kein Thema in Deutschland wäre. Doch bezweifel ich dies, besonders vor dem Hintergrund letzter politischer Ereignisse, sehr stark!

Allein St. Peterburg hat über 200.000 Straßenkinder, wieviele Straßenkinder dann Russland hat, möchte ich gar nicht wissen. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Kinder aus den Ostblockstaaten in die westlichen, reicheren Länder eingeschleust werden. Straßenkinder dürften hierbei ein eher leichtes Opfer für die Machenschaften der Menschhändler darstellen. Doch finde ich überhaupt keine Informationen, die solche Vermutungen belegen. Generell habe ich keine Studien oder Informationen über die Anzahl (und Dunkelziffer) der nach Deutschland geschleusten Jungen gefunden, welche Opfer von Menschhandel wurden oder immer noch sind. Auch weiß ich nicht, auf welchem Wege diese nach Deutschland gelangen und wie sie hier "gehalten" werden, geschweige denn welche Zukunftsperspektiven die Jungen erwarten können. Auch würde mich interessieren, wieviele Kinder generell im Zuge des Prozesses von Menschenhandel ihr Leben lassen müssen. Ich habe einen recht interessanten Artikel gefunden, bei welchem der Autor angibt, dass die Kinder in Deutschland, welche Opfer von Menschenhandel wurden, in speziellen Einrichtungen oder in Zeugenschutzprogrammen untergebracht werden würde. In der Fussnote erwähnt der Autor jedoch, dass diese Einrichtungen in der Praxis selten als solche genutzt werden würden. Haben Sie ähnliche Erfahrungen diesbezüglich gemacht?


Ich musste Frau Feuerstein insofern enttäuschen, als ich zwar für meine Bücher Not am Mann und Plädoyer für eine linke Männerpolitik auch zum Thema "Jungen als Opfer von Menschenhandel" recherchiert habe, dabei aber nur auf internationale und nicht auf deutsche Zahlen gestoßen bin. Ich zitiere mal einige Absätze aus dem betreffenden Kapitel (Fußnoten mit Quellenanganben im Buch):

Schaut man statt auf innerstädtische Prostitution auf Ländergrenzen überschreitenden Menschenhandel, gelangt ein Bericht des US-Außenministeriums aus dem Jahr 2008 auf eine Rate von 45 Prozent Betroffener mit männlichem Geschlecht. Während die meisten von ihnen als Arbeiter gehandelt werden, werden viele Jungen und Männer auch für sexuelle Dienstleistungen herangezogen. Dieses Problem beschränkt sich nicht auf die USA: So wurde im Jahr 2010 in Spanien ein Menschenhandelsring speziell für männliche Prostituierte ausgehoben. (Man versorgte die Männer mit Viagra, Kokain und anderen Stimulanzien, damit sie 24 Stunden am Tag einsatzbereit waren). Im selben Jahr stießen Ermittler auf Sexsklaven, die aus afrikanischen Ländern nach Schottland gebracht worden waren. "Ich glaube, es gibt kein Land auf dieser Erde, in das nicht auch Jungen beim sexuell ausgerichteten Menschenhandel verschleppt werden", bekundet Blair Corbett, Direktor der Initiative Ark of Hope for Children, ein Fachmann auf diesem Gebiet. Und eine kanadische Studie (Under the Radar. The Sexual Exploitation of Young Men) stieß gleich auf eine ganze Reihe von Fakten, die bisherige Klischees gründlich in Frage stellen: Die sexuell ausgebeuteten Jungen und jungen Männer haben einen vergleichbaren Hintergrund an sexuellem und körperlichem Missbrauch wie die Mädchen und jungen Frauen in diesem Bereich, die sexuelle Ausbeutung begann allerdings durchschnittlich in einem jüngeren Alter, und die jungen Männer blieben länger in dieser Situation, was vielleicht auch daran liegt, dass sie (...) von den meisten Helfern in diesem Bereich kaum wahrgenommen werden.

Ronald Weitzer, Professor für Soziologie an der George Washington University und Fachmann in den Bereichen Sexhandel und Sexindustrie, erklärt zu den Hintergründen: "Nichtregierungsorganisationen haben herausgefunden, dass sie die Öffentlichkeit und mögliche Unterstützer erreichen, wenn sie den Sexhandel von Mädchen betonen. Diese Organisationen haben ein Interesse daran, das Problem auf eine bestimmte Weise zu definieren. Ständig von Frauen und Mädchen zu sprechen dient eindeutig dem Zweck, Regierungsgelder zu erhalten sowie die Aufmerksamkeit der Medien, aber Jungen, die zu Opfern werden, werden ignoriert, weil die meisten Mittel für Mädchen reserviert sind." Cameron Conaway, ein weiterer US-amerikanischer Experte für Menschenhandel, weiß ähnliches zu berichten: "Filmemacher, die den Horror des Sexhandels dokumentieren, berichten, ihre Arbeit würde nicht akzeptiert werden, wenn sie den Missbrauch von Jungen zeigen würden. 'Die Öffentlichkeit ist noch nicht soweit' wird mir gesagt."

"Sexuelle Gewalt gegen Männer ist ein Tabuthema", zieht der anonyme Verfasser des Männerrechtler-Blogs Toy Soldiers ein Fazit zu solchen Studien und Berichten. "Die meisten männlichen Opfer berichten nicht über ihren Missbrauch, es gibt weniger Anlaufstellen für sie, wo sie Hilfe bekommen könnten, und praktisch kein Interesse seitens Regierungsorganisationen. Dieser Mangel an Beachtung macht männliche Opfer unsichtbar, und was nicht gesehen wird, wird oft so behandelt, als ob es nicht existieren würde."


