Montag, März 09, 2015

"Deutsche Professorin lehnt Student ab: Keine Inder – das sind Vergewaltiger!"

Die indische Publizistin Isha Jalan berichtet über einen Fall, bei dem die feministische Ideologie (die bekanntlich noch viel böser werden muss) und Fremdenfeindlichkeit zusammentreffen – wo anders als an unseren Universitäten?

With the increasing number of rapes being reported all around the country with each passing day, it looks like India's reputation abroad has been tarnished beyond redemption. Things have gotten so bad now that male students are being denied foreign internships because they come from the country with a "rape problem." Yes, you read that right.

A student was denied an internship at Leipzig University by a professor, believed to be Annette Beck-Sickinger, from the Institute of Biochemistry. His fault? Because he is a guy who comes from the land which suffers from a "rape problem".


Hier geht es weiter mit dem Artikel inklusive Screenshots der Mails sowie einer Stellungnahme der Professorin und dem deutschen Botschafter in Indien, Michael Steiner. Inzwischen hat die fragliche Professorin etwas, das entfernt einer Entschuldigung ähnelt, sich aber nur schwer mit den Screenshots ihrer Mails in Übereinklang bringen lässt, online gestellt. Irritierend bleibt vor allem eine Passage, die den Screenshots zufolge Teil der unsäglichen Mails ist:

Many female professors in Germany decided to no longer accept male Indian students for these reasons, and currently other European female association are joining.


Wozu Isha Jalan die naheliegende Frage stellt:

Do Indians, who come up with a new invention every other day, only come across to foreigners as rapists? Is it fair to blame an entire country, especially all the men, for crimes against women? How can one compare the hooligans who rape women in India to the students who want to Germany to pursue further studies?


India Today zufolge scheint sich Professorin Beck-Sickinger als das eigentliche Opfer zu betrachten:

Meanwhile, in another screenshot that was uploaded to reddit, the professor, after being chastised by the student for having used such "hurtful words", wrote, "I fully agree, I will no longer respond to e-mails of that type. Hoever this is too late now and I just can learn for the future [SIC]".


Auch die indische Huffington Post berichtet. ("The email was so shocking that many claimed that it was a hoax. Turns out it isn't.") Unter den deutschsprachigen Medien greift bislang nur der Schweizer Blick den Fall auf (dessen Schlagzeile habe ich übernommen), außerdem berichtet knapp das Netzwerk IT.

Genderama hatte in den vergangenen Jahren kontinuierlich darüber berichtet, wie stark eine verzerrende Berichterstattung über Indien als Land der Vergewaltiger einen fremdenfeindlichen Feminismus stützt. Warum sollte eine Ideologie, die sämtliche Männer für die Verbrechen einiger weniger in Sippenhaft nimmt ("Rape Culture"), davor zurückschrecken, dasselbe nicht bei einem ganzen Geschlecht sondern bei einem riesigen Land zu tun?

Parallelen zwischen Männer- und Fremdenfeindlichkeit im Feminismus aufzuzeigen betrachte ich als eines der Anliegen eines dezidiert linken Maskulismus. Je länger der Mainstream der Linken solche Entwicklungen ignoriert, desto größer gerät seine Blamage.

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