Dienstag, März 11, 2014

Bettina Röhl: "Die Quote spaltet die Frauen"

In der Wirtschaftswoche beleuchtet Bettina Röhl heute, inwiefern die Frauenquote auch für Frauen von Übel ist:

Die Quotenregel hat einen im öffentlichen Diskurs bisher wenig belichteten spezifischen, aber gravierenden Nachteil für Frauen. Denn in Zukunft wird nicht mehr die Leistung einer Frau über ihre Karriere entscheiden, sondern ein Quotensystem. Das entscheidet darüber, ob eine Frau in das System passt und sich systemkonform verhält. Andere Quotenfrauen wachen darüber, ob eine Frau sich genügend frauensolidarisch sprich quotenfrauensolidarisch verhält, ob eine Frau sich im Kampf gegen männliche Kollegen gebührend engagiert (oder sich gar im ärgsten Fall für einen Kollegen einsetzt), kurz ob sich eine frau im Beruf und dann auch im Privatleben gegenüber ihrem eigenen Mann und selbst gegenüber ihren Kindern hinreichend feministisch, egoistisch und karrierebezogen verhält. (...)

Die Frauenquote ist in Wahrheit keine Frauenquote für alle Frauen, sondern sie ist eine Quote für die Quotenfrauen, für die Ideologinnen, für die Genderistinnen, für die Feministinnen. Und wehe du gehörst dieser Quoten-Elite nicht an, sondern bist einfach nur die bestqualifizierte Frau, pochst auf deine Qualifikation, missachtest die Quotennetzwerke oder findest die Quote ungerecht und falsch.

(...) Es bildet sich in Gestalt der Frauenforschungseinrichtungen, Frauenforschungsinstitute, der überbordenden Genderforschung und der Frauenquoten eine regelrechte neue Quotenpolizei, die überwacht, wer sich genderkonform verhält und welche Frau den Posten, die den Männern verwehrt sind, denn nun genau bekommt. Und es steht zu befürchten, dass sehr bald in allen großen Unternehmen solche Genderführungscliquen über die Posten bestimmen.


Hier findet man den vollständigen Artikel.

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