Das alles erklärt, warum die Quellenlage derart desolat ist, aber vielleicht hat der eine oder andere Genderama-Leser ja doch Informationen oder Ideen zur Hand, mit denen er Frau Feuerstein weiterhelfen kann. Wenn ja, freut sie sich über eine Mail an feuerstein.franziska@googlemail.com.

Ich habe ihr außerdem empfohlen, sich mit ihrer Anfrage an das Bundesforum Männer zu wenden. Schließlich handelt es sich hierbei um eine staatliche Institution, die mit hunderttausenden an Steuergeldern gefüttert wird und dazu ruhig mal irgendetwas an Leistung vorweisen könnte. Dass solche Anfragen an NGOs und Männerrechtler gehen, die sich darum dann in ihrer Freizeit kümmern dürfen, ist eigentlich ein Unding.

Allerdings befürchte ich, dass es eine starke Männerrechtsbewegung braucht, damit auch Jungen als Opfer von Menschenhandel zum Thema werden. Das Entstehen einer starken Männerrechtsbewegung wird von Leuten wie Thomas Gesterkamp, Andreas Kemper, Hinrich Rosenbrock und Ralf Homann allerdings massiv torpediert. Ich kann kaum ausdrücken, wie widerwärtig ich das alles aus Menschenrechtsperspektive finde.

Vergewaltigungen: Was wirklich hinter der Rate an Schuldsprüchen steckt

Vorgestern hatte Genderama über einen Artikel der Süddeutschen Zeitung berichtet, in dem so wirklichkeitsferne Behauptungen wie "Man kann nicht ernsthaft unterstellen, dass Frauen eine Vergewaltigung erfinden" zu lesen waren. Diesen Artikel hat jetzt auch Mirko Laudon im Blog Strafakte.de aufgegriffen:

Es war ein Satz in einem Artikel von Roland Preuß auf Sueddeutsche.de, der gestern nicht nur in den sozialen Netzwerken die Gemüter erhitzte:

"Man kann nicht ernsthaft unterstellen, dass Frauen eine Vergewaltigung erfinden."

Mittlerweile ist der Satz dort nicht mehr so zu lesen. Eine derartige Verallgemeinerung ist ausgesprochen naiv, besagt sie doch, dass Frauen nie eine Vergewaltigung erfinden würden. Die Realität ist leider eine andere.


Hier geht es weiter.

"Anja Nehls im Deutschlandfunk auf Propagandakurs"

Der Frontberichterstatter zerpflückt ein kleines Meisterstück der männerfeindlichen Demagogie, für das die Journalistin Anja Nehls verantwortlich zeichnet. Insbesondere wer zuvor den juristischen Fachbeitrag Mirko Laudons gelesen hat, kann über Anja Nehls wilde Phantasien nur noch den Kopf schütteln. Warum recherchieren so viele Journalisten eigentlich nicht ausreichend gründlich, bevor sie sich mit ihren Artikeln derart blamieren?

Freitag, April 18, 2014

Warum führt der "Tatort" eine Kampagne gegen Väter?

Vor ein paar Tagen habe ich eine Kurzkritik zum letzten "Tatort" hier verlinkt, in der es heißt:

Der Täter, welcher sich als ein, seit 8 Jahren entsorgter Familienvater -ohne Kontakt zu den eigenen Kindern- entpuppt, ist rein optisch schon so ge- oder verunstaltet, dass die Sympathie, oder eine mögliche Anteilnahme, des Zuschauers gegen Null tendieren dürfte – während der Polizist und der Gerichtsmediziner so richtig menschelnd rüberkommen können. Das ist dann wohl also der Staatsauftrag bezüglich unserer heiligen Demokratieabgabe.


Über den kommenden "Tatort" berichtet Spiegel-Online unter der passenden Überschrift Väter, uns graut vor euch. Darin heißt es:

Die Mutter wird ermordet, drei Kinder bleiben zurück. Sie haben verschiedene Väter - jeder von ihnen unzuverlässig. (...) Der erste, Mitglied einer nahezu militanten Väter-Selbsthilfegruppe, lag bislang in einem verheerenden Sorgerechtsstreit mit der Toten - auch zum Nachteil der doch so geliebten Tochter. Der zweite leitet im fernen südlichen Indien einen Ashram, wo er über der spirituellen Erleuchtung und dem betriebswirtschaftlichen Chaos den eigenen Sohn samt fälliger Alimente vergaß. Und der dritte, ein wohlhabender Unternehmer, zahlte immer brav für seine Tochter, leugnete die Kleine aber vor seiner neuen Frau.

(...) Ritschard, die einzige offen homosexuelle Ermittlerfigur im "Tatort"-Kosmos, wird von der verbohrten Vätertruppe beim Squash mit ihrer Lebensgefährtin fotografiert und danach im Netz als Kampflesbe desavouiert.


Okay, die Botschaft ist klar geworden: Väter sind böse. Väterrechtler sind ganz böse. Homosexuelle Frauen sind gut (und Opfer). Soweit nichts Neues für die ARD. Aber warum glaubt man dort inzwischen, für die politische Indoktrination derart mit dem Holzhammer arbeiten zu müssen?

